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DAS PARFÜM

DAS PARFÜM

Regie Tom Tykwer
Kinostart 14.09.2006

Kritiken • DAS PARFÜM

14. September 2006 | DAS PARFÜM • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer unterhält sich mit Tom Tykwer über einen Serienkiller, der sich nach Liebe sehnt, das schnelle Verschmutzen und langwierige Säubern von historischen Straßenzügen und die Abneigung gegen Geruchskarten im Kino.

13. September 2006 | DAS PARFÜM • Kritik • Der Spiegel

Der Film ist laut Jenny Hoch mißglückt: Statt seelischer Abgründe werden Nasenhöhlen erkundet. "Im Kino versucht Regisseur Tom Tykwer, die Innenperspektive der literarischen Vorlage mit extremem Stilwillen auszugleichen. Rasend schnell senkt sich die Kamera auf eklige Fleischbrocken, glitschige Muscheln, vernarbte Visagen und dreckige Gliedmaßen. Im Kontrast dazu tragen schwärmerische Musikkaskaden, von Tykwer zum Teil selbst komponiert, von Simon Rattle mit seinen Berliner Philharmonikern eingespielt, den Zuschauer in die höheren Sphären von Grenouilles Geruchswelt. ... DAS PARFÜM ist ein abstraktes Filmexperiment in der Verkleidung des opulenten Blockbusters. So wie Grenouilles Nase die Umwelt in ihre Geruchsbestandteile zerlegt, so operiert Tykwer auf der Molekularebene des Visuellen."

13. September 2006 | DAS PARFÜM • Kritik • Berliner Zeitung

Bankdirektorenästhetik bescheinigt Stephan Speicher dem Film. "Selten hat man sich im Kino so gelangweilt. Glücklich, wer eine Uhr mit Leuchtziffern hat. Mit seiner sinnlichen Überpräsenz, dem Willen, in jedem Moment den Betrachter mit der Opulenz der Bilder zu beeindrucken, strömt der Film eine schreckliche Vulgarität aus. Vulgär ist die Protzigkeit, mit der das große Produktionsbudget in Szene gesetzt wird. Vulgär ist der Neureichenglaube, von allem das Aufwändigste zu wählen sei guter Geschmack. Und vulgär ist der Versuch, einen Film anzubieten, der in jeder Einstellung nur von einem spricht, vom Verkaufen."

13. September 2006 | DAS PARFÜM • Kritik • Die Tageszeitung

Dietmar Kammerer ist enttäuscht: Der Regisseur findet lauter Bilder, die von nichts anderem reden als ihrem eigenen Visualisierungszwang. "Bei allem anderen bedient sich der Film aus dem Vollen. Die künstlerischen Departments, die Kostümbildner, Tischler und Ausstatter, die Verantwortlichen für die historische Akribie, das Make-up und das Szenenbild - am eindrucksvollsten die "Dirt Surface Crew" - haben ganze Arbeit geleistet. ... Wäre der Film ein Roman, er bestünde aus lauter Ausrufezeichensätzen: Welch Schmutz in der Stadt! Welch malerische Landschaft! Welch große Nase! Wäre DAS PARFÜM ein Duft, das Urteil müsste lauten: In der Kopfblüte pompös, in der Herznote zu aufdringlich, und im Nachklang bleibt nichts übrig."

13. September 2006 | DAS PARFÜM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Marc Hairapetian spricht mit Regisseur Tom Tykwer über seine Verfilmung von Patrick Süskinds Bestseller.

13. September 2006 | DAS PARFÜM • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Die Ahnungen von Alexandra Stäheli haben sich erfüllt: "Kameramann Frank Griebe flösst den akribisch arrangierten Bildern höchste Suggestionskraft ein, indem die im Buch voluptuös beschriebenen Gerüche in leuchtende, pralle Farben und satte, knackige Töne übersetzt werden ... Überhaupt hat sich Tykwer die Begriffe 'Authentizität und Intensität', wie er selbst sagt, zum Programm gemacht, was sich vor allem in einzigartigen Schmutz-Stillleben zeigt: Der unverkennbare Jauche-Look, um den sich eigens eine 'Dirt-Unit' am Set kümmerte - die jeden Tag von neuem das Barrio Gotico in Barcelona von oben bis unten mit Schlamm einseifte -, wird so zum corpus delicti einer mörderisch-getreuen Literaturadaption."

09. September 2006 | DAS PARFÜM • Kritik • Berliner Zeitung

Die BLZ veröffentlicht ein ausführliches Interview mit Regisseur Tom Tykwer.

09. September 2006 | DAS PARFÜM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Unverfilmbar ist die Leseerfahrung von Patrick Süskinds Bestseller, meint Daniel Kothenschulte. Obwohl der Regisseur "eine virtuose Bildmontage an die nächste reiht, misstraut er seinen Bildern. Im Versuch, sich selbst zu übertreffen, relativiert sich dieser größte Virtuose unter Deutschlands Filmemachern in einem mitunter hektischen, uneinheitlichen Stil. Zu einer Nummernrevue geraten die Auftritte der zu ermordenden Schönheiten. ... Nicht, dass dieser Duft schlecht wäre. Er ist nur, ganz einfach gesagt, kein gutes Parfüm. Eichingers und Tykwers Parfüm riecht wie "Amor und Psyche"."

07. September 2006 | DAS PARFÜM • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala beschreibt, wie Tom Tykwer das Buch auf die Leinwand bringt. "Was tut sich auf der Leinwand, kaum dass eine Nase schnüffelnd aus dem Dunkel tritt, kalt von oben ausgeleuchtet? Die Bilder dröhnen, die Töne tun meist lautestmalerisch das ihre, und natürlich: kein Geruch, nirgends. Schlimmer noch: nicht einmal die Vorstellung davon. Ja, je heftiger Kamera und Tonspur ihr nachzujagen trachten, desto durchtriebener scheint sich die literarische Magie des Stoffes zu entziehen. ... Bloßes Sausen ums Grausen. Und so gedeiht schon früh die Langeweile – auf, zugegeben, gehobenem Niveau."

24. August 2006 | DAS PARFÜM • Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus ist enttäuscht: Der Regisseur hat keine eigene Bilderwelt zu bieten. Der Film hangelt sich "an den Stationen des Romans entlang, während hin und wieder alte Bekannte auftauchen. Und so schicksalsschwer der Tykwer-typische Herzschlag-Beat pocht, so athletisch sich die Kamera in Kreisfahrten und Reißschwenks übt, bleibt die Versinnbildlichung des Riechens doch recht banal. Immer wieder rast Tykwer über Stock und Stein zu jüngferlichen Nacken oder zoomt sich an ein kopulierendes Paar heran. Das Parfum ist das Werk eines beflissenen Illustrators, der den Roman nicht als Pforte zur eigenen Vorstellungswelt zu nutzen weiß."

05. Juli 2005 | DAS PARFÜM • Kritik • Der Spiegel

Wolfgang Höbel war am Set von DAS PARFÜM, den Tom Tykwer in den Lavendelfeldern der Provence gerade verfilmt. "Für Eichinger und Tykwer geht es um viel. Sie müssen den Zauber einer Story einfangen, die im Frankreich des 18. Jahrhunderts spielt, zu der jeder Leser eigene Bilder im Kopf hat und die noch dazu von Düften und Gerüchen handelt, sehr flüchtigen Dingen also, die man nