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LOVESONG FOR BOBBY LONG

LOVESONG FOR BOBBY LONG

Regie Shainee Gabel
Kinostart 21.07.2005

Kritiken • LOVESONG FOR BOBBY LONG

21. Juli 2005 | LOVESONG FOR BOBBY LONG • Kritik • Berliner Zeitung

Als Rührstück bezeichnet Bert Rebhandl den Film. Die Regisseurin ist "sichtlich verliebt in die Landschaft am Mississippi: Sie rückt das Wasser, die Brücke und den Sonnenuntergang immer wieder ins Bild, und Lawson Pines, der die Geschichte erzählt, wird nicht müde, die Magie der Jahreszeiten zu beschwören. ... LOVESONG FOR BOBBY LONG ist, trotz Scarlett Johansson und einer Reihe von guten Nebendarstellern, ein großes Solo für John Travolta. Erst der sinkende Superstar macht aus dieser sentimentalen Trinkerballade ein monumental lächerliches Werk. ... Shainee Gabel nimmt den Weltschmerz viel zu wichtig, und sie setzt ihrem Star keine Grenze. Damit gerät ihr LOVESONG FOR BOBBY LONG immer wieder an den Rand der Karikatur."

21. Juli 2005 | LOVESONG FOR BOBBY LONG • Kritik • Die Tageszeitung

Philipp Bühler empfiehlt: Ein paar Dinge in diesem Film muss man einfach nehmen, wie sie sind. " LOVESONG FOR BOBBY LONG, das Debüt der 35-jährigen Shainee Gabel, ist eine Literaturverfilmung, aber noch viel mehr in dem Sinne, dass der Film in Südstaatenliteratur schwimmt wie seine männlichen Protagonisten im Whisky. ... Andererseits: Aus cineastischem Blickwinkel ist es völlig ausreichend, Scarlett Johansson zwei Stunden beim Essen (Erdnussbutter, M&Ms) und Lesen (Carson McCullers, John Steinbeck) zusehen zu dürfen. Und von John Travolta können andere Fehlbesetzungen noch immer eine Menge lernen. Nicht nur, wie man fachgerecht und so erbarmungswürdig wie möglich über einer Kloschüssel zusammenbricht."

21. Juli 2005 | LOVESONG FOR BOBBY LONG • Kritik • Der Tagesspiegel

Daniela Sannwald entdeckt die Uneitelkeit von Hollywood-Größen: "Travolta trägt den Film, er changiert souverän zwischen süffisantem Bohémien und nasty old man; er spielt Anzüglichkeit und Fürsorge, Verachtung und Trauer, gelegentlich müde Gereiztheit, auch Sanftes, Zärtliches klingt an. Man glaubt ihm alles und zwar nicht nur, weil er wirklich ein hervorragender Darsteller ist, sondern weil er sich nicht mehr ums Jungsein bemüht. Er ist darauf nicht angewiesen."

21. Juli 2005 | LOVESONG FOR BOBBY LONG • Kritik • Frankfurter Rundschau

Volker Mazassek hat dem Film das viele Herzblut und den Willen, etwas ganz Eigenes zu schaffen, angesehen. "Es gibt in dem Film keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinn. Es ist eine Liebeserklärung an das Leben und die Menschen, verborgen hinter einer schmerzhaften Geschichte. Die große Überraschung des Films ist John Travolta als Bobby Long. So facettenreich wie er hier den dirty old man gibt, hat man Travolta noch nicht auf der Leinwand gesehen. Die feenhafte Scarlett Johannson als Purslane hat Mühe, dagegen zu bestehen - nicht immer findet sie die rechte Bindung. Dafür ist New Orleans ein vollwertiger Mitspieler. Die Stadt modert in der feuchten Hitze vor sich hin, ein Sinnbild für die morbiden Existenzen, von denen Gabel erzählt."

