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DIE WEISSE MASSAI

DIE WEISSE MASSAI

Regie Hermine Huntgeburth
Kinostart 15.09.2005

Kritiken • DIE WEISSE MASSAI

15. September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • Berliner Zeitung

Sabine Vogel spricht mit der Schauspielerin Nina Hoss über den Humor alter afrikanischer Frauen und ihre eigene Rolle.

15. September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • Die Tageszeitung

Mit Eifersucht als zentrales Element der kulturellen Andersartigkeit hat sich Anette Weber auseinandergesetzt und deckt einige fehlende Teile des Films auf. "In DIE WEIßE MASSAI ist Afrika ein Ort der Nichtkommunikation. Carola erlebt und interpretiert mit ihren bekannten Mustern, ihr Handlungsrahmen ist demnach auf schweigendes Aushalten oder revoltierendes Ablehnen begrenzt. Etwas auszuhandeln, zu palavern, Übereinkünfte zu finden, sich anzunähern, ist in diesem Film nicht vorgesehen. Es gilt das normative Sprechen der Europäer, das "Andere" ist unveränderbar, stoisch, prämodern, und so kann man sich letztendlich nur entscheiden, dazubleiben oder wegzugehen."

15. September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • Der Tagesspiegel

Kein Leser wird enttäuscht sein, behauptet Daniela Sannwald. "Nina Hoss als weiße Massai und der in Burkina Faso geborene Franzose Jacky Ido als Lemalian, das Objekt ihres Begehrens, bringen eine Intensität zustande, die dem Buch fehlt. Und wenn die Kamera von Martin Langer über die weite Steppe schweift, durch die sich zeitlupenartig winzige Menschen und Tiere bewegen, dann wird deutlich, dass die Protagonistin einem Traum folgt, der vielleicht weniger mit dem Mann als mit der großartigen Landschaft zu tun hat, der die Enge in der Schweiz diametral entgegensteht."

15. September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Regisseurin weiß um die Gefahren eines solchen Films, meint Volker Mazassek, aber "weil die bindende Wirkung zwischen den Personen fehlt, wirkt das Ganze gelegentlich, als agierten Verirrte vor afrikanischer Fototapete. Das gilt selbst für Lemalian, dessen Perspektive nicht vorkommt. Nur Elisabeth, gespielt von der leicht verwitterten Katja Flint, steht mit beiden Beinen auf kenianischem Boden."

15. September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn empfiehlt, sich einen schönen Abend zu machen und in den Zoo zu gehen. "Lemalian schikaniert Carola, er sieht Liebhaber, wo keine sind, er gibt das Geld, das sie mit einem kleinen Laden einnimmt, für die Verwandtschaft aus. Die moderne Schweizerin gibt ein paar Widerworte und leidet dann an ihrer ethnologischen Unkorrektheit zu großartigen Sonnenuntergängen. Sonst wäre der Film recht früh zu Ende. Solches Glück ist dem Betrachter, der sich nicht für das Abenteuer Lebenslüge erwärmen kann, leider nicht beschieden."

15. September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • Neues Deutschland

Lakonisch nennt Caroline M. Buck die erzählweise. Die "Inszenierung macht keinen Hehl daraus, dass man manch kurzentschlossene Entscheidung bewundern kann, ohne deshalb auch nur einen Moment an ihre Weisheit oder an Erfolgsaussichten zu glauben. Sie gibt den Figuren Raum, sich in ihrer ungewohnten neuen Lebenslage zu orientieren – denn auch der Massai-Krieger, der sich mit einer emanzipierten, noch dazu emotionsgesteuerten weißen Frau auf dem Hüttenboden wiederfindet, wird die Situation gewöhnungsbedürftig finden."

13. September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • Berliner Zeitung

Sabine Vogel findet den Film besser als das Buch. "Ohne überflüssiges Herumlabern und auch ohne viel weitwinkelseliges Kameraherumschweifen in exotisch vermüllten Massen, chaotischen Marktplätzen oder himmelweiten Safarilandschaften erzählt die Regisseurin Hermine Huntgeburth die Geschichte ... Wenn das Frauenroman-Kitsch ist, soll es so sein. Der Film aber macht keinen daraus. Er beschönigt nichts, da ist kein 'Wiege der Menschheit'-Paradies in dieser Ödnis, keine 'edle Wildheit' im rohen Überleben und kein überhebliches Gutmenschentum. Er setzt große Gefühle bei Schmerz, Tod, Geburt und kleinen Glücksmomenten mit allen dramatischen Zauberkunstwerken des Kinos in Szene, aber nie lässt er falsche Romantik zu. Die Filmgeschichte ist glaubwürdig unsentimental, ohne Helden und ohne Opfer, alle Beteiligten sind Herren und Frauen ihres Lebens."

13. September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • br-online.de

Eine aufwühlende, provozierende und packende Liebesgeschichte hat Antje Harries gesehen. "Der Weg zum Geliebten gehört zu den faszinierendsten Momenten des Films. In den Bildern von Afrika, der unbekannten Kultur und dem Staunen und Sehnen der Europäerin liegt die ganze Begeisterung westlicher Kultur für den dunklen Kontinent. In den staubigen Bildern von Kameramann Martin Langer verbinden sich Dokumentarisches und Malerisches. Selten ist Afrika im Film aus dem Blickwinkel eines Europäers so authentisch fotografiert worden. ... Nie wird in dem Film gewertet, die eine Kultur gegen die andere ausgespielt."

13. September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • fluter.de

Stefanie Zobl sagt es unumwunden: Was im Buch "als eine Mischung aus wilder Entschlossenheit, absoluter Leidenschaft und hoffnungsloser Naivität herüberkommt, ist im Film zur Schmonzette aufgehübscht und glattgebügelt worden. ... Immerhin machen die großartige und wunderschön fotografierte Naturkulisse Afrikas und das Spiel von Nina Hoss und Jacky Ido in den Hauptrollen die mangelnde Authentizität des Filmes ein Stück weit wieder wett."

12. September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • film-dienst 19/2005

Horst Peter Koll sieht bereits eine Produktpalette 'Corinne Hofmann in Kenia', die nun um einen Kinofilm ergänzt wird. Dabei erschließt die Regisseurin "betont 'großes' und aufwändiges, an Originalschauplätzen in Kenia entstandenes Drama weitere Sichtweisen – nicht als dokumentarische Annäherung an einen immer noch fremden Kontinent, sondern als Fundus für dramatisches, phasenweise spannendes, stets emotionsbetontes Abenteuerkino ... was sich im exotischen Flair eines touristischen Reiseprospekts in purem Kitsch hätte auflösen können, wird zum gestandenen Kinoabenteuer mit atmosphärisch dichten, ansprechend komponierten und fotografierten afrikanischen Landschafts- und Städtepanoramen."

September 2005 | DIE WEISSE MASSAI • Kritik • filmz.de

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