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THE MAN WHO COPIED

THE MAN WHO COPIED

Regie Jorge Furtado
Kinostart 01.09.2005

Kritiken • THE MAN WHO COPIED

03. September 2005 | THE MAN WHO COPIED • Kritik • Die Tageszeitung

Dietrich Kuhlbrodt ist vollauf begeistert. "dieser Film lebt von narrativen Verstößen, und zwar prima. Er nimmt seine Gestalten nur bedingt ernst, aber er liebt sie. Er setzt sie kuriosen Brüchen und Sprüngen aus. Ein wenig Sozialreportage, viel Fiktion. Vergangenes kommt als Comic-Animation. Wertvolles wird ellenlang gelesen (Shakespeares Sonette). Der Kopierer spuckt Texte von Keith Haring und Andy Warhol aus. Die narrative Collage bringt Komödie, Tragödie, Liebesgeschichte, Action und Pseudo-"Tatort"-TV zusammen , durchsetzt mit einem eventuell ernst gemeinten moralischen Dauerdialog vor einer seeschifftauglichen Monsterhubbrücke in dramatischer Tätigkeit. ... Das brasilianische Kino bringt's. Witzig, klug, überraschend, berührend, frech und mutwillig. Ein Charakterfilm."

01. September 2005 | THE MAN WHO COPIED • Kritik • Berliner Zeitung

Knut Elstermann ist etwas traurig, weil der Regisseur seiner Hauptfigur und dem Zuschauer nicht vertraut. "Mitten im Film wechselt er plötzlich die Gangart, aus Andrés sympathischem Schlendern wird ein gehetztes Rennen, bei dem sein Charme auf der Strecke bleibt. Der Regisseur schickt den Jungen auf einen Bankraub, überschüttet ihn mit Reichtum, mutet ihm Schusswaffengebrauch und sich überschlagende, zum Teil blutige Ereignisse zu, die nur noch sattsam bekannte Erzählmuster nachahmen. So verkommt ein Film, der als schönes Original begann, zusehends zu einer faden Kopie."

31. August 2005 | THE MAN WHO COPIED • Kritik • fluter.de

Es wird einiges geboten in diesem Film, meint Thomas Winkler. "Allerdings ist der Film von Jorge Furtado dabei noch weit entfernt von CITY OF GOD, der so bildmächtigen wie blutigen Bestandsaufnahme einer maroden Gesellschaft, die 2002 das brasilianische Kino endgültig auf die Landkarte setzte. Insgesamt fast ebenso sozialkritisch und politisch relevant, tut THE MAN WHO COPIED dagegen ganz harmlos und gibt sich stattdessen als stets leicht ironische, freundlich dahinplätschernde Komödie - die aber nur scheinbar keinem weh tun will, während sie mit leichter Hand und höchst unterhaltsam dann doch von den Härten des Lebens in Brasilien erzählt."

30. August 2005 | THE MAN WHO COPIED • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn ist angetan von diesem Film. "THE MAN WHO COPIED galoppiert mit Tollkühnheit durch die Filmgeschichte, erbeutet Filmrollen, Kostüme, Halbsätze und Ideale, rennt Genre-Grenzen ein und Kulissen wie Gewissheiten nieder. Furtados Collage ist eine Verführerin, die nacheinander die Romanze, das Sozialdrama, die Tragödie und den Film Noir an ihr großes Herz drückt. Dennoch bringt der Film es zuwege, in jedem Moment originell, authentisch, herzergreifend und verdammt komisch auszusehen."

30. August 2005 | THE MAN WHO COPIED • Kritik • film-dienst 18/2005

Den Gauner-Plot hat Alexandra Wach so schon vielfach gesehen, aber das spricht nicht gegen den Film. "Regisseur Furtado lässt es regelrecht darauf ankommen, die Handlung mit leicht erkennbaren Filmzitaten zu konterkarieren. Sein Problem ist nur, dass auch diese filmgeschichtlichen Verweise spätestens seit Tarantino viele Nachahmer gefunden haben, und sein Beitrag zum Metathema des postmodernen Kopierens, dem er wie sein Held verfallen ist, vor diesem Hintergrund eher dürftig ausfällt. Allen Unzulänglichkeiten zum Trotz sieht man diesem unbeschwert inszenierten, mit flotter Musik untermalten Genre-Mix gerne zu, und sei es nur, weil sich das Herz an der märchenhaften Zuversicht der Figuren erfreut, die über sich selbst hinauswachsen und ihrem Schicksal mit schelmischer List trotzen."

29. August 2005 | THE MAN WHO COPIED • Kritik • br-online.de

Als turbulent bezeichnet Heidi Reutter die Komödie. "Regisseur Jorge Furtado, der mit diesem Film seinen zweiten Abend füllenden Spielfilm präsentiert, erzählt sehr spielerisch. Immer wieder durchmischt er die Handlung mit Zeichentricksequenzen. Und er zeigt viel Gespür für die Sehnsüchte der kleinen Leute; sein Blick ist geprägt von Verständnis und Mitgefühl. Er inszeniert die Geschichte, die mit der Zeit glücklicherweise an Tempo gewinnt, mit viel Humor. Das ist vermutlich der einzig mögliche Weg. Denn ohne Humor, sagt Furtado, könne man Menschen nicht verstehen. Er nimmt seine "Helden" nicht allzu ernst, sein Interesse gilt gerade ihren Schwächen."

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