| Regie | Philippe Haim |
| Kinostart | 25.08.2005 |
Ernst Kramer sagt es unumwunden: Der Regisseur entfesselt ein digital aufgepumptes Treiben ohne Sinn und Gefühl. "Schade auch, dass in 90 Minuten kein einziger Gag der dauerplappernden Protagonisten den Weg zum lachbereiten Zuschauer findet. Dabei hätte man doch einfach ein paar Zeilen Dialog aus den Comics abschreiben können. Zumindest der Auftritt von Lucky Luke (Til Schweiger) bleibt maßvoll in dieser überladenen, 27 Millionen Euro teuren Produktion: Nicht mehr als zehn Minuten lang muss er den Grashalm-kauenden Westerner geben."
Albern nennt Margret Köhler den Film. "Das sinnfreie Werk dauert knapp oder besser gesagt sehr lange 90 Minuten, langweilt mit bunten Kostümen und billigstem Witz. Ein Hit auf der nach unten offenen Peinlichkeits-Skala. Wer würde je auf die Idee kommen, Tom Gerhardt als SIEGFRIED oder Erkan und Stefan nach Frankreich zu schicken? Genauso absurd ist es, das französische Komiker-Paar auf deutsche Zuschauer loszulassen."
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Till Schweiger sieht laut Andrea Dittgen so künstlich-poppig aus wie keiner der anderen Lucky Lukes in den vorangegangen Realverfilmungen. Aber er spielt nur eine Nebenrolle. "Zwar wird in Zitaten die Filmgeschichte heftig bemüht - vor allem SPIEL MIR DAS LIEB VOM TOD - und auch sonst vieles getan, um die karge Handlung aufzupeppen, etwa mit einer Hollywood-Musical-Parodie im Saloon inklusive tanzenden Totenköpfen oder ungewöhnlich schiefe Kamerawinkel, Szenen ganz in Gelb oder ganz in Blau und anderer klassischer Farbenkitsch (Lucky Luke reitet in den Sonnenuntergang), doch das reicht nicht aus, um einen annehmbaren Film daraus zu machen. ... Was man diesem misslungenen Film indes zugute halten könnte, sind seine technischen Spielereien und seine knallige Buntheit, die jeder Farbfilm-Retro gut stehen würde."