21. Juli 2005 | LOVESONG FOR BOBBY LONG • Kritik • Neues Deutschland

Ein wahres Loblied weniger auf den Titelhelden als vor allem auf Licht und Stimmung des alten amerikanischen Südens hat Alexandra Exter gesehen. "Der Sohn des Romanautors steuerte ein paar Songs zum Soundtrack bei, Travolta chargiert, singt und spielt in breitestem Südstaatensingsang, Johansson sieht man endlich wieder an, dass sie gerade erst zwanzig ist, und das Sperrfeuer literarischer Zitate, mit denen die gebildeten Säufer gegenseitig ihr Wissen testen, weckt nicht nur in Pursy den Wunsch nach einem guten Buch."

21. Juli 2005 | LOVESONG FOR BOBBY LONG • Kritik • epd-Film

Als beachtlichen Debütfilm schätzt Dietmar Kanthak LOVESONG FOR BOBBY LONG ein. "Der Film erzählt eine tragikomische Lovestory, ein Familiendrama und eine Entwicklungsgeschichte. ... Die Regisseurin Shainee Gabel, die rund fünf Jahre an dem Film gearbeitet hat, baut ihren Schauspielern eine Bühne, auf der sie sich entfalten können. Scarlett Johanssons Pursy ist ein zerbrechliches Wesen mit einer großen Klappe, verzweifelt und schlagfertig zugleich. Gabriel Macht ist ein an sich selbst zweifelnder und verzweifelnder Autor und ein stumm, aber intensiv Liebender. John Travolta liefert ein großes Charakterstück, er kriecht hinein in einen alternden Mann, der sich hinter sarkastischen Bonmots und literarischen Zitaten verschanzt, der sein Leben wie eine heruntergekommene Diva inszeniert und der bürgerlichen Welt die Zunge rausstreckt."

20. Juli 2005 | LOVESONG FOR BOBBY LONG • Kritik • fluter.de

Die Konstellation und Geschichte ist für Sascha Rettig zwar nicht unbedingt neu, aber der Film "schmeichelt sich dennoch bei den Zuschauern ein. Zu verdanken ist das allerdings vor allem der beachtlichen Besetzung dieses Independent-Erstlings. Allen voran reanimiert John Travolta nach langer Zeit sein schauspielerisches Können. ... Das Tempo ihres Films hat Regisseurin Gabel der unaufgeregten, trägen Geschwindigkeit des Lebens der New-Orleans-Bohème angepasst. Dabei gelingen ihr immer wieder lakonisch witzige und tränentief ehrliche Szenen und einfach wundervoll atmosphärische Momente."

17. Juli 2005 | LOVESONG FOR BOBBY LONG • Kritik • br-online.de

Ein lakonisches Film-Debüt hat Kirsten Liese gesehen. "Es ist die schwüle, schwitzige Trägheit, eine für die amerikanischen Südstaaten typische Stimmung, die Shainee Gabel (Jahrgang 1969) für ihren Erstling LOVE SONG FOR BOBBY LONG bestimmt. ... Zwischen den Figuren waltet eine kluge Distanz, zudem profitiert LOVE SONG FOR BOBBY LONG von einer langsamen, ruhevollen Erzählweise, glaubwürdigen Überraschungen, einem stimmigen Soundtrack mit viel Blues und Dixie und einem lakonischen Humor, der entfernt an Aki Kaurismäki erinnert. Gegen Ende wird es zwar melodramatisch, aber dennoch läuft das subtile Kammerspiel nie Gefahr, ins Sentimentale abzugleiten."

Juli 2005 | LOVESONG FOR BOBBY LONG • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Juli 2005 | LOVESONG FOR BOBBY LONG • Kritik • flim-dienst 15/2005

Als psychologisch aufschlussreich schätzt Ulrich Kriest den Film ein. "Erst allmählich gewinnt die Geschichte, die LOVESONG FOR BOBBY LONG erzählt, an Kontur, erlaubt sich Abschweifungen, Blindstellen und retardierende Momente. An die Stelle Plotpoint-orientierten Erzählens setzt der Film auf epischen Atem und Atmosphäre, was ihm durch seine ungewöhnliche Literarizität gut bekommt. Die einzige Pointe, die der Film in der Erzählgegenwart auszuspielen hat, ahnt man früh. In der Summe zeichnet er ein melancholisches Gruppenporträt, dessen roter Faden fast philosophisch von Werden und Vergehen handelt und in dem jeder Todesfall die Möglichkeit beinhaltet, sein Leben neu zu justieren."

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