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DIE ZEIT DER ROTEN NELKEN

DIE ZEIT DER ROTEN NELKEN

Regie Heidi Specogna
Kinostart 11.08.2005

Kritiken • DIE ZEIT DER ROTEN NELKEN

17. August 2005 | DIE ZEIT DER ROTEN NELKEN • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker hat durch den Film die Größe und Fatalität des 20. Jahrhunderts verstanden. "Leider traut sich nun auch Heidi Specogna nicht, das betonfeste Weltbild Nadja Bunkes anzukratzen. Wie schafft das eine Mutter, erst aus der toten Tochter eine Ikone zu machen und dann auch noch zu bestimmen, wie sie angebetet wird? Eine lebensausfüllende Tätigkeit. Trotzdem lohnt es sich, diesen Film zu sehen. Eine neunzigjährige Frau zwingt einer jungen Filmemacherin (West) ihre Weltsicht auf. Respekt für diesen Kraftakt. Woher diese Kraft kommt, zeigt der Film auch."

11. August 2005 | DIE ZEIT DER ROTEN NELKEN • Kritik • Junge Welt

Das Leben von Nadja Bunke paßt in kein Muster, schreibt Arnold Schölzel. "Die Autorin agiert mit Respekt, wahrt aber auch jene Distanz, die nötig ist, um einen solchen Film, zumal in Spielfilmlänge, tragfähig zu machen."

11. August 2005 | DIE ZEIT DER ROTEN NELKEN • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Birgit Walter hat die schweizerische Filmmacherin wenig Ahnung von der DDR, der Aufbauzeit. "Wenn dieser Film DIE ZEIT DER ROTEN NELKEN irgendeinen Sinn haben sollte, dann den, die unerschütterliche Haltung einer in der Wolle gefärbten Kommunistin zu illustrieren. ... Es ist denunzierend, eine Greisin in einem 98-Minuten-Film unentwegt in Nahaufnahme abzubilden mit ihren ungepflegten, strubbeligen Haaren, dazu noch einen offenbar beginnenden Altersstarrsinn einzufangen. Nicht Nadja Bunke ist eine Person der Zeitgeschichte, sondern ihre Tochter. Und der Film ist ein interessantes Dokument für ihre Hinterbliebenen, nicht aber für einen Kinozuschauer, der hier mit zweifelhaften Informationen überschüttet wird."

10. August 2005 | DIE ZEIT DER ROTEN NELKEN • Kritik • fluter.de

Für Susanne Gupta bleibt Nadja Bunke ein Fossil, unbeirrbar in ihren Überzeugungen. "Die Regisseurin Specogna klagt nicht an, will die Protagonistin auch nicht vorführen, sondern nähert sich ihr behutsam, neugierig, bis ihr Gedankengebäude anfängt zu wackeln. Das sind die stärksten Momente. Am 7. Februar 2003 starb Nadja Bunke. Der Film bleibt ein unverfälschtes Zeitdokument und ehrliches Porträt einer bis zum Tode überzeugten Kommunistin."

10. August 2005 | DIE ZEIT DER ROTEN NELKEN • Kritik • Die Tageszeitung

Würde Tamara Bunke noch leben, hätte sie den Film verbieten lassen: Die Regisseurin Heide Specogna hat nämlich keine Ahnung vom Sozialismus, schreibt Jörg Sundermeier. "Problematisch an DIE ZEIT DER ROTEN NELKEN ist, dass die Regisseurin nichts über den Kommunismus weiß und stets nur die Menschen sieht. Diese Menschen aber, will man es dramatisch ausdrücken, hat der Sozialismus als Individuen auszulöschen. Sie alle geben notfalls ihr Leben zur Befreiung aller. ... Doch wenn man sich nicht mit der Geschichte, sondern nur mit dem Menschen beschäftigen will, kommt so ein Mist heraus."

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