Inhalt • EIN PERFEKTES PAAR
Nicolas und Marie, die mehrere Jahre im Ausland verbracht haben, kehren zur Hochzeit langjähriger Freunde nach Frankreich zurück. Die beiden stecken in einer Krise und stehen kurz vor der Scheidung, gehen aber dennoch gemeinsam zur Feier. Kaum angekommen, geben sie ihre Trennung bekannt. Nicolas und Marie sind in ihrer Ehe gefangen, und sowohl der Entschluss zur Trennung als auch die physische Distanz ermöglichen ihnen, sich wieder so wahrzunehmen, als würden sie sich nicht kennen oder sich neu kennen lernen.
Kritik • EIN PERFEKTES PAAR • 26. März 2007 • film-dienst 07/2007
Selten hat Esther Buss die Montage als gleichermaßen trennendes wie verbindendes Prinzip so deutlich vorgeführt bekommen. "In der Verbindung von Naturalismus und Stilisierung bezieht sich Suwa deutlich auf das Kino Doillons – insbesondere sein Film über ein quälendes Dreiecksverhältnis, LA FEMME QUI PLEURE, kommt einem da in den Sinn. EIN PERFEKTES PAAR ist ein ebenso konzentrierter, genauer Film über den sich permanent verschiebenden Abstand innerhalb einer Liebesbeziehung. Das strenge ästhetische Konzept ist dabei nie Korsett, sondern macht vielmehr Platz für unterschiedliche Deutungen."