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SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE

SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE

Regie Matías Bize
Kinostart 18.08.2005

Kritiken • SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE

23. August 2005 | SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer hat viel an Emotionen, Eklats, Eifersucht gesehen. "Man müsste versuchen, diesen Film in einem einzigen Satz zusammenzufassen, was ebenso töricht wie angemessen wäre: Genau wie der mehr oder minder unfreiwillige Kameramann erlebt der Zuschauer die Handlung ohne einen einzigen Schnitt. ... Die professionelle Erfahrung der Darsteller hat dem Vorhaben gut getan. Bei aller notwendigen Spontaneität und allem zugestandenen Raum für Improvisationen musste ein beachtliches Maß an Disziplin und Ausdauer in das Projekt investiert werden. Vier Monate sollen die Proben gedauert haben, ehe das Drama eines verpfuschten Hochzeitstages in den Kasten kommen durfte."

22. August 2005 | SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Geschichte hat für Silvia Hallensleben das Zeug zu einer echten Tragödie. "Emotionen in Überfluss. Konflikte von höchster Intensität. Doch während das übliche Kinodrama aus der Exposition langsam dem Höhepunkt zusteuert, beginnt SáBADO ä DAS HOCHZEITSTAPE gleich mit dem großen Knall. Was daran anschließt, ist eine Folge kleiner Explosionen. Ein fortlaufender Prozess der Auflösung scheinbarer Sicherheiten, durchgespielt auf höchstem energetischem Niveau. ... Gute Ideen haben viele. SáBADO zeigt, wie sehr es auf die Umsetzung ankommt, damit sich Energie und Lust auch auf das Publikum übertragen. Am Ende zeigt Bizes Film dabei auch noch, wie aus Ernüchterung Befreiung werden kann - aber nur ganz zart angedeutet."

20. August 2005 | SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film ist aus Soap-Stoffen: Liebe, Tränen, Leidenschaft, schreibt Silvia Hallensleben. "Eine sogenanntes Mockumentary, genauer: ein raffinierter minimalistischer Spielfilm. Denn SáBADO ist weit von dem entfernt, was er scheinbar dokumentiert. Die Schauspielerinnen agieren zwar unter ihren wirklichen Namen. Doch sie sind Profis, der Filmografie nach populäre Soap-Darstellerinnen in Chile. Der Plot ist in seinen Grundelementen genau aus solchen Serien zusammengeklaubt, in denen Antonia und Blanca sonst agieren. Der Rest ist Improvisation. Was sich für den Zuschauer schnell zu einem qualvollen Experiment entwickeln kann, funktioniert hier vorzüglich."

18. August 2005 | SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE • Kritik • Berliner Zeitung

Josef Schnelle spricht mit Mathías Bize über seine filmische Methode.

18. August 2005 | SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE • Kritik • Neues Deutschland

Der Regisseur hat aus der Not eine Tugend gemacht, meint Marion Pietrzok. "Dabei ist ihm ein kleines Meisterwerk gelungen: Die seit 'Dogma' so in Mode gekommenen Verwacklungen sind nicht l'art pour l'art, sondern Bestandteil der Handlung selbst, schließlich geht es um ein Home-Video. Dennoch ist die Kameraführung perfekt. Noch dazu der Film in Realzeit ohne Schnitt, in einem Stück aufgenommen ist. Gefühle, selbst Nachdenklichkeit teilen sich durch die Kamerabewegungen mit. Wortlose Szenen, äußere Handlungslosigkeit sind von starker Ausdruckskraft. ... Die Grundkonstellation in der Geschichte geht zwar eigentlich kaum über Seifenopernniveau hinaus, aber der Furor der Schauspieler und vor allem Blanca Lewin als die Braut in allen Stimmungsnuancen eines Liebesdramas lassen das vergessen. Hier darf man dem Schein vertrauen."

18. August 2005 | SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Die Kamera als voyeuristisches Instrument ist auch in Bizes Film ein Thema. Alle Menschen, die in seiner Geschichte mit ihr konfrontiert werden, wehren sich heftig gegen den Eingriff in ihre Privatsphäre - verständlicherweise. Aber so entstehen eine große Intensität und das Gefühl, ganz nah dran zu sein. Der Zuschauer sitzt praktisch auf dem Beifahrersitz des Autos, das Blanca steuert, und bekommt hautnah mit, wie sie langsam, aber sicher verzweifelt."

17. August 2005 | SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE • Kritik • fluter.de

David Siems fragt, was SáBADO - DAS HOCHZEITSTAPE zu einem außergewöhnlichen Filmereignis? "Die Tatsache, dass der gesamte Film und die volle Länge von 65 Minuten in nur einer einzigen Einstellung gedreht wurde. Kaum zu glauben, aber die Zuschauer sind bei diesem rasanten Rachefeldzug so nah dran an den Figuren und ihren Gefühlen, dass es einem fast unangenehm wird. Eine logistische Meisterleistung allemal, ist der Debütfilm des Chilenen Matías Bize vor allem wildes, digitales, lateinamerikanisches Kino, das in seinen besten Momenten damit glänzt, traurig und komisch zugleich zu sein. Gerade der gelungene Spagat zwischen Komödie und Tragödie macht großartige Filme aus SáBADO - DAS HOCHZEITSTAPE" ist zweifellos einer, der zeigt, dass der schönste Tag im Leben einer Frau nicht unbedingt der Hochzeitstag sein muss."

August 2005 | SÁBADO - DAS HOCHZEITSTAPE • Kritik • film-dienst 17/2005

Wolfgang M. Hamdorf lobt das ungewöhnliches Film-Projekt: "eine dramatische Geschichte in Echtzeit, ununterbrochen gedreht, durchgehend gespielt und bis auf Vor- und Nachspann ohne jeden Schnitt. ... Das Resultat ist ein komplexer 65-minütiger Film, der an Situationskomik und Realismus weit über das Gros des chilenischen Films hinausragt und nur wenig mit den häufig von lokalem Humor dominierten chilenischen Lustspielen zu tun hat; eine dramatische Komödie über die Irrwege der Liebe und gesellschaftliche Konventionen, angesiedelt in der oberen Mittelschicht."

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