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EIN PERFEKTES PAAR

EIN PERFEKTES PAAR

Regie Nobuhiro Suwa
Kinostart 29.03.2007

Kritiken • EIN PERFEKTES PAAR

02. April 2007 | EIN PERFEKTES PAAR • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Gerhard Midding muß der Zuschauer den beharrlichen Blick der Kamera auf das Geschehen aushalten. "Nobuhiro Suwa begleitet diesen Prozess, an dessen Ende die Trennung stehen müsste, mit der falschen Demut eines Dokumentarfilmers. Er hat ohne ausgearbeitetes Drehbuch gefilmt, um besser den Gefühlen nachspüren zu können, die sich hinter den Worten verbergen. Der Ausgang war offen. Seine französischen Darsteller hat der japanische Regisseur (der des Französischen nicht mächtig ist) nicht geführt, sondern improvisieren lassen. In langen Einstellungen betrachtet er ihre Zimmerschlachten. Er wartet ab, wie die Zeit verstreicht."

31. März 2007 | EIN PERFEKTES PAAR • Kritik • Die Tageszeitung

Weite Teile von EIN PERFEKTES PAAR sind in Improvisationen entstanden, weiß Ekkehard Knörer. "Aus der Setzung simpler Prämissen von Handlung und Kamera entfaltet sich so Szene um Szene. Nobuhiro Suwa und seine legendäre Kamerafrau Caroline Champentier - sie hat unter anderem mit Jean-Luc Godard, Jacques Doillon und Benoît Jacquot gearbeitet - verzichten auf jede Politur und Virtuosität, ja, sie verletzen mit voller Absicht die Regeln der Kunst in der Auflösung ihrer Einstellungen."

26. März 2007 | EIN PERFEKTES PAAR • Kritik • film-dienst 07/2007

Selten hat Esther Buss die Montage als gleichermaßen trennendes wie verbindendes Prinzip so deutlich vorgeführt bekommen. "In der Verbindung von Naturalismus und Stilisierung bezieht sich Suwa deutlich auf das Kino Doillons – insbesondere sein Film über ein quälendes Dreiecksverhältnis, LA FEMME QUI PLEURE, kommt einem da in den Sinn. EIN PERFEKTES PAAR ist ein ebenso konzentrierter, genauer Film über den sich permanent verschiebenden Abstand innerhalb einer Liebesbeziehung. Das strenge ästhetische Konzept ist dabei nie Korsett, sondern macht vielmehr Platz für unterschiedliche Deutungen."

15. August 2005 | EIN PERFEKTES PAAR • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Heike Kühn steht die Kamera, "unverrückbar montiert, für ein profunderes Nachdenken über die Bedingungen des Filmemachens ein. Aus großer Distanz, die sowohl die Kamera-Perspektive wie eine skeptische Haltung zur Überwindung von Verständnisgrenzen betrifft, verfolgt Un Couple parfait das Aufeinandertreffen eines getrennt lebenden französischen Ehepaares. ... Zärtlichkeit stellt sich in Un Couple parfait nicht ein, wenn das Drehbuch es fordert oder eine den Schauspielern auf den Leib rückende Kamera sie einklagt. Im subtileren Spiel der wunderbar improvisierenden Schauspieler lassen sich räumliche Distanzen erst überwinden, wenn die Seele diesem Sprung ins Ungewisse ehelicher Zweisamkeit auch folgen kann."

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