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UNKENRUFE - ZEIT DER VERSÖHNUNG

UNKENRUFE - ZEIT DER VERSÖHNUNG

Regie Robert Glinski
Kinostart 22.06.2005

Kritiken • UNKENRUFE - ZEIT DER VERSÖHNUNG

22. September 2005 | UNKENRUFE - ZEIT DER VERSÖHNUNG • Kritik • Berliner Zeitung

Film wie Buch sind nicht frei von Biedersinn, schreibt Stephan Speicher. "Einfache, aber brave und dann noch hintersinnig-kluge Menschen, dazu eine Gans unterm Arm, ja so lieben wir die Polen. Vorlaute Enkel in Deutschland, die den Opa nach den Qualitäten seiner Geliebten im Bett fragen, ja so ist die Jugend hierzulande. Doch das größte Problem des Films liegt nicht in solcher Schablonenhaftigkeit, die als vollsaftiges Leben um die Ecke knarrt. Es liegt in seinem Vorzug, der mit der Vorlage kollidiert. Denn der Film lebt von den Hauptdarstellern und deren Vitalität - vor allem der der wunderbaren Krystyna Janda - und fegt damit manches von der demonstrativen Bedachtsamkeit, der behaglich pfeifeschmauchenden Komik des Romans hinaus."

22. September 2005 | UNKENRUFE - ZEIT DER VERSÖHNUNG • Kritik • Frankfurter Rundschau

"So ältlich wie die deutsch-polnische Koproduktion hätte die Buchadaption nicht ausfallen müssen. Brav erzählt Regisseur Robert Glinski die Etappen des Bestattungsdramas nach. Neben viel Behäbigem, das im Fernsehen, für das das Werk eigentlich gedacht ist, dann 'heiter-melancholisch' heißt, blitzen nur manchmal zeitgemäße Ideen auf."

22. September 2005 | UNKENRUFE - ZEIT DER VERSÖHNUNG • Kritik • Neues Deutschland

Viel guten Willen hat Gunnar Decker an dieser 'westdeutschen Geschichte' ausgemacht. Der Film ist geprägt von einem schwer "erträglichen pomadigen Biedersinn. Daran können auch Matthias Habich als deutscher Kunsthistoriker und Krystyna Janda als polnische Restauratorin nichts ändern. Auch sie bieten vor allem viel guten Willen."

22. September 2005 | UNKENRUFE - ZEIT DER VERSÖHNUNG • Kritik • Der Tagesspiegel

Katrin Hillgruber ist angetan von dieser Grass-Verfilmung. "Ein turbulenter Genuss: hier der von Kindheitserinnerungen überwältigte Alexander, dort die resolute Aleksandra, die ihre antideutschen Vorurteile so schnell nicht aufgeben will. Ihr Job: Sie vergoldet einen mittelalterlichen Engel. Reschke wiederum sucht die erotisch gestaltete Grabplatte des Danziger Bürgermeisters Daniel Gralath - also trifft man sich auf dem Friedhof. Eros und Thanatos, Liebes- und Todestrieb grundieren Buch und Film von Anfang bis Ende. ... Ihren frühherbstlichen Charme verdankt diese schwebende Tragikomödie - gelassene Heiterkeit prägt auch ihre satirischen Elemente."

15. September 2005 | UNKENRUFE - ZEIT DER VERSÖHNUNG • Kritik • film-dienst 19/2005

Einen gnädigen Mantel des Schweigens würde Ralf Schenk gern über die Verfilmung decken. "Die Geschichte wirkt an den Haaren herbeigezogen; die Machart des Films ist einfältig, ein Mischmasch der Stile und erzählerischen Haltungen, das selbst von zwei prominenten Hauptdarstellern nicht gebändigt werden kann. Mit der Realität hat der Film nur insofern zu tun, als er die Ausschlachtung hehrer Ideale durch eine pure Konsumideologie vorführt. Dass die Welt nach dem Fall der Mauer so geworden ist, wusste man freilich schon vorher. Mehr Nähe zum wirklichen Geschehen statt schlecht erfundener, papierener Konfliktkonstellationen und Typen aus der Klamottenkiste hätte dem Ganzen vielleicht noch auf die Sprünge geholfen."

September 2005 | UNKENRUFE - ZEIT DER VERSÖHNUNG • Kritik • filmz.de

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