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NICOTINA

NICOTINA

Regie Hugo Rodriguez
Kinostart 14.07.2005

Kritiken • NICOTINA

16. Juli 2005 | NICOTINA • Kritik • Die Tageszeitung

Anett Busch weiß nicht, was sie sagen sollen über einen lauen Film, dem ein Hype vorauseilt. "Das Genre der Black Comedy ist schwer genug und selten unpeinlich. Und auch hier macht Hugo Rodríguez den klassischen Fehler der grundlos übertriebenen Hysterie und vergisst: Das ist nicht komisch, sondern langweilig. ... So wirkt auch NICOTINA wie eine wohl kalkulierte Produzentenidee, die das mexikanische Kino nach den Erfolgen von AMORES PERROS und Y TU MAMA TAMBIEN für den internationalen Markt fit machen soll. Wenn Sie nun trotz allem wissen wollen, wie das aussieht, sagen Sie nicht, Sie seien nicht gewarnt worden."

14. Juli 2005 | NICOTINA • Kritik • Berliner Zeitung

Als lustigen Totschießfilm bezeichnet Jan Brachman NICOTINA. Er ist ein Film, "der dem Terror politischer Korrektheit den Kampf ansagt. Einen Film, der sich traut, Ausländer als kriminell darzustellen. Einen Film, der den Gesundheitswahn der postindustriellen Gesellschaft auch als Wahn entlarvt. Einen Film, der Schluss macht mit Vorurteilen, die sich als erfahrungsgesättigte Volksweisheiten ausgeben. ... Eigentlich geht es nur darum, das alte John-Lennon-Wort zu bekräftigen, dass das Leben das ist, was sich ereignet, während wir Pläne für Anderes machen - und dass man eher an einer Schusswunde stirbt als am Rauchen."

14. Juli 2005 | NICOTINA • Kritik • Jungle World

Für Andreas Thomas ist NOCTINA ein kleiner, schmutziger Pulpfilm. "Weil NICOTINA kein Herz für seine Figuren hat, treten sie ungeliebt auf der Stelle; und wenn ihre Psychologie hinkt - was nicht selten passiert -, wird schnell zurückgeschossen, damit das nicht so auffällt. Das Ergebnis: Mehr als das halbe Personal muss dran glauben. Spaß macht das eigentlich nicht. Die Figuren von »Nicotina« haben wenig Originalität, wenig Genre-Typisches, aber sie erzählen auch wenig über das zeitgenössische Mexiko, anders als das Personal seines offenbaren zweiten Vorbildes AMORES PERROS."

14. Juli 2005 | NICOTINA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Einen kurzweiligen Kinobesuch hat Heike Kühn hinter sich. "Man braucht nicht sehr lange, um festzustellen, dass die Beteiligten am vortrefflich fehlschlagenden Diamanten-gegen-Bankdaten-Coup allesamt Nervensägen und Egoisten sind. Das erleichtert es ungemein, ihr sukzessives Dahinscheiden komisch zu finden. ... Nicotina ist die teerschwarze Variante der Zufall-oder-Schicksal-Komödie Smoking - No-Smoking. Der Film ist so temporeich, dass der mexikanische Regisseur auf konventionelle Schnitt-Techniken verzichtet hat. Die weit verzweigte Handlung bahnt sich in Echtzeit ihren Weg durch Bilder, die im Split-Screen-Verfahren fünf Geschehnisse auf einmal erzählen, oder setzt auf Parallelmontagen."

14. Juli 2005 | NICOTINA • Kritik • Neues Deutschland

Mexiko hat für Caroline M. Buck in Sachen Film viel von sich reden gemacht. "Hier jedenfalls führt Kettenrauchen zu Kettenreaktionen, die unsere Kleinkriminellen - ebenso wie die verkrachten Kleinbürgerexistenzen, die ihnen im Laufe ihrer Flucht nach dem vermasselten Deal über den Weg laufen - ziemlich gründlich das Leben kosten. Erzählt wird die Geschichte vom Hacker, den sein Voyeurismus leider ablenkt, in einem Stil, der hip sein will - Digitalkamera, Splitscreen, Echtzeitablauf -, und doch nicht mehr ist als Tarantino extralight."

13. Juli 2005 | NICOTINA • Kritik • fluter.de

Philipp Bühler findet diese miese, kleine Gaunerstory aus Mexico City echt cool, ein Mexiko-Tarantino-Mix. "Die blutige Handlung läuft in Echtzeit ab, was Regisseur Hugo Rodriguez Gelegenheit gibt, die verschiedenen Figuren und Schauplätze mit allerlei hippen Stilmitteln zu verknüpfen. Wer als erster Quentin Tarantino ruft, hat gewonnen. Jumpcuts, Splitscreens und Parallelmontagen sind schon seit RESERVOIR DOGS (1992) nicht mehr ganz neu. Die Idee, sinnlose Gewaltorgien damit ästhetisch aufzuwerten, auch nicht."

13. Juli 2005 | NICOTINA • Kritik • br-online.de

Als netten Ganovenfilm aus Mexiko mit guter Musik und trendiger Bildsprache in der Tradition von Guy Ritchies beschreibt Florian Kummert kurz NICOTINA. Der Film ist cool, ironisch, schnell geschnitten. "Regisseur Hugo Rodriguez arbeitet mit vielen Split Screens, Zeitrafferbildern, Flashbacks, Jumpcuts, Bild im Bild-Aufnahmen, und was sonst noch alles an hippen Gestaltungsmitteln zur Verfügung steht. ... Manchmal ist das wirkungsvoll, um die vielen parallelen Handlungsstränge zu verweben. Manchmal aber auch nur angeberisch. Die visuellen Mätzchen täuschen nicht darüber hinweg, dass der Film an etwas blassen Charakteren und einer übertriebenen Geschwätzigkeit leidet. Lange, absurde Dialoge sind eben nicht immer so gut wie in PULP FICTION."

Juli 2005 | NICOTINA • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Juli 2005 | NICOTINA • Kritik • film-dienst 14/2005

Rolf-Ruediger Hamacher hat einen typischen Ensemblefilm gesehen, indem aber jeder Darsteller die einzelnen Charaktere besonders zeichnet. "Der Reiz des Films liegt darin, dass er die Geschichte fast in Realzeit erzählt: 93 Spielminuten stehen knapp zweieinhalb Stunden Handlungszeit gegenüber. Die Verdichtungen überbrückt die Inszenierung geschickt mit Split-Screen-Effekten, Jump-Cuts, Zeitraffer und Spin-Blenden. Zusammen mit einer schnörkellosen Bildgestaltung, flüssigem Schnitt und einem aus bekannten Liedern zusammengesetzten Soundtrack entwickelt sich ein dynamischer Rhythmus, der durch das die Erzählstränge und Personen immer wieder zusammenführende 'Reigen'-Prinzip noch betont wird."

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