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VERFLUCHT

VERFLUCHT

Regie Wes Craven
Kinostart 21.07.2005

Kritiken • VERFLUCHT

23. Juli 2005 | VERFLUCHT • Kritik • Die Tageszeitung

Verlogen ist der Film für Jan Distelmeyer. "Man könnte den Fluch dieses Films darin sehen, dass sich das Post-"Scream"-Horror-Genre seit Ende der 1990er nun mal in eine neue Richtung bewegt hat, in der so genannter "kluger" Horror nicht länger mit Selbstironie oder ostentativen Querverweisen kurzgeschlossen ist. Daraus erst wächst die Tragik dieses Films: Gerade weil VERFLUCHT sich dieser Veränderung bewusst ist, ringt er, gefangen in seiner alten Strategie, mit einer behaupteten Ernsthaftigkeit, die im Gestus der Autorität verzweifelt wirken muss."

21. Juli 2005 | VERFLUCHT • Kritik • Berliner Zeitung

Größere Auswirkungen auf das Genre sind diesmal laut Peter Uehling nicht zu befürchten. "Statt nun einfach mal auf den Punkt zu kommen, nervt die Handlung unverdrossen weiter. Halbherzig wird ein amouröses Hin und Her zwischen Jake, Ellie und anderen Fernseh-Tussen inszeniert, das einzig der Akkumulation von abschlachtbaren Nebenfiguren dient. Seinen Hauptfiguren dagegen wagt der Film kaum ein Haar zu krümmen - wie man sich denken kann, blockiert das nicht nur den Spannungsaufbau, sondern es macht den ganzen Horror ziemlich zahnlos. Und auch die berühmte Masche, eine Genre-Referenz nach der anderen zu installieren, ist hier zur schieren Vortäuschung von Intelligenz und Bescheidwissen verkommen."

21. Juli 2005 | VERFLUCHT • Kritik • Der Spiegel

Für David Kleingers ist VERFLUCHT alles andere als der letzte Schrei, sondern verflucht öde. "Erschreckend ist hier nämlich allein die Einfallslosigkeit, mit welcher die geistigen Väter der SCREAM-Trilogie vergeblich versuchen, ihre Erfolgsformel aus blutigen Genrestandards, herziger Adoleszentenkrise und medialer Selbstbespiegelung vom Teenager-Slasher auf den altehrwürdigen Werwolf-Schinken zu übertragen. ... Wes Craven hingegen filmt sich vor lauter recycelter Ratlosigkeit zwar buchstäblich einen Wolf, findet aber sonst keinerlei Zugang zum Potential seines Sujets. Weder gelingt es ihm, ein ernsthaftes Verständnis für die adoleszenten Ängste zu entwickeln, die sich im Prozess der unmenschlichen Verwandlung so trefflich transportieren ließen, noch findet er die Bildsprache für ein drastisches Update des klassischen Monsterfilms."

20. Juli 2005 | VERFLUCHT • Kritik • Jungle World

Thomas Blum hat zunächst eine nicht allzu geistreiche Geschichte über sich ergehen lassen müssen. "Die Überraschungsmomente, verspielten Wendungen und geschickt platzierten Schocks jedoch, die man von dem Duo Craven/Williamson erwartet hat, bleiben beinahe zur Gänze aus. Stattdessen wird, versetzt mit den allzu bekannten Special Effects und Computeranimationen, eine vorhersehbare, hochkonventionelle und uninspirierte Nummernrevue abgespult, deren Ingredienzen man zu Genüge aus zahlreichen Teenie-Horrorfilmen der letzten zehn Jahre kennt und in deren Verlauf die klassischen Schauplätze aufeinander folgen: der nächtliche Highway, der Wald und das dunkle Gestrüpp, der Fahrstuhl, die Tiefgarage, das Spiegelkabinett usw."

20. Juli 2005 | VERFLUCHT • Kritik • fluter.de

Der Regisseur hat so seine Schwierigkeiten mit dem Genre, meint Ernst Kramer. "Einen großen Minuspunkt muss der an einigen Stellen erstaunlich blutrünstige VERFLUCHT allerdings einstecken: Selbst mit modernster Technik hat man es nicht geschafft, einen ordentlichen Werwolf zu kreieren. Dass das im Grunde noch nie jemand fertig gebracht hat, kann die Filmemacher zwar trösten, macht die Sache aber nicht besser ... Sollte sich der geneigte Horror-Freund jedoch imstande sehen, dieses Problem zu ignorieren, gehört der neue Wes Craven auf jeden Fall zum Popcorn-Pflichtprogramm dieses Sommers."

17. Juli 2005 | VERFLUCHT • Kritik • br-online.de

Als konventionelle Teenie-Horror-Film bezeichnet Florian Kummert VERFLUCHT. "Der Film, der nach etlichen Umschnitten und Eingriffen der Produzenten jetzt in die Kinos kommt, wirkt unfertig und unentschlossen. Das Ganze erinnert eher an eine skurrile Buffy-Folge als an einen Film von Wes Craven. Die Ironie, die Cleverness, die Spannung, die herrlichen Charaktere, die SCREAM zu bieten hatte, all das fehlt bei VERFLUCHT. Für eine Werwolfgeschichte ist der Film erstaunlich bieder und konventionell erzählt."

Juli 2005 | VERFLUCHT • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Juli 2005 | VERFLUCHT • Kritik • film-dienst 15/2005

Holger Römers hat sich viel erhofft aus der neuen Zusammenarbeit von Regisseur Wes Craven und Drehbuchautor Kevin Williamson, ist aber enttäuscht worden. Plump werden Genretopoi zitiert. Dies "verleiht dem passablen, aber gänzlich uninspirierten Film keinerlei zusätzliche Bedeutungsebenen, und es ist nicht einzusehen, warum der bloße Wiedererkennungseffekt Vergnügen bereiten sollte. Williamsons Buch lädt das Publikum diesmal nicht dazu ein, die Regeln des Genres mitzureflektieren; statt dessen wirkt der Plot wie eine lustlose Variation bewährter Versatzstücke, deren Bezug zum Werwolf-Mythos manchmal willkürlich scheint."

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