"In seinem beinah dokumentarischen Stil hebt sich WARUM LäUFT HERR R. AMOK? stark vom restlichen Werk seines Regisseurs ab", schreibt Maurice Lahde. "In jedem Fall versagt WARUM LäUFT HERR R. AMOK? Figuren wie Zuschauern den Ausweg in das stilisierte Schwarzweiß seiner Vorgängerfilme, und in Farbe kommt das Grau der BRD der frühen 70er viel ungeschönter zum Vorschein. Noch mehr Tristesse erzeugt dieser Stil auf akustischer Ebene: Das Deprimierendste beim Zuschauen ist die Gewissheit, dass zufällig mitgeschnittene Gespräche in realen Büros und Wohnstuben sich wohl ganz ähnlich angehört hätten."
Diese künstlerische Vision ist für Steffen Wagner auch fast vierzig Jahre später immer noch brillant. "Der Film zeigt eine Reihe von Alltagsszenen aus Herrn Rs. Leben. Wie Michael Fengler nach dem Film erzählte, wurden die Dialoge bewusst nur skizziert, die Regieanweisungen waren minimal. Mit den alltäglichen, nicht gebauten Sets (Wohnzimmer, Büro, Kneipe), dem nicht nachbearbeitetem Ton und dem fast durchgängig natürlichen Licht, ergibt das einen Reportagestil, der Interesse weckt und zusammen mit dem unheilverkündenden Titel eine große Spannung erzeugt."