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LAND OF THE DEAD

LAND OF THE DEAD

Regie George A. Romero
Kinostart 01.09.2005

Kritiken • LAND OF THE DEAD

01. September 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • Der Tagesspiegel

Bodo Mrozek entdeckt die radikale Kritik an den USA, die der Regisseur in dem Zombie-Film versteckt hat. "Wie immer geht es ihm um mehr als nur Ekel und Grusel, für die detailfreudigen Splatterszenen braucht man dennoch einen guten Magen. ... Der bis zur letzten Sekunde spannende Actionfilm ist eine für Hollywood untypisch deutliche Amerika- und Zivilisationskritik: Die wahre Bestie ist der vermeintlich zivilisierte Mensch. Manchmal sind die blutrünstigsten Filme auch die moralischsten."

01. September 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film übt ätzende Kulturkritik, meint Bert Rebhandl. "Romero ist kein Menschenfreund. Seine Ansichten über die Gattung sind keineswegs optimistisch. So war schon der erste Teil NACHT DER LEBENDEN TOTEN eine Gelegenheit für ihn, den Rassismus und die brutalen Ausschlussmechanismen in einer wehrhaften Gesellschaft freizulegen. In LAND OF THE DEAD mischt er die Privilegien noch einmal neu: Hier sind die wenigen Glücklichen, die sich in einer Konsumfestung (einer "gated community") gegen ihre eigenen Dienstleister abschotten, denen die Drecksarbeit bleibt. Dort kommen die enteigneten Massen, unter denen sich der Tod fortpflanzt wie eine Epidemie. Die Vision von Romero hat auch 2005 nichts von ihrer Sprengkraft verloren."

01. September 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • Die Tageszeitung

Zwar kann der Regisseur an seine Vorgänger nicht anknüpfen, meint Andreas Busche, aber immerhin verläuft die Grenze weiterhin nicht zwischen Menschen und Untoten, sondern zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten. "Das ist vielleicht die größte Enttäuschung des Films. Die Idee eines Großkapitals, das sich in seinen Wolkenkratzern verbarrikadiert hat, rangiert irgendwo zwischen STIRB LANGSAM-Japanophobie und läppischen B-Movies wie RUNNING MAN. Mit unsäglichen Dialogen aus der Actionfilm-C-Liga (Asia Argento hat wahrlich Besseres verdient) und einem Faible für billige Explosionen rangiert LAND OF THE DEAD in der Nähe von John Carpenters Spätwerk. Dem Vermächtnis seiner Trilogie kann Romero damit nicht gerecht werden."

01. September 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • Junge Welt

Tina Heldt lobt den Meister George A. Romero, der überaus hartnäckig bleibt, nicht locker läßt und sein Thema weiter bearbeitet. "Im heutigen LAND OF THE DEAD haben sich die Weltverhältnisse soweit radikalisiert, daß Romeros frühere Zombiefilme noch prophetischer wirken. Nicht unbedingt ästhetisch, längst ist er, wohlwissend, daß der kranke und treffende Humor der 1970er kaum mehr zu übertreffen ist, bei einer altersschlaffen Form der Selbstparodie angekommen, die lediglich einer wieder neuen Generation von Konsumenten einen Abglanz vom Zeugnis seiner Prophetie liefern kann. Nein, radikalisiert hat sich nicht so sehr Romeros Werk, sondern eher die allgemeine Zombiehaftigkeit der Weltlage und der Gemüter."

31. August 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • Der Spiegel

Eine bissige Parabel auf Kapitalismus und soziale Ungerechtigkeit präsentiert laut David Kleingers der Regisseur, dessen "einst revolutionärer Ansatz - Splatterfilme mit linksliberaler Agenda - noch immer über subversive Sprengkraft verfügt. ... LAND OF THE DEAD [ist] letztlich der lebensbejahendste von Romeros amerikanischen Alpträumen, denn neben optimistischen Momenten der Solidarität unter den verbliebenen Menschen gibt es am Ende gar die zarte Hoffnung auf Verständigung zwischen Lebenden und Untoten. Sich selbst im dämonisierten Anderen wiederzuerkennen ist die größte Leistung der Helden eines Horrorfilms alter Schule, der die Mechanismen der Ausbeutung mit den Mitteln der Splatterkinos anprangert."

31. August 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • fluter.de

Es spritz kräftig Blut und Ernst Kramer will nicht entscheiden, ob dies gut oder schlecht ist. "Aber Romeros filmisches Schaffen nach dem reinen Blutgehalt zu bewerten, hieße, ihm großes Unrecht zu tun. ... Romeros Filme wirken über eine treffsichere Mixtur von apokalyptischer Stimmung, Underground-Flair und dem lustvollen Erkunden menschlichen Verhaltens in Extremsituationen. Vergisst man die Schauwerte, treten realistisch und mitunter liebevoll gezeichnete Charaktere zutage."

30. August 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • Frankfurter Rundschau

Erstmals hat sich der Begründer des modernen Zombie-Kinos ganz den dunkelsten Tönen der Farbpalette zugewandt, schreibt Sascha Westphal. "Statt der poppigen Farben von Dawn und der strahlenden, antiseptischen Weiß- und Grautöne von DAY dominieren nun fahle, von Fäulnis und Verfall zeugende Gelb- und Grüntöne neben fast jeden Lichtstrahl verschluckenden Erdfarben. ... [Der Regisseur] hält an seinem schon im Kontext von Night und Dawn entwickelten Stil fest und setzt eher auf die Macht von Tiefenschärfe-Effekten als auf die schneller Kamerabewegungen. Selbst in ihren dynamischsten Actionmomenten besticht Romeros Vision durch eine klare Komposition und räumliche Übersichtlichkeit, die es ihm ermöglichen, seine komplexen politischen Ideen rein visuell auszubreiten."

30. August 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • film-dienst 18/2005

Laut Frank Mehring nutzt der Film "die Metapher der lebenden Toten, um die aktuelle Befindlichkeit von Heimatschutz, Patriotismus und Präventivkrieg in eine Anti-Utopie zu übersetzen. ... Romero hält auch 20 Jahre nach DAY OF THE DEAD in seiner jüngsten Fortsetzung an der ursprünglichen Vision fest. Dies hat zur Folge, dass Erzähltechnik und Ästhetik wenig innovativ sind. Doch allein die Tatsache, dass ein reinrassiger Splatterfilm nun in den Multiplexen Einzug hält, ist sensationell genug. Stichworte wie Homeland Security, Patriot Act, Irakkrieg und Menschenrechtsverletzungen prägen das an Brecht erinnernde Lehrstück."

29. August 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • br-online.de

Als kleines, dunkel schimmerndes Horrorjuwel bezeichnet Florian Kummert LAND OF THE DEAD. Der Filmemacher "hat mit LAND OF THE DEAD den komplexesten und auch spannendsten Zombie-Film der letzten Jahre gemacht. Gut, an die ersten beiden Teile reicht auch "Land of the Dead" nicht heran, aber Romero erweist sich immer noch als Meister des Independent-Horrors. Sein subversives Gedankengut durchzieht den ganzen Film, der es trotz der vielen, geschickt geschnittenen Actionsequenzen auch noch schafft, Rassentrennung, Klassenbewusstsein, die Kraft des Individuums und persönliche Verantwortung zu thematisieren."

05. August 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • Der Spiegel

Philipp Kohlhöfer führt ein Interview mit dem Regisseur George A. Romero.

August 2005 | LAND OF THE DEAD • Kritik • epd-Film 08/2005

Kai Mihm porträtiert den Regisseur George A. Romero.

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