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DIE INSEL

DIE INSEL

Regie Michael Bay
Kinostart 04.08.2005

Kritiken • DIE INSEL

04. August 2005 | DIE INSEL • Kritik • Berliner Zeitung

Wer eine prächtige Klon-Selbstfindungsgeschichte erwartet, sollte wirklich nicht enttäuscht sein, meint Anke Westphal. Wirklich wichtig an diesem Film findet die Kritikerin das falsche humanitäre Pathos und die Verfolgungsjagden, "denn DIE INSEL ist nicht nur grottenwiderlich in seinen frivolen Gaskammer-Metaphern - es ist ja auch ein Film von Michael Bay (u.a. THE ROCK, ARMAGEDDON, PEARL HARBOR), und in den Filmen von Michael Bay wird grundsätzlich ganz doll schnell gefahren, zu tollkühn geflogen und in jedem Fall sehr, sehr viel kaputt gemacht."

04. August 2005 | DIE INSEL • Kritik • Die Tageszeitung

Die Klone sind echt arm dran hat Philipp Bühler festgestellt. Das Problem des Films ist der Regisseur. "Die tiefe Wahrheit und ganz banale Enttäuschung solcher Gigaproduktionen liegt in ihrem selbsterklärenden Moment. Sie liefern nicht mehr als Affirmationen der Zustände, die sie vorgeblich kritisieren. Mit manipulierten Materialwelten, in denen man den Figuren gerade so viel Charakter zugesteht, wie es die Konstruktion erlaubt - oder, wie vielleicht in diesem Fall, der gerade aktuelle Standpunkt des US-Präsidenten in der Stammzellendebatte. Schade ist es dabei um die, die man noch immer für die Guten halten will. Ewan McGregor kommt aus der Actionmühle nicht mehr raus. Scarlett Johansson schlittert gerade mit Karacho hinein."

04. August 2005 | DIE INSEL • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film ist für Sebastian Handke intelligentes Science-Fiction-Abenteuer und Krawumm-Spektakel zugleich. "Ein wenig verwunderlich ist das schon, denn bei allem Ärger über den dumpfbackigen Umgang mit einer faszinierenden Grundidee: Was Michael Bay im zweiten Teil an Verfolgungsgeschehen entfesselt, hebt sich über ähnliche Actionthriller weit hinaus. Das ist Bays Königsdisziplin, und er liefert, was man erwarten darf. Wenn sich doch der Rauch nur hin und wieder lichtete für das anfangs angelegte Drama. Denn der zugrunde liegende futuristische Albtraum ist beklemmend erdacht und in Szene gesetzt."

04. August 2005 | DIE INSEL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der einzige Lichtblick in einer finsteren Welt ist für Daniel Kothenschulte die Schauspielerin Scarlett Johansson. "Ihre ganze schauspielerische Herausforderung besteht darin, ein Wesen zu spielen, das wie alle Abkömmlinge ihres totalitären Domizils auf dem Bildungsniveau einer 15-Jährigen gehalten wird. Und dem - das ist vielleicht pikanter - jede Information über den Fortpflanzungstrieb unbekannt ist. So hatte man ein Volk lebender Organreserven gut bei Laune halten können. Den Klons kamen nie die Tränen. ... Inmitten eines Umfelds aus grob geplünderten Elementen von Genreklassikern, die Bay zur willkürlichen Organtransplantation herangezogen hat, verkörpert Johansson das reine Nichts im makellosen Körper. Sie ist so glücklich-unwissend, wie der ideale Zuschauer dieses Films."

04. August 2005 | DIE INSEL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Volker Mazassek ist überrascht, daß Scarlett Johansson und Ewan McGregor überhaupt in diesem Film mitspielen. "Bis zu ihrer Flucht ist DIE INSEL ein optisch wie inhaltlich überzeugender Thriller. Doch sobald die beiden Klone ihr Silo verlassen haben, gehen Michael Bay wieder die Gäule durch. Ausgedehnte Verfolgungsjagden und reichlich Geballer machen den Film zu einem austauschbaren Actioner. Aus der Konfrontation der Kopien mit den Originalen hätte man viele Funken schlagen können. Bay verschenkt die Gelegenheit."

03. August 2005 | DIE INSEL • Kritik • Der Spiegel

Eine Kreuzung aus rabiatem Actionspektakel und zeitkritischer Science-Fiction hat David Kleingers gesehen, die vielversprechend beginnt, aber in einem kindischen Klonkrieg ohne Konsequenz endet. "Anstatt also die vielen reizvollen Steilvorlagen eines Stoffs zu nutzen, der von Platos Höhlengleichnis bis zur aktuellen Stammzellendebatte so ziemlich jedes Fass aufmacht, hetzt der Film sein durchaus sympathisches Darstellergespann durch eine wenig futuristische Großstadtkulisse, verfolgt von schwarzen Hubschraubern, schwarzen Jeeps und einem schwarzafrikanischen Super-Söldner, der - so viel darf verraten werden - moralische Zweifel an Merricks Mission bekommt."

03. August 2005 | DIE INSEL • Kritik • fluter.de

Für Andreas Busche ist die Naht, die beide Teile des Films zusammenhält, nicht besonders strapazierfähig. "Die erste Stunde von DIE INSEL scheint merkwürdig ambitioniert im Gesamtwerk des Michael Bay (ARMAGEDDON (1998), PEARL HARBOR (2001), BAD BOYS 2), zeigt jedoch auch deutlich seine Grenzen als Filmemacher auf. Bay fühlt sich sichtlich wohler in der Realität explodierender Autos und kollabierender Häuserfassaden. Zurückhaltung ist seine Sache nicht."

August 2005 | DIE INSEL • Kritik • film-dienst 16/2005

Auch wenn der Stoff nicht neu ist, funktioniert der Film für Felicitas Kleiner zumindest in der ersten Hälfte recht gut; in der zweiten läßt es der Regisseur dann gehörig krachen. "Grundlegende ethische Fragen, die das Klonen aufwirft - Darf man Leben instrumentalisieren, um anderes menschliches Leben zu retten? Wo hört rein vegetatives Dasein auf, wo fängt menschliches Bewusstsein an? - werden geflissentlich ignoriert oder aber simplifiziert, indem man sie einem schlichten Gut-Böse-Schema unterordnet. Bedauerlich, dass hier gutes Potenzial verschenkt wird, ohne Funken daraus zu schlagen."

August 2005 | DIE INSEL • Kritik • br-online.de

Florian Kummert macht der Actionkracher richtig Spaß. "Die erste Hälfte des Films ist spannende, verstörende, intelligente Action. Erstaunlich wenig hektisch, dafür intensiv. Bays Kameramann darf sein Gerät sogar mal für einige Sekunden auf den Gesichtern der Schauspieler ruhen lassen. Nach einer Stunde gehen dem Drehbuch aber langsam die Ideen aus und der Film verlässt sich auf das, was Michael Bay immer noch am besten kann: rasante, wuchtige, gegen Ende etwas ermüdende Verfolgungsjagden. Schwerwiegende moralische und ethische Komplikationen ritzt der Film nur an bei all den Schießereien, Autojagden und Explosionen. In seiner großartigen kinetischen Energie, ist DIE INSEL gut gemachter, wenn auch kein perfekter Actionfilm."

28. Juli 2005 | DIE INSEL • Kritik • Der Spiegel

Andreas Renner sagt die Schauspielerin Scarlett Johansson, was über Vor- und Nachteile des Ruhms, ihre Rolle als Sexsymbol und ihre neuen Erfahrungen als Actionstar denkt.

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