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ÖFFNE MEINE AUGEN

ÖFFNE MEINE AUGEN

Regie Icíar Bollaín
Kinostart 04.08.2005

Kritiken • ÖFFNE MEINE AUGEN

06. August 2005 | ÖFFNE MEINE AUGEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann lobt den kargen Film als großartig. "Wie ein Pendel bewegt sich der Film hin und her: Hoffnung und Gewalt, Flucht und Liebe, auf und ab. Das trägt erstaunlich lang: Weil der Film nicht nur von Gewalt in der Ehe erzählt, sondern von dem von beiden Partnern ersehnten Ende der Gewalt. Und weil er mit der Hoffnung des Zuschauers spielt. Man glaubt Antonio (Luis Tosnar, bekannt aus MONTAGS IN DER SONNE) seinen Wunsch, sich zu ändern, weil man es glauben will, man glaubt es schon deshalb, weil er einfach bezaubernd sein kann: zärtlich, liebevoll, sensibel."

04. August 2005 | ÖFFNE MEINE AUGEN • Kritik • Berliner Zeitung

Gewalt in der Ehe ist ebenso schäbig wie alltäglich, meint Christina Bylow. Die Regisseurin "versucht nicht, dieser Schäbigkeit auszuweichen, in dem sie die Geschichte mit einer Aura von besonderer Sexualität umgibt. Im Bett können Pilar und Antonio ganz gut miteinander - sonst nicht. Es gibt kein Gefasel von Hörigkeit und sadomasochistischen Spielarten in diesem Film. ... ÖFFNE MEINE AUGEN ist vor allem ein Film über die Bedürftigkeit dieser Männer, ohne die Leiden ihrer Opfer zu missachten. Laia Marull und Luis Tosar spielen dabei bewegend und über alle Thesenhaftigkeit hinweg ein verzweifeltes, hilfloses Ehegespann, das einmal ein Liebespaar war."

04. August 2005 | ÖFFNE MEINE AUGEN • Kritik • Neues Deutschland

Für Gunnar Decker dämpft die Ehe wirkungsvoll die Triebe.(!?) "Nach diesem Film verstehen wir Pilar, warum sie so zögert, Antonio für immer zu verlassen. Und wir verstehen sie auch überhaupt nicht, wir auf Distanz und Selbstschutz Bedachten. Es ist bei ihr mehr als Angst und mehr als Gewohnheit: Selbstachtungsdefekte, die sie für Liebesopfer hält. Ein Mysterium? Nein, bloß ein Martyrium. Aus diesem Kreislauf der Ohnmacht sind immer die schlimmsten Tragödien gemacht; die stillen, die keiner bemerkt."

03. August 2005 | ÖFFNE MEINE AUGEN • Kritik • fluter.de

Für Claudia Hennen wird jenseits üblicher Täter-Opfer-Schemata eine Geschichte um Gewalt in der Ehe erzählt. "Der Originaltitel des Films "Te doy mis ojos" heißt übersetzt: "Ich schenke dir meine Augen". Diese tiefere Bedeutung wird in einer ambivalenten Liebesszene des Films deutlich, wo sich leidenschaftliche Hingabe als krankhafte Selbstaufopferung erweist, und Pilar schließlich riskiert, auch ihre Seele - oder besser: ihre menschliche Würde - zu "verschenken". Der Film verzichtet auf die Darstellung körperlicher Gewalt, macht aber durch die großartige schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller Laia Marull und Luis Tosar psychische Demütigungen und Verletzungen auf eindringliche Weise erfahrbar."

August 2005 | ÖFFNE MEINE AUGEN • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

August 2005 | ÖFFNE MEINE AUGEN • Kritik • br-online.de

Schön, selten, mutig und ehrlich nennt Thilo Wydra den Film. Das Filmteam versucht, "die Problematik einzukreisen, versuchen vor allem, beide Seiten, die des "Opfers" und die des "Täters" zu beleuchten, ja, auch kritisch zu hinterfragen. Das macht dieses wunderbare, so sehr bewegende, authentisch anmutende Liebesdrama so glaubwürdig - es ist frei von Vorurteilen und Wertungen. ... ÖFFNE MEINE AUGEN hat den Mut zu Gefühlen - die nie kitschig oder pathetisch oder klischeehaft daher kommen - getragen von den beiden Hauptdarstellern Laia Marull und Luis Tosar, getragen auch von einem guten, stringenten Drehbuch und einer behutsamen Inszenierung. Ein leiser Film, über die Grenzen und Tiefen menschlichen Zusammenseins."

August 2005 | ÖFFNE MEINE AUGEN • Kritik • film-dienst 16/2005

Laut Wolfgang M. Hamdorf lebt der Film in ganz besonderem Maße von der Leistung der Hauptdarsteller. "Die Stärke des Films liegt in der Vielschichtigkeit der beiden Hauptfiguren. Bereits der Filmtitel spielt mit der gegenseitigen psychischen Abhängigkeit, ist eine zärtliche Formel zwischen Pilar und Antonio. ... Iciar Bollaín vermeidet jede voyeuristische Gewaltdarstellung. Ihr Film beeindruckt durch die kontinuierliche Spannung, die über das faszinierende Zusammenspiel der Hauptdarsteller entsteht. ÖFFNE MEINE AUGEN ist eine grausame und ergreifend hoffnungslose Liebesgeschichte über eine fatale Mischung aus Zärtlichkeit, Aggression und Minderwertigkeitsgefühlen, und über die Einsamkeit, die die häusliche Gewalt noch unerträglicher macht."

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