| Regie | Tim Story |
| Kinostart | 14.07.2005 |
Für Jens Balzer ist die Zeit der interessanten Comic-Verfilmungen vorbei. Die FANTASTIC FOUR sind nur noch matte Mutanten. "Insofern ist man erst einmal gar nicht unerfreut darüber, dass sich die Verfilmung des Superhelden-Klassikers FANTASTIC FOUR (produziert von Bernd Eichinger, inszeniert von Tim Story) als belanglose, aber anfangs ganz kurzweilige Actionkomödie für Teenies entpuppt - ein annehmbarer, aber auch schnell wieder vergessener Popcorn-Film für den Sommer. Wenn man sich hier über irgendetwas nicht ärgern muss, dann über eine Ambition, die nicht eingelöst wurde. ... Tim Story besitzt ein gutes Gefühl für Komödiendramaturgie, seine Dialoge haben das richtige Tempo und in vielen Fällen auch den richtigen Witz. Als Action-Regisseur taugt er hingegen wenig, wie sich zum Finale hin zeigt."
Bodo Mrozek ist nicht besonders angetan. "Dem von Tim Story (Regie) mit den üblichen Superspezialeffekten in Szene gesetzten Film gelingt es nicht, daraus eine auch nur einigermaßen spannende Handlung zu entwickeln. Fackel Johnny lässt zwar auch privat nichts anbrennen und Schwester Sue ist tragisch in den Biegemann verliebt, aber die Handlung quält sich von einem krachenden Dolby-Surrond-Effekt zum nächsten Kalauer und erreicht bei weitem nicht das selbstironische Niveau etwa der Spiderman-Remakes oder des Originalcomics."
David Kleingers fallen nur böse Adjektive für FANTASTIC FOUR ein: hirnlos, hässlich, humorfrei, langweilig und ein schlicht herzloses Bilder-Konglomerat. "Nachgerade beeindruckend ist allenfalls die Konsequenz, mit der FANTASTIC FOUR als Film die Fähigkeiten seiner Protagonisten spiegelt: Er zieht sich wie alter Kaugummi, verfolgt keinen sichtbaren Zweck, ist voll und ganz hirnverbrannt und hinterlässt ein Publikum mit versteinerter Mine. ... Spannung, Humor und Romantik sind so absent wie die inhärente Tragik der Figuren."
Leichte Unterhaltung und einfachen Spaß hat Ernst Kramer beim Filmbesuch erlebt. Der Regisseur offenbart ein Händchen für Dialog-Timing und trockenen Humor. "So bleibt "Die fantastischen Vier" nicht nur unangestrengter, sondern auch menschlicher als alle anderen Superhelden-Filme. Gegen die blutarmen und wichtig dreinschauenden X-Men verhalten sich die Fantastischen Vier wie eine Bande ungezogener, liebenswerter Rotzlöffel. Einfach fantastisch."
Sympathisch komisch findet Carlos Gerstenhauer diese US-Superhelden. Leider sind fast alle Klischees eines Superhelden-Blockbusters abgearbeitet worden. "Da gibt es eine keusche Liebesgeschichte zwischen Mr. Fantastic und Frau Invisible, da gibt es Stunts, die man glaubt irgendwo anders schon gesehen zu haben, magere Zwei Zeilen Dialog Strecken, in schlecht belüfteten Drehbuchwerkstätten entstandene Bösewichter und sehr wenig Überraschungen und noch weniger Gehirnschmalz. Aus der irgendwie charmanten, ja ein wenig verrückten Vorlage macht dieser Film wenig."
Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.