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KLASSENLEBEN

KLASSENLEBEN

Regie Hubertus Siegert
Kinostart 01.09.2005

Kritiken • KLASSENLEBEN

01. September 2005 | KLASSENLEBEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Silvia Hallensleben vermeidet der Regisseur sentimentale Niedlichkeiten. Die Dokumentation "eröffnet dem Zuschauer eine außergewöhnlich lebendige Schulwelt. Siegerts behutsam inszenierter Film beobachtet, wie die Kinder zwischen Klassenzimmer und Schulhof agieren, begleitet Unterricht, Ausflüge und Notenvergabe. Dabei interessiert die Integration der behinderten Kinder bald weniger als das soziale Lernen zwischen Geometrie und Rollenspiel. Erstaunlich auch, mit welch emotionaler Reife die Elfjährigen immer wieder ihre eigene Situation reflektieren. ... KLASSENLEBEN nimmt seine Protagonisten ernst und überzeugt durch die Integrität und Demut, mit der das Filmische hinter den Akteuren zurücktritt."

01. September 2005 | KLASSENLEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Mit größter Selbstverständlichkeit führt der Regisseur laut Daniela Pogade den Schulalltag vor. "Die Kamera übt große Zurückhaltung. Sie verfolgt das Unterrichtsgeschehen so passiv wie ein Referendar in der Hinterbank. Keines der Kinder spricht direkt in die Kamera, ihre Äußerungen wurden als Voice-over über die Bilder aus dem Klassengeschehen gelegt. Die speziellen Lebensumstände der Schüler werden nicht vorgestellt; so ist nicht im Detail zu erfahren, welche Kinder unter welcher Art von Behinderung leiden. Eine Abgrenzung der "einen" von den "anderen" soll augenscheinlich vermieden werden. ... Ohne große Statements oder Diskurse zeigt Siegerts Film dass Integration keineswegs nur mildtätige Herablassung ist, sondern die Möglichkeit, eine bessere, verständigere Gesellschaft herzustellen."

01. September 2005 | KLASSENLEBEN • Kritik • Die Tageszeitung

Schonungslos nennt Sebastian Frenzel KLASSENLEBEN. Der Film "wird seinem Titel vollauf gerecht, denn jenseits von pädagogischen Konzepten schafft der Film ein Bewusstsein für die ungemeine Komplexität, mit der die Schule und jeder Schüler selbst fertig werden müssen. Ein Film, der ohne Kitsch schildert, was es für die Schüler heißt, mit Behinderungen und mit Krankheit konfrontiert zu sein. Und der wunderschön und todtraurig zugleich ist."

30. August 2005 | KLASSENLEBEN • Kritik • film-dienst 18/2005

Leider erreicht die Dokumentation kaum Kinoformat, meint Stefan Volk, der sie aber auch lobt. "Die meiste Zeit über hält sich das Filmteam im Hintergrund, verschwindet hinter Beobachtungen: die aufmerksame Kamera auf Kinderhöhe als unsichtbare Mitschülerin. ... Am Ende des Filmes besteht jedoch kein Zweifel, dass für Regisseur Siegert das Erziehungskonzept an der Fläming-Schule einer solchen fehlgeleiteten Pädagogik entgegenarbeitet. Siegert äußerte, er wolle mit seinem Film einen Beitrag zur Bildungsdebatte leisten; einen Gegenbeitrag, könnte man spezifizieren."

22. Juni 2004 | KLASSENLEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Torsten Wahl berichtet von den Dreharbeiten.

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