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URLAUB VOM LEBEN

URLAUB VOM LEBEN

Regie Neele Leana Vollmar
Kinostart 02.02.2006

Kritiken • URLAUB VOM LEBEN

06. Februar 2006 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • Die Tageszeitung

Für Claudia Lenssen ist URLAUB VOM LEBEN eine romantische Sinnfindungsparabel mit Sinn für Exzentrik. "Gustav Peter Wöhler spielt den Köster in der Midlife-Krise mit dem ganzen Gewicht seiner Korpulenz und einem erschrockenen Mondgesicht. ... Das Drehbuch von Janko Haschemian setzt sich über das Zeitgeistthema Nummer eins hinweg und fragt stattdessen, was man jenseits von Arbeit eigentlich mit dem Leben anzufangen weiß. Mit Sinn fürs Exzentrische und reichlich Sympathiebonus gegenüber gestressten 40-somethings ist der Film damit beinahe doch wieder auf der Höhe der Zeit."

02. Februar 2006 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Still mit Stil nennt Philipp Bühler den Film. "Nicht gerade originell scheint die Idee, den scheuen Rolf mit Meret Becker als lebenslustiger Taxifahrerin zu konfrontieren. Aber es hat schon seinen Grund, dass Neele Leana Vollmar zuletzt auf den Hofer Filmtagen viel Lob einstecken durfte. Die Absolventin der Filmakademie Baden-Württemberg wählt jedes Bild mit Bedacht, setzt keinen Schnitt zu früh und hat mit ruhigen, langen Einstellungen den Stil gefunden, der zur Geschichte passt. Es ist ja ein selten gewordenes Glücksgefühl, wenn da jemand mal wieder ein Stativ benutzt."

02. Februar 2006 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film könnte auch viel schlechter sein, meint Wilfried Hippen. "Da drohen an allen Seiten die Klischees und dramaturgischen Konventionen, und eine der großen Überraschungen des Film ist es, wie souverän die junge Regisseurin diese Untiefen bei ihrem ersten Langfilm vermeidet. Sie vermeidet das Offensichtliche, erzählt eher indirekt und vertraut darauf, dass das Publikum aufmerksam genug ist, kleine Gesten und Andeutungen zu verstehen. Diese sind dann aber so genau beobachtet und geschickt gesetzt, dass sie viel wirkungsvoller sind als die sonst üblichen hochdramatischen Szenen."

02. Februar 2006 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Ein Bravourstück verschrobener Menschlichkeit sah Heike Kühn. "URLAUB VOM LEBEN ist ein Film, der die Dinge nicht komplizierter macht, als sie sind. Lieber offenbart Regisseurin Neele Leana Vollmar ihr Gespür für die unsichtbaren Gummiwände des Alltags in originellen Bildkomposition und einer schwungvollen Schauspielerführung. ... Die wundersame Fügung einer Beziehung, die sich weder den Gesetzen der erotischen Ökonomie noch des moralischen Profits aussetzt, die nicht aufgeht in Geben und Nehmen, in Helfersyndrom oder Kitsch, ist der eigentliche Gewinn für Herrn Köster, Sophie und uns. Nichts Vollmundiges, schon gar kein Vollbild, das von oben bis unten mit angestrengtem Witz zugestopft ist. Zwischentöne und Zwischenbescheide, damit ist dem deutschen Film bestens gedient."

02. Februar 2006 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Lakonie scheint eine neue Qualität des deutschen Films zu sein behauptet Christiane Peitz. "URLAUB VOM LEBEN kommt in einer ähnlichen Tonart daher wie Andreas Dresens SOMMER VORM BALKON, mit ähnlich treffsicheren Dialogen. Die junge Regisseurin Neele Leana Vollmar zeigt deutsche Loser auf so stillvergnügte Weise, dass jeder, bei dem es schon mal kriselte, sich wiedererkennt."

31. Januar 2006 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • film-dienst 03/2006

Die Komödie will laut Alexandra Wach - ganz gegen den Trend - weismachen, daß in der Arbeitslosigkeit Glück liegen kann. "Vielleicht ist das Unzeitgemäße der melancholisch wohldosierten Erweckungsgeschichte von URLAUB VOM LEBEN auch der Grund dafür, dass man dem auf hohem Niveau jammernden Helden das Mitgefühl verweigert und seinen durch die Berufstätigkeit der Frau abgefederten Befreiungsschlag nicht so recht goutieren möchte. Obwohl die Grundkonstellation des allzu harmoniesüchtigen Langfilmdebüts der 28-jährigen Neele Leana Vollmar wenig überzeugt, sind es die präzisen Beobachtungen der an einem Phantomschmerz leidenden Figuren, die für den Mangel an großer Kinogeste samt der nötigen Fallhöhe entschädigen."

31. Januar 2006 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • br-online.de

Die frische Komödie ist laut Andrea Mirbeth recht charmant. "Charakteristisch für diesen Film sind lange Einstellungen, die Bilder sind durchkomponiert. Eine ruhige Erzählweise ist Neele Vollmar eigen, sie vertraut ihren Hauptdarstellern. Wobei, und da möchte man doch ein wenig Kritik üben, sie hätte ihrer Geschichte und ihren Figuren ruhig noch mehr vertrauen können. Mehr Mut beim Inszenieren, ein wenig mehr Lebendigkeit bei Kamera und Schnitt hätten nicht geschadet. Dennoch: Insgesamt ein sehr gelungenes Spielfilm-Debüt!"

31. Januar 2006 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • fluter.de

So ausgelatscht das Grundthema – bürgerliche Existenz überwindet die Begrenztheit des eigenen Alltagstrotts –, so liebevoll ist dessen Ausgestaltung, schreibt Michael Brake. "Neele Lena Vollmar gibt ihrer Geschichte und ihren Schauspielern/inen Zeit, und diese wissen sie zu nutzen. All die kleinen Macken und Verschrobenheiten der Charaktere kommen so wunderbar zur Geltung, ohne sie dabei bloßzustellen. Nebenstränge, etwa die Sorge von Rolfs Tochter Berit, dass ihr Vater langsam verrückt wird, fügen sich gelungen in die Erzählung ein. Zwischen all dem findet sich dezenter Humor – wie so gern bei diesen fürs derzeitige deutsche Independent-Kino so typischen kleinen Erzählungen aus dem Alltag unspektakulärer Menschen."

22. Januar 2006 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Schauspieler Gustav Peter Wöhler schmeckt nach Marzipan-Rhabarber-Schmand-Baiser, meint Susanne Kippenberger.

01. November 2005 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel hat der Film nicht wirklich gefallen. "Das brave Werk, gedreht fürs kleine Fernsehspiel des ZDF von der Regisseurin Neele Leana Vollmar, buchstabiert sich nett durchs ABC eines sympathischen Verlierertums, aber bietet null Überraschungen."

01. November 2005 | URLAUB VOM LEBEN • Kritik • Die Tageszeitung

Für Barbara Schweizerhof ist hier "passiert, was in solchen Filmen immer passiert: Die Begegnung mit einem chaotischen Mädchen bringt die Ordnung wohltuend durcheinander. Am Ende steht ein Fazit wider den Trend: Rolf Köster ist arbeitslos, aber glücklicher, ganz nach der schal schmeckenden, aber auch wahren Parole aller Lebenskrisenbewältiger: Besser mal den Schmerz spüren als ständig betäubt sein."

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