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BROTHERS GRIMM

BROTHERS GRIMM

Regie Terry Gilliam
Kinostart 06.10.2005
Genre Fantasyfilm

Kritiken • BROTHERS GRIMM

08. Oktober 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker beschäftigt sich ausführlich mit den Brüdern Grimm.

07. Oktober 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte spricht mit Terry Gilliam über die Aktualität der Brüder Grimm, die Weltflucht der Amerikaner und über Möglichkeiten, in Hollywood das Gruseln zu lernen.

06. Oktober 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Die Tageszeitung

Nach Jan Distelmeyer ist Terry Gilliam dem Blockbuster-Fluch erlegen. "Jedes Mal, wenn sich im Wald von Marbaden die Bäume verschieben, wenn deren Wurzeln ungläubige Eindringlinge verschlingen, ist es, als solle nun jeder Exorzismus gerächt werden. Weil BROTHERS GRIMM aber zugleich weder die Institution gewordene Ironie noch das Historisieren mit Stereotypen aufgibt, ereilt diesen Film das, was man den Blockbuster-Fluch nennen könnte: Er will allen alles sein und verliert darüber sein Herz."

06. Oktober 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Frankfurter Rundschau

BROTHERS GRIMM ist nicht nur eine Konzession ans internationale Publikum, sondern auch ein schönes Kinomärchen für den Hausgebrauch, schreibt Michael Kohler. "Überhaupt ist BROTHERS GRIMM ein sehr deutscher Film geworden, zumindest wenn man eine Neigung zu derben Scherzen und stupendem Tiefsinn für typisch deutsche Eigenschaften hält. Beides kommt bei einem munter drauflos chargierenden Ensemble nicht zu kurz und passt nicht einmal schlecht zum volkstümlichen Charakter der Grimm'schen Märchensammlung."

06. Oktober 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Sebastian Handke kann der Regisseur "seine Bildfantasie kaum zügeln, und er erfindet erneut ein eigenes Genre: die Horror-Burleske. ... Das Übel des Films ist das mechanische Drehbuch von Ehren Kruger. Gilliam erzählt seine Film-Revuen normalerweise in loser Reihenfolge, in einer Kette von stolzen, dramaturgie-vergessenen Bühnenauftritten. Hier dominiert von Anfang an Hollywoods dreiaktige Finalstruktur, die keine Umwege kennt. Gilliam und sein eigentlicher Autor Tony Grisoni haben zwar noch ausgiebig daran herumgewerkelt, doch das Chaos wirkt am Ende nicht organisch, sondern zusammengehauen."

06. Oktober 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Der Spiegel

Andreas Renner erklärt der ehemalige Monty-Python-Komiker, warum er mit Hollywood nicht kompatibel ist, und warum BROTHERS GRIMM fast an einer Petitesse gescheitert wäre.

05. Oktober 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal glaubte fast, es wäre ein toller Film. "Schließlich macht Gilliam die Brüder ja zum Teil einer Erzählung, in der sie ihren Platz erkennen müssen, noch während diese im Entstehen begriffen ist. Aber es wird dann doch keine tolle Filmerzählung, vor allem weil sich der Regisseur nicht dafür interessiert, dass die Märchensammlungen der Grimms auch politisch bedeutsam waren - in der Stärkung nationaler Identität unter heiklen historischen Bedingungen. ... So ist es das Problem des Films, dass das einzelne Bild ganz wunderbar aussieht, dass die Bilder sich aber nicht zu einem Ganzen fügen wollen - schon gar nicht zu einer märchenhaften Geschichte. Aber am Ende versteht man immerhin, was Terry Gilliam an den Brüdern Grimm denn so gereizt hat: Er versteht sie als Kollegen in puncto Special Effects."

05. Oktober 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • fluter.de

Die Idee ist hübsch, aber die Umsetzung verpufft, meint Jenni Zylka. "Anstatt sich inhaltlich auf die psychologisch, gesellschaftlich und philosophisch ungemein dankbaren Märchen zu stürzen, kapriziert sich das Ex-Monty-Python-Mitglied Gilliam auf eine leichte, mit Gags und Gruseleffekten angefüllte Unterhaltungsnummer, in der die ursprünglichen Märchen nur zitatenhaft am Rande vorkommen. Er versucht, das an sich schon verrückte Volkswissen über das langhaarige Mädchen im Turm, den verzauberten Frosch und den bösen Wolf künstlich so weit aufzupeppen, bis er mit der Hollywoodtraumfabrik mithalten kann. Stattdessen werden die Geschichten verdünnt, und die Schockessenz der Märchen geht leider verloren."

