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11:14

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Regie Greg Marcks
Kinostart 01.09.2005

Kritiken • 11:14

06. September 2005 | 11:14 • Kritik • Die Tageszeitung

Als filmisches Independent-Juwel bezeichnet Dietmar Kammerer den Film. "Wie in einem überdrehten Uhrwerk rattern die Ereignisse in dieser Nacht ab, mit fataler Präzision verbindet Regisseur und Drehbuchautor Greg Marcks die Handlungsfäden und Schauplätze ... Unaufmerksamkeit am Steuer ist der Auslöser einer ganzen Kette von unglücklichen Kollisionen in dieser intelligenten, rabenschwarzen Komödie, die fünf verschiedene Perspektiven solange miteinander verwickelt, bis zwei Leichen, eine Bowlingkugel, ein missglückter Raubüberfall und ein abgerissener Körperteil auf der Strecke bleiben. Der Film scheint angetreten, die Gültigkeit von Murphys Gesetz zu beweisen: Wenn etwas schief gehen kann, dann wird es auch schief gehen, und zwar noch um einiges gründlicher."

04. September 2005 | 11:14 • Kritik • Der Spiegel

Nina Rehfeld spricht mit dem amerikanischen Jungregisseur und Drehbuchautor Greg Marcks über Hollywood-Poker, abgetrennte Geschlechtsteile und Menschenfeindlichkeit.

01. September 2005 | 11:14 • Kritik • Der Tagesspiegel

Eine Menge Blödheit hat sich hier versammelt, schreibt Christian Schröder. "Zielsicher folgt die Dramaturgie des Films Murphys Gesetz, wonach auch aus einem kleinen Fehler der größtmögliche Schaden entstehen kann. Regisseur Marcks ... macht in seinem Langfilmdebüt einen typischen Anfängerfehler: Er will zu viel auf einmal. Er knüpft die losen Fäden der Erzählung so aneinander, dass die Hauptfiguren einer Episode in der nächsten Episode als Nebenfiguren wieder auftauchen. Daraus wird aber kein kunstvoll verschachteltes Gesellschaftspanorama wie in SHORT CUTS oder L.A.CRASH, sondern bloß ein angestrengt lustiges Panoptikum schräger Typen."

01. September 2005 | 11:14 • Kritik • Berliner Zeitung

Philipp Bühler empfindet es als Clou, daß der Regisseur die vertrackt verwobenen Episoden rückwärts erzählt. "Tatsächlich könnte man jederzeit in Marcks Film einsteigen und, wie zu Kintopps Zeiten, beim eigenen Einsatz aufhören. Man würde genau soviel oder sowenig kapieren und selbst nach dutzendmaligem Sehen keinen einzigen Fehler finden. 11:14 ist perfekt komponiert, keine Frage. ... Alles hat hier eine Konsequenz, und das ist vielleicht die einzige Schwäche des Films. Strikt durcherzählt, neigt er zur Formelhaftigkeit."

01. September 2005 | 11:14 • Kritik • Frankfurter Rundschau

Kino als Katharsis, vielleicht aber auch nur etwas billiger Voyeurismus vermutet Rüdiger Suchsland. "Auf den zweiten Blick erscheint auch das Erzählverfahren reichlich banal, fast schon als Taschenspielertrick, mit dem Bedeutung und Komplexität vor allem vorgetäuscht werden. Genau genommen vertäut 11:14 nur fünf für sich genommen mäßig interessante Kurzfilme, denen der Regisseur zu Recht nicht vertraut. Auch die Umdrehung der Chronologie, mit der sich 11:14 im Krebsgang à la MEMENTO zu seinem auch nicht wirklich überraschenden Ende fortbewegt, erscheint vor allem prätentiös. Immerhin besticht der Film durch seine Darsteller."

01. September 2005 | 11:14 • Kritik • Frankfurter Rundschau

Volker Mazassek empfiehlt die Rückspultaste, wenn jemand nicht durchblickt. "Intelligent, witzig und vor allem überraschend elegant konstruiert, bietet 11:14 Vergnügen auf mehreren Ebenen: als Krimi, als Komödie, als Reflexion über Zufall und Schicksal, Berechnung, Chaos und das Kuddelmuddel des Lebens. Seinen Augen darf man nicht immer trauen. Wer hier ein armer Tropf ist und wer ein schlimmer Finger - das wird erst am Ende klar."

31. August 2005 | 11:14 • Kritik • fluter.de

Originell nennt Stefanie Zobl den Film. "Regisseur und Autor Greg Marcks ist mit seinem furiosen Debüt eine raffinierte filmische, von skurrilen Details nur so strotzende Konstruktion gelungen, die in ihrer Form mit Christopher Nolans MEMENTO (2000) oder IRREVERSIBEL (2002) von Gaspar Noé vergleichbar ist. Allerdings ist hier der Grundton nicht so abgrundtief düster und der schwarze Humor macht den Film sehr unterhaltsam."

30. August 2005 | 11:14 • Kritik • film-dienst 18/2005

Für Jens Hinrichsen ist 11:14 ein raffiniertes Versuchslabyrinth, in dem sich eine Hand voll Figuren bekriegt, begegnet oder verpasst. Der Zuschauer "geht nach und nach ein Licht auf. Das ist das Aufregende an 11:14 - seine Struktur. Fünfmal setzt die Erzählung neu an, jeweils aus anderem Blickwinkel. Zu jeder Wiederholung wird zudem einige Minuten weiter zurückgespult, sodass sich eine Ursache nach der anderen klärt, bis alle Puzzlestücke ein übersichtliches Bild ergeben. Trotz der sumpfigen Moral seiner Protagonisten geht Greg Marcks gleichsam aufklärerisch-positivistisch an sein Geschichtenknäuel heran. Keine Frage bleibt offen."

29. August 2005 | 11:14 • Kritik • br-online.de

Verschachtelt wie ein Puzzle findet Florian Kummert den Film. "11:14 ist ein Schatzkästlein mit einem verschlungenen Plot, bösartiger Unterhaltung und staubtrockenem Humor. Trotz der Episodenform gelingt dem Film eine genaue Charakterzeichnung von gebrochenen Existenzen, die sich durch ihre Taten immer weiter ins eigene Verderben stürzen. Und wir als Zuschauer amüsieren uns dabei königlich. Wie Greg Marcks das Episodennetz verwebt und die Zusammenhänge Szene für Szene herausarbeitet, ist für einen Erstlingsfilm beeindruckend."

25. August 2005 | 11:14 • Kritik • Junge Welt

Wie Jan Röhlk weiß, ist Patrick Swayze abgeturnt von sich selbst.

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