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BOUDU

BOUDU

Regie Gérard Jugnot
Kinostart 28.07.2005

Kritiken • BOUDU

29. Juli 2005 | BOUDU • Kritik • Der Freitag

Harmlos ist der Film für Gerhard Midding. Das Filmteam hat die originale Geschichte "weitgehend seiner sozialen Relevanz entkleidet. Die Harmlosigkeit ihres Entwurfs, der vom deutschen Untertitel noch bekräftigt wird, zielt auf eine Situationskomik ohne verfängliche Widerhaken. Ihr Drehbuch konzentriert sich auf die Verwerfungen eines beinahe abgestorbenen Ehelebens."

28. Juli 2005 | BOUDU • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film ist Gérard Dépardieu, meint Christina Bylow. "Hier fraß, hier furzte und hier rülpste er. Hier schlief er mit allen Frauen, die das wollten, und es wollten alle, auch die, die eigentlich nicht wollten. Hier wälzte er sich wie ein Riesensäugling in den Sofakissen, sabberte und schlunzte alle T-Shirts voll, drohte mit unverzüglicher Darmentleerung, ließ die Klotür offen; hier schwängerte er eine Depressive im Präklimakterium; hier brachte er einen ausgetrockneten Pinsel zur Produktion kunstmarkttauglicher Erzeugnisse, hier zeigte er allen, dass ein Mann im Segment Fünfzig Plus, hyperpotent, hypercharmant, hyperintelligent, hypergut und hyperweise sein kann. Das alles ist BOUDU. Sonst nichts."

28. Juli 2005 | BOUDU • Kritik • Die Tageszeitung

Anke Leweke schreibt Gérard Depardieu einen Brief. "Was ist nur geschehen? In deinem neuen Film BOUDU fehlt deinem Körper diese selbstverständliche Laszivität. Ganz zu schweigen von der Natürlichkeit, mit der du deine Pfunde einst behände durch die Gegend manövriertest. Stattdessen wird man mit einem riesigen, runden Bauch konfrontiert, der für nichts mehr steht. Der kein Zeichen der Freude, der Sinnlichkeit oder auch nur des Exzesses ist."

27. Juli 2005 | BOUDU • Kritik • fluter.de

Barbara Lich steckt den Film in die Kategorie: Ganz spaßige Nachmittags-Unterhaltung. "104 Filmminuten lang rüpelt sich Boudu durch das gleichnamige Werk von Gérard Jugnot: anzüglich, vulgär, aber mit dem ungehobelt-tollpatschigen Riesenbaby-Charme, der die Frauen im Film entzückt und im wahrsten Sinne des Wortes aus den Klamotten haut. Wohl aus diesem Grund wurde dem Streifen in der deutschen Fassung der unsägliche Rattenschwanz "Ein liebenswerter Schnorrer" an den Titel gehängt. ... Dass Boudu für die Welt, die er dem Untergang weihte, mit all seiner kindlichen Klugheit auch den Wiederaufbauplan liefert, überrascht kaum. Und auch die finalen Alles-wird-gut-Botschaften sind vorhersehbar und etwas nervig."

26. Juli 2005 | BOUDU • Kritik • br-online.de

Für Thilo Wydra erschließt sich der französische Humor nicht. "So setzt die Dramaturgie bei BOUDU denn auch primär auf die grobschlächtig-einfältige Natur von Boudu, diesem tumben Tor, der ja in seiner gutgläubig-provokativen Naivität ach so belustigend ist. Boudu, das soll hier zugleich der die Menschen läuternde und zur Besinnung gemahnende "Gute Mensch von Sezuan" sein. Doch ach, wie er sowohl Madame und Mademoiselle beglückt und damit den schiefen Haussegen wieder gerade rückt, nein, das mag man nicht glauben. Und die fäkaliennahen Gags, sie ziehen einfach nicht, und Depardieu gerät zur Knallcharge."

Juli 2005 | BOUDU • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Juli 2005 | BOUDU • Kritik • film-dienst 15/2005

Wie es der Zeit entspricht, hat der Regisseur den Stoff seichter gemacht, kritisiert Andrea Dittgen. "Jugnot inszeniert die Geschichte vom Penner, der als Katalysator den emotional verkrüppelten braven Bürgern auf die Beine hilft, indem er sie erst schockt und dann umgarnt, recht flott in Bonbon-Bildern. Die ins sonnige Aix-en-Provence verlegte Handlung betont mehr die Heiterkeit des Theaterstücks von René Fauchois, das auch Renoirs Ausgangspunkt war. Man spürt, dass es Gérard Depardieu viel Spaß macht, wieder einmal ungehobelt, hemmungslos und egoistisch zu sein, wie er es häufiger zu Beginn seiner Karriere war ... Allzu viel Tiefgang darf man freilich nicht erwarten, zumal Jugnot nicht das Potenzial ausschöpft, das sich bei der Modernisierung des Stoffes förmlich anbietet."

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