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KUKUSHKA - DER KUCKUCK

KUKUSHKA - DER KUCKUCK

Regie Alexander Rogozhkin
Kinostart 14.07.2005

Kritiken • KUKUSHKA - DER KUCKUCK

22. Juli 2005 | KUKUSHKA - DER KUCKUCK • Kritik • Der Freitag

Ruhig und konzentriert und unter Verzicht auf allen ornamentalen Schnickschnack beobachtet der Regisseur seine drei Figuren, lobt Mathias Heybrock. "KUKUSHKA ist damit auch ein sehr komischer Film. Zumindest für das Publikum, das dank der Untertitel in diesem original gesprochenen Film mitbekommt, wie groß die Konfusion dadurch wird. In endlosen Monologen reden alle Drei abwechselnd aufeinander ein, als biete allein die schiere Masse der Worte schon eine Gewähr, dass beim Gegenüber auch das richtige ankommt. ... Die Hauptattraktion dieser exzellent beobachteten Sprachverwirrung bleibt die junge Schauspielerin Anni-Kristiina Juuso; eine Samin, die sich neben der Schauspielausbildung tatsächlich eine eigene Rentier-Herde in Lappland hält. Mit großer Glaubwürdigkeit stellt sie die bodenständige Bauersfrau ohne falsche Scham und Zierde dar."

14. Juli 2005 | KUKUSHKA - DER KUCKUCK • Kritik • Berliner Zeitung

Als fabelhaftes Weltkriegsmärchen bezeichnet Jan Brachmann KUKUSHKA. "Krieg und Frieden, Mann und Frau treiben seit alters her das Erzählen an. Alexander Rogoshkin hat sich in seinem Film KUKUSHKA mit geradezu strukturalistischer Radikalität auf diese Archetypen beschränkt: eine Frau, zwei Männer, ein großer Krieg - das ist alles. Doch mit dieser extremen Vereinfachung geht umgekehrt eine Überfeinerung der Erzähltechnik einher. Wer in den engen Formaten des Genrekinos mit seinen klar definierten Situationen, Charakteren und Dramaturgien denkt, wird bei KUKUSHKA ständig aus der Bahn eigener Erwartungen geworfen. Das ist - im vielfachen Sinn - das Fabelhafte an diesem Film."

14. Juli 2005 | KUKUSHKA - DER KUCKUCK • Kritik • Die Tageszeitung

Die besten Kriegskomödien sind im Grunde Geschlechterkomödien, weiß Barbara Schweizerhof. "Wunderbar verkörpern die drei Schauspieler Anni-Kristiina Juuso, Ville Haapasalo und Viktor Bychkov jenes tiefere Verständnis des Nichtverstehens, von dem die Kenntnis der Worte manchmal nur ablenkt. So manches Missverständnis bleibt auf diese Weise bis zuletzt bestehen. Und obwohl die Schwerbegrifflichkeit des Russen fast zur Tragödie führt, plädiert der Film für eine neue Gelassenheit in der Völkerverständigung: Solange es sich mit Missverständnissen in Frieden leben lässt, besteht kein Grund, sie auszuräumen. Ein solches Missverständnis ist es übrigens, KUKUSHKA für einen Beispielsfilm des neuen russischen Kinos zu halten, obwohl er unter diesem Etikett mit drei Jahren Verspätung bei uns in die Kinos kommt."

14. Juli 2005 | KUKUSHKA - DER KUCKUCK • Kritik • Der Tagesspiegel

Uta-Maria Heim glaubt, daß der Film hierzulande begeistern wird. "Anni-Kristiina Juuso, Ville Haapasalo und Viktor Bytchkov sind ein hervorragendes Schauspieler-Team. Die schöne Juuso gefällt durch draufgängerische Geschmeidigkeit, Haapasalo verfügt über zahllose mimische Nuancen und Dichter Bytchkov spielt das Widersprüchliche seiner Figur Ivan voll aus: Mal ist er sensibler Dichter, mal roher Soldat. Der Titel ist doppeldeutig: Einerseits ist Kukushka (deutsch: Kuckuck) ein zum Tode verurteilter Scharfschütze. Andererseits lautet so Annis Sami-Name. Welche Perspektive Alexandr Rogoshkins Film letztlich einnimmt, bleibt offen. Die Handlungsfäden verknüpfen sich zu einem kunstvoll schillernden Netz."

