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DER EWIGE GÄRTNER

DER EWIGE GÄRTNER

Regie Fernando Meirelles
Kinostart 12.01.2006

Kritiken • DER EWIGE GÄRTNER

14. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Berliner Zeitung

Christian Aust spricht mit Schauspieler Ralph Fiennes über Gartenarbeit, Liebesszenen im Kino und durchschnittliche Romantik.

13. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Der Freitag

Gerhard Midding hat über John Le Carré und die Metamorphosen eines Genres nachgedacht. "Die Le Carré-Verfilmungen konstatieren einen engen inneren Zusammenhang zwischen individueller Verzweiflung und der Existenz totalitärer Regimes; die Helden von DAS RUSSLAND HAUS und DER SCHNEIDER VON PANAMA tragen leichter an ihrer Melancholie. DER EWIGE GÄRTNER schildert einen Reifungsprozess, bei dem Quayle sein privates wie politisches Phlegma aufgibt und Tessas Engagement nach ihrem Tod als ein Mandat annimmt."

12. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Berliner Zeitung

Diplomatie und Qualitätskino passen einfach hervorragend zusammen, meint Bert Rebhandl. "DER EWIGE GäRTNER ist ein engagierter Film: eine Anklage gegen den Zynismus, mit dem das Big Business die Situation in Afrika ausnützt. Zugleich ist es aber auch ein romantischer Film, eine Ode an den Edelmut, die ungeachtet der modernen Glasfassaden von London auf dem psychologischen Niveau von Karl May zelebriert wird. Der Blick auf Kenia ist von einem ratlosen Exotismus geprägt."

12. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler hat eine atemberaubende Parade britischer Schauspielkunst gesehen. "Was nun Meirelles' suggestiven Regiestil aus körnigen Farben, wuchtigen Schnitten und gekippten Kameraperspektiven anbelangt, so fügt sich der erstaunlich gut in eine Geschichte ein, die weniger von Gewissheiten als von Andeutungen lebt. Im Palimpsest aus amourösen Rückblenden und kriminalistischer Gegenwart zeigt sich die Verwandtschaft zwischen Liebe und Geheimdiplomatie: Beide basieren auf Vertrauen, und in beiden Feldern taugt der schüchterne Protagonist eigentlich nicht recht zum Helden."

12. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Andreas Busche trägt der Film deutlich die kinematografische Handschrift des Regisseurs. "Der soziale Realismus ist seine Sache jedoch nicht, auch wenn die Mobilität von Charlones Kamera den Bildern eine dokumentarische Qualität unterstellt. Eine nervöse Unruhe bestimmt diese Bilder; die Kamera findet kaum die Zeit, einmal tiefschürfender zu beobachten. Expressive Nahaufnahmen verstärken den Eindruck von Ruhelosigkeit in Meirelles' Inszenierung noch. Das Filmmaterial, das er beim Drehen verwendet, ist zudem "schnell", was den Bildern scharfe Farbkontraste und den Farben eine hypernaturalistische Sättigung verleiht."

12. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Thriller mit Trauerrand hat Julian Hanich überzeugt. "Spannung und Action werden zu zurückhaltend dosiert; zum anderen richtet DER EWIGE GäRTNER ein mindestens ebenso großes Augenmerk auf die bewegende Beziehung zwischen Quayle und Tessa. Ein Liebes-Melodram vor dem Hintergrund internationaler Politik. Das Problem dieses Erzählmusters ist die Lücke, die zwischen Vorder- und Hintergrund klaffen kann. Hier aber greifen beide Zahnräder mit so konsequenter Logik ineinander, dass man am Ende nicht weiß, was einen mehr aufgewühlt hat: die Anklage gegen den zynischen Kapitalismus und seine politischen Erfüllungsgehilfen oder die Komplikationen zweier 'star-crossed lovers'."

12. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Junge Welt

Ralf Ledebur schreibt folgendes: "Nach Auskunft des Kampagnenmitglieds Christian Wagner ist der Film durchweg realistisch: In vielen ärmeren Ländern testen Pharmaunternehmen Neuentwicklungen, ohne auf die Versuchspersonen Rücksicht zu nehmen. ... Die filmisch in Szene gesetzten Menschenversuche sind nur eine Facette des Zynismus."

12. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Der Spiegel

Das anrührend-engagierte Liebesdrama ist laut David Kleingers Politkino mit Herz. "Wie bei seinem brachial-brillanten Bildgewitter über jugendliche Straßengangster unterläuft Meirelles in "Der ewige Gärtner" konventionelle Erzähltechniken, sei es durch assoziativen Einsatz der Farbpalette, elegante Formatwechsel - wobei eigentlich klinische Webcam-Aufnahmen auf einmal eine magische Aura erhalten - oder die Auflösung linearer Schnittfolgen. Beeindruckender ist da nur noch die Konsequenz, mit welcher die vom Selbstzweck befreiten Stilmittel im emotionalen Zentrum der Geschichte geerdet werden."

11. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Jungle World

Thomas Blum kann dem Schinken nichts abgewinnen. "Bei aller Erwartbarkeit im unerschütterlich eindimensionalen Handlungsablauf ist dieser Film, was er auch gar nicht zu verbergen trachtet, vor allem eines, nämlich eine beinharte, ordentliche Romanze, und zwar eine, die sich gewaschen hat: Liebe, Leidenschaft, innige Zweisamkeit, die - nachdem es zwischendurch eine Fehlgeburt gegeben hat, damit's nicht langweilig wird und das Herz­schmerz­konto immer gut gefüllt ist - grausam zerstört wird von der sinnlos waltenden, rohen Macht des Schicksals. ... Dann nämlich ist der Zuschauer im Kino wieder versöhnt, der von dieser ganz und gar überraschungslosen Geschichte bereits furchtbar gelangweilt wäre, wenn es nicht zwischendurch immer mal wieder um die Liebe, den Verlust des geliebten Menschen, den Schmerz und die Erinnerung ginge."

11. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • fluter.de

Laut Andreas Busche besteht die große Leistung des Regisseurs darin, sich unsere (westliche) Empörung nicht mit manipulativen Bildern erschleichen zu wollen. "Doch der westliche Blickwinkel ist seit jeher bestimmend für den postkolonialen Erlebnisbericht. Man muss diese euro-zentrische Sichtweise von DER EWIGE GäRTNER zunächst kritisieren, umso mehr, da der brasilianische Regisseur Meirelles selbst aus einem so genannten Entwicklungsland stammt, wo er allerdings zur oberen Mittelschicht gehört. Doch dann ist DER EWIGE GäRTNER auch sehr genau in der Schilderung der afrikanischen Verhältnisse; selbst regionale Charakteristika wie die Ethnien der Darsteller oder die Handlungsorte werden überaus ernst genommen."

05. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Volker Mazassek reicht - zumindest im Genrefilm - eine schlichte Retrospektive, um einen schönen Effekt zu erzielen. "Quayle reist nun kreuz und quer durch die Weltgeschichte und findet weitere Hinweise. Ein Strickmuster, das man hinlänglich kennt von le Carré. Dem Film ist das nicht zuträglich. Allzu hektisch werden Themen und Orte abgehakt. Dem Zuschauer bleibt kaum Zeit, sich zurechtzufinden und ein Gefühl für die Figuren zu bekommen. Irritierend sind exotisch anmutende Panorama-Aufnahmen, die so gar nicht zum Ton der Geschichte passen und die ansonsten durchdachte Bildästhetik stören."

02. Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • film-dienst 01/2006

Einen packenden romantischen Politthriller hat Stefan Volk gesehen. "Raffiniert verflechten Caine und Meirelles über die Zeitebenen unterschiedliche dramaturgische Koloraturen. Romantische Love Story, fesselnder Thriller und aufwühlendes Politdrama finden wie selbstverständlich zueinander. Auf allen drei Feldern vermag DER EWIGE GäRTNER zu überzeugen. Die ungewöhnliche Anziehungskraft, die die widersprüchlichen, aber in sich stimmigen Hauptfiguren aufeinander ausüben, nimmt man dem Schauspielergespann Ralph Fiennes und Rachel Weisz ohne Weiteres ab. Der Thriller ist rasant, abwechslungsreich und klug erzählt, mit der nötigen Prise Action, allenfalls ein wenig verwirrend."

Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Januar 2006 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • br-online.de

Als großes Kino bezeichnet Margret Köhler dieses Mischung aus Spionage-Thriller und Liebesfilm. "Meirelles kontrastiert die kühle Welt des postkolonialen Englands mit den quirligen Märkten des schwarzen Kontinents, steife Diplomaten mit aufs Ganze gehenden Polit-Aktivisten. Wie in CITY OF GOD spürt die fiebrige Hand-Kamera dem Geschehen nach, setzt selbst in den farbenprächtigsten Bildern aus Afrika auf Authentizität statt auf Ethno-Kitsch. Die elliptische Erzählung richtet sich nach keiner Chronologie, springt vor- und rückwärts, gibt dann wieder in ruhigen Sequenzen Gelegenheit, Atem zu schöpfen und über das Gesehene zu reflektieren."

25. November 2005 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Laut Michel Bodmer wird die plausible Fiktion in einer realen, ungeschönten Kulisse verankern. "Ausgehend von einem schlanken Drehbuch von Jeffrey Caine, das auf viele Nebenfiguren und -schauplätze verzichtet und sich auf die wesentlichen Auseinandersetzungen konzentriert, richtet Meirelles sein Augenmerk auf die Protagonisten des Dramas. Ralph Fiennes ist der perfekte Darsteller für den anständigen und beruflich versierten, emotional aber hilflosen und naiven «treuen Gärtner» Justin, der zu spät erkennt, wie er Tessa zu Lebzeiten im Stich gelassen hat, und nun nach Wiedergutmachung strebt. Rachel Weisz überzeugt als junge Idealistin, deren Kompromisslosigkeit Justin ebenso sehr brüskiert wie seinen Beschützerinstinkt weckt."

10. September 2005 | DER EWIGE GÄRTNER • Kritik • Berliner Zeitung

Im Stil fragmentarischer Wucht und moribunder Erlösung hat der Regisseur laut Anke Westphal den Film erwartungsgemäß inszeniert. "In fiebrig gehetztem Up-Tempo und so genannten afrikanischen Erdtönen inszeniert Meirelles die Szenen in den Elendsvierteln und in kühlen ruhigen Blautönen diejenigen, die im westlichen Milieu spielen. Der Regisseur geht dicht ran an die Afrikaner, die der Pharmaindustrie als Wegwerftestpatienten für Wegwerfmedikamente herhalten müssen; er zoomt auf Mülldeponien ebenso wie auf Bandenterror, aber seine wohlgeordnete Ästhetik lässt den Zuschauer alles gut aushalten. Und so gerät CONSTANT GARDENER zu einem politisch ambitionierten Reisebericht, der traurig endet."

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