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ANTARES - STUDIEN DER LIEBE

ANTARES - STUDIEN DER LIEBE

Regie Götz Spielmann
Kinostart 14.07.2005

Kritiken • ANTARES - STUDIEN DER LIEBE

15. Juli 2005 | ANTARES - STUDIEN DER LIEBE • Kritik • Die Tageszeitung

Der Regisseur hat Christoph Huber mit präzis kadrierten Entfremdungsbildern vom grauen Stadtrand überzeugt. "Dazu passt, dass Spielmanns genaue, von faszinierter Distanz geprägte Inszenierung im Rahmen der ersten, im bürgerlichen Milieu angesiedelten Episode einer an Routine erkrankten Ehe am überzeugendsten ausfällt, und dazu passt auch deren frankophiles Element. ... Vor allem überzeugt aber die ausgewogene Gestaltung der Charaktere: Die einzige unbelehrbare Figur führt unbedacht den eigenen Untergang herbei, die Schuldigkeiten der anderen balancieren sich sorgfältig aus, und am Ende steht jeweils die Hoffnung auf einen Neubeginn. Trotz typisch trister Atmosphäre ist ANTARES letztlich ein unösterreichisch utopischer Film über die Liebe."

14. Juli 2005 | ANTARES - STUDIEN DER LIEBE • Kritik • Der Tagesspiegel

Hans-Jörg Rother hat ein kaltes Gefühlsdrama gesehen. "Als Moralist befindet sich Spielmann mit Michael Haneke, Ulrich Seidl und Barbara Albert in guter Gesellschaft, stilistisch geht er eigene Wege. Er unterwirft jedes Detail seiner prägenden Absicht, was zu dem Eindruck führt, die Personen bewegten sich wie auf Planetenbahnen, und der Autor wolle an ihnen ein Exempel statuieren. Seine Filme sind nicht so bitterböse wie die Seidls oder so pessimistisch wie die Hanekes. Aber die missratene Liebe liefert auch ihm den Beweis für die Verrottung unserer Kultur."

13. Juli 2005 | ANTARES - STUDIEN DER LIEBE • Kritik • fluter.de

So viel Muff, so viel Zähigkeit war lange nicht, wettert Silke Kettelhake. "Dazu Regisseur Götz Spielmann: "Die Liebe ist keine Illusion, sondern eine Utopie." Einen pessimistischen oder negativen Film wollte er nicht machen über die Liebe. Self-fullfilling prophecies - manchmal passiert gerade das, wovor man Angst hat. Denn genau diesen Eindruck macht sein Film."

13. Juli 2005 | ANTARES - STUDIEN DER LIEBE • Kritik • br-online.de

Die ganze Palette menschlicher Leidenschaften hat Andrea Mirbeth in dem herausragenden Episodenfilm gesehen. "Ein wenig wie in Schnitzlers Reigen ist das alles, nur spielt es nicht im melancholisch geschwängerten, süßen Wien der Jahrhundertwende, sondern im rauen 21. Jahrhundert. Hoffnung auf ein Happy End macht Götz Spielmann keinem seiner Protagonisten, das Leben am Rande Wiens kann ganz schön grausam sein. ANTARES, der erfolgreich auf Festivals in Locarno, Toronto und Hof zu sehen war, wünscht man ein großes Publikum. Aber Vorsicht: Der Film geht ganz schön unter die Haut."

13. Juli 2005 | ANTARES - STUDIEN DER LIEBE • Kritik • Jungle World

Laut Andreas Hartmann schildert ANTARES - STUDIEN DER LIEBE das triste Leben in einer österreichischen Wohnsiedlung, ohne seine Figuren zu denunzieren. "Seine Milieuschilderungen sind perfekt. Spielmann entblößt seine Figuren, durchleuchtet sie mit durchaus zynischem Blick, beschützt sie aber auch. ... All das zu sehen, wirkt skurril und rührend gleichzeitig. Spielmann zeigt die Fehler der beiden, ihre Macken, Ängste, Verletzlichkeiten und auch ihren unglaublich schlechten Geschmack, was die Einrichtung ihrer Wohnung betrifft, die sichtbar von Nicoles Stofftierchen mitbewohnt wird. Doch nach dem Vorbild des englischen sozialkritischen Films gehört diesen Fehlern und diesem schlechten Geschmack der Unterschichten auch die Sympathie des Regisseurs. Er blickt auf Österreichs white trash nicht herab, sondern zeigt ihn einfach. Sich über ihn lustig zu machen, überlässt er ganz allein der Entscheidung des Zuschauers."

Juli 2005 | ANTARES - STUDIEN DER LIEBE • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Juli 2005 | ANTARES - STUDIEN DER LIEBE • Kritik • film-dienst 14/2005

Der Regisseur erzählt laut Stefan Volk seine Geschichten ungeschminkt. "Drei Episoden, drei Geschichten, die das Leben erzählt: hart, ruppig, unsentimental, aber keineswegs hoffnungslos. Die hässliche, kaltstrahlende Wohnsiedlung passt zum scharfen, illusionslosen Forscherblick, mit dem Spielmann seine Figuren studiert. Diese sind jedoch nicht bloß Gefangene äußerer, sozialer Umstände, sondern selbst für ihr Leben und Lieben verantwortlich. Demonstrativ legt Spielmann Zukunft und Schicksal am Schluss in deren Hände zurück. ... Auch wenn im menschlichen Mikrokosmos von Spielmann kein Platz für Illusionen sein mag - Raum für Wünsche, Sehnsüchte, Träume und für Hoffnung bleibt allemal."

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