14. Juli 2005 | KUKUSHKA - DER KUCKUCK • Kritik • Frankfurter Rundschau

Das kleine Meisterwerk hat es Daniel Kothenschulte angetan. "Obwohl Rogoshkin eine Geschichte über ein Leben erzählt, das auch ohne Sprache funktioniert und obwohl er dies in imposanten Bildern von einer unerschöpflich schönen Landschaft tut, noch dazu mit Schauspielern, die man ebenso gern betrachtet, ist dies kein Stummfilm. Das Wort, einmal nutzlos geworden, spielt eine herrliche Rolle als ironischer Kontrapunkt einer Geschichte, die sonst womöglich doch zu einfach gewesen wäre. ... Sergeij Eisenstein, der polyglotte Filmemacher, der die schönsten Ideen für ein kosmopolitisches Kino entwickelte, wäre begeistert von diesem einfachen und klaren Film, der lediglich am Ende ein wenig esoterisch wird."

14. Juli 2005 | KUKUSHKA - DER KUCKUCK • Kritik • Neues Deutschland

Alexandra Exter gibt die Hoffnung nicht auf. "Am Ende, vor dem Abschied, gibt es beinahe doch noch Tote. Aber weil Aleksandr Rogoshkins köstlicher Antikriegsfilm an die schamanische Heilkraft der Natur glaubt und auch ein bisschen Märchen ist, wird keine der beiden Liebschaften folgenlos und Annie nicht allein bleiben. Und wo die Eltern Verständigungsschwierigkeiten hatten, wird die nächste Generation die schon überwinden, hofft der Film - und mit ihm der Zuschauer."

13. Juli 2005 | KUKUSHKA - DER KUCKUCK • Kritik • fluter.de

Für Cristina Moles Kaupp ist dem Filmteam ein aufregender und ungewöhnlich facettenreicher Antikriegsfilm gelungen. KUKUSHKA - DER KUCKUCK gewinnt "dramatisch an Fahrt, versteigt sich etwas in spirituellen Dimensionen, um dann wieder brav zu erden. Um Verständigung dreht sich alles, um Liebe und um den Versuch dreier Menschen, nicht zum Spielball von Angst und Hass zu werden. Genüsslich lässt Regisseur Alexander Rogoshin die unterschiedlichsten Kulturen aufeinander prallen und führt die Männer pfiffig an der Nase herum."

Juli 2005 | KUKUSHKA - DER KUCKUCK • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Juli 2005 | KUKUSHKA - DER KUCKUCK • Kritik • film-dienst 14/2005

Hans Messias hat ein poetisches wie humorvolles Antikriegs-Märchen, eine wunderbare Tragikomödie gesehen. "Getragen wird die Geschichte durch drei hervorragende Darsteller, die den einfach gezeichneten Charakteren immer wieder die nötige Tiefe verleihen, um Signale ihres ganz persönlichen Geheimnisses auszusenden und um immer wieder neue Facetten ihres Wesens aufschimmern zu lassen. Unterstützt wird Regisseur Rogoschkin dabei auch durch seinen Kameramann Andrej Schegalow, der kalte Farben wählt, um die männlich dominierte Außenwelt zu unterstreichen, aber fast körperlich spürbare warme Rot- und Braun-Töne einsetzt, sobald sich das Geschehen in Annis Hütte verlagert. Hier ist es dann fast so wie in einer idealisierten Kindheit: zwar nicht sorgen- und konfliktfrei, aber doch positiv besetzt."

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