Oktober 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Oktober 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • br-online

Margret Köhler bezeichnet den Film als lautes Ausstattungskino. "Mit großer Fabulierkunst mixt der Meister Märchen, Magie und Murks. Skurrilität ist Trumpf, jeder Psychoanalytiker wird sich bei der Betrachtung der Wunschträume und des Unterbewussten freuen. Allerdings rollt das krude Sammelsurium wie ein Panzer über den Zuschauer, laute Knaller übertönen leichte Poesie, irgendwann gibt man es auf, eine Logik zu suchen oder die Gedankensprünge zu verstehen. Die Rahmenhandlung wirkt aufgesetzt. ... Lautes Ausstattungskino, bei dem Märchen-Liebhaber und -Leser zusammenzucken und sich die Augen reiben werden."

29. September 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • film-dienst 20/2005

Ein wildes und ziemlich undiszipliniertes Spiel mit modernen Mythen sah Rüdiger Suchsland. "Wenn BROTHERS GRIMM wenigstens ein echter Gilliam-Film wäre, könnte man das vielleicht noch verkraften; aber über weite Strecken bleibt vom Regisseur nur die Oberfläche seines Stils, das Barocke, Überladene und Ausgelassene um seiner selbst willen, während dessen Substanz, die Selbstreflexion oder: postmoderne 'Aufklärung über Aufklärung', verloren geht. Zu geradlinig, geistlos, unspielerisch und daher im Effekt einfach platt fällt die Handlung aus - wofür man jedoch wohl eher das Studio als den Regisseur verantwortlich machen muss."

07. September 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Die Tageszeitung

Aus jeder Szene springt Christina Nord das Spektakelkino entgegen. "Gruseleffekte, Blitze, Donner, Schießereien. Doch wer möchte sich die Erinnerung an die Grimm'schen Märchen auf banale Fantasy reduzieren lassen? ... So fühle ich mich betrogen um den Bilder- und Geschichtenspeicher meiner Kindheit."

06. September 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte sieht in Terry Gilliam einen notorischen Zweifler vor dem Herrn und den Letzte, der selbst ans Mysteriöse glauben würde. "Dies erklärt vielleicht, warum er sich in seinem eigenen Film auf niemandes Seite schlagen kann, die deutschen Märchensammler zu farblosen Serienstars degradiert und die französischen Zweifler zu harmlosen Chargen. Jedem Küchenjungen haben die alten Grimms in ihrem Hausschatz mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht. ... Gilliams Idee, seine Helden auf die Suche nach zwölf entführten Mädchen zu schicken, die allesamt Opfer Grimm'scher Übel wurden, um es schließlich mit Schneewittchens böser Stiefmutter aufzunehmen, ist zu narrensicher, um ernstlich zu bezaubern."

05. September 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Anke Westphal versetzt der Regisseur "einige Figuren aus den Grimmschen Märchen in die malerisch Schreckenswelt eines Fantasy-Spektakels und lässt sie dort ihren Schöpfern begegnen, die wiederum erst ihren Platz finden müssen in dieser Klammererzählung über Kunst und Leben. Wenn "Brothers Grimm" demnächst in deutschen Kinos startet, sollte niemand einen Kinderfilm erwarten. Und obwohl Verehrer des Ex-Monty Python Gilliam feststellen werden, dass sich Gilliams berühmt eigenwilliger Humor eher etwas sparsam auf zwei Stunden Laufzeit verteilt, war man nicht vergebens im Kino."

05. September 2005 | BROTHERS GRIMM • Kritik • Der Tagesspiegel

In dem Film bleiben die Ähnlichkeiten mit den Gebrüdern Grimm rein zufällig, meint Jan Schulz-Ojala. "Dafür rumst und zischt und knallt es ordentlich im Horror-Fantasy-Spektakel des MontyPython-Veteranen, dem hier das Kunststück gelingt, weder gruselig noch komisch zu sein. Dennoch haben die stets durchsetzungsfähigen Hollywood-Gebrüder Weinstein ihre zwei Jahre alte Produktion in den Wettbewerb am Lido gedrückt. Und damit Deutschland - als verstaubte Location mit Fachwerkstädtchen und Düsterdörfern, mit Hexenweiblein und Trunkenbolden."

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