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BEAUTIFUL BOXER

BEAUTIFUL BOXER

Regie Ekachai Uekrongtham
Kinostart 25.08.2005

Kritiken • BEAUTIFUL BOXER

25. August 2005 | BEAUTIFUL BOXER • Kritik • Berliner Zeitung

Radikal wird hier die Geschlechtergrenze überschritten, meint Bert Rebhandl. Der Film "ist als lineares Stationendrama erzählt. Ekachai Uekrongtham arbeitet sich kontinuierlich (und nach einer wahren Geschichte) durch die Biografie von Toom. Dabei geht es nicht so sehr um eine differenzierte Psychologie, denn Toom ist schon als kleines Kind auf seine spätere Geschlechterrolle festgelegt. Vielmehr geht es um Sinnbilder, in denen Ekachai Uekrongtham das Identitätsdrama mit der buddhistischen Welt versöhnt. ... BEAUTIFUL BOXER ist von einer Mission der Versöhnung beseelt, die als Feminisierung der Welt gedacht ist. Den männlichen Protest dagegen nimmt Ekachai Uekrangthom nur im Rahmen seiner Vision wahr. Dafür sind andere thailändische Boxer-Filme wie ONG BAK zuständig."

25. August 2005 | BEAUTIFUL BOXER • Kritik • Die Tageszeitung

In mancher Hinsicht scheint der Film in Richtung eines westlichen Mainstream-Publikums, glaubt Ekkehard Knörer. "Die Bilder haben stets eine gelackte, etwas unwirkliche Schönheit. Das Abendlicht auf dem Land ist eine Etüde in Grün und Orange. Der Kitsch aber verwandelt sich im lustvollen Queeren des Männersports in durchaus transgressiven Glamour. Uekrongtham folgt der üblichen Boxer-Story vom Underdog, der es im Ring allen zeigt. Als BEAUTIFUL BOXER durchkreuzt Nong Toom dann jedoch umso wirkungsvoller gleich zwei Klischees: die vom Boxer als harten wie die vom Transsexuellen als effeminierten Mann. Er modelliert seine Kämpfe zu Auftritten, imitiert die stilisierten Darstellungen der traditionellen thailändischen Likay-Oper, die er schon als Kind bewundert hat. Geschlecht erweist sich als Sache von Verkleidung, Performance und Übernahme, Verweigerung oder Umdeutung einer Rolle. Der Ring ist eine Bühne, und Nong Toom eignet sie sich selbstbewusst an."

23. August 2005 | BEAUTIFUL BOXER • Kritik • fluter.de

Für Nana A. T. Rebhan ist der Film angenehm unaufgeregt und beeindruckt durch sorgfältig choreografierte Kampfszenen. So "erinnern lediglich einige Trainingssequenzen mit sehr amerikanischer Kameraführung - aus allen Perspektiven, auf den Soundtrack geschnitten - an Boxerfilme wie ROCKY (1976) und dergleichen. Der Debütfilm des in Thailand sehr bekannten Theaterregisseurs Ekachai Uekrongtham ist eine gute Möglichkeit, in das thailändische Denken und die Geschichten dieses wundervollen Landes einzusteigen, denn er ist in seiner ganzen Machart für ein europäisches Publikum leicht zugänglich."

August 2005 | BEAUTIFUL BOXER • Kritik • film-dienst 17/2005

Mitunter sind es ziemlich abwegige Geschichten, die das wirkliche Leben erzählt, meint Jörg Gerle. Der Regisseur "gestaltet das Drehbuch gemäß eines auch in der westlichen Hemisphäre gut nachvollziehbaren klassischen Sportdramas à la ROCKY und verbrämt es mit melodramatischen Sentenzen, die im asiatischen Raum ziemlich beliebt sind, hierzulande aber häufig als pathetisch empfunden werden. Nicht zuletzt dem charismatischen Spiel des Hauptdarstellers Asanee Suwan ist zu verdanken, dass das emotionale Wechselbad nicht in eine schwülstige Selbstfindungsgeschichte mündet."

August 2005 | BEAUTIFUL BOXER • Kritik • filmz.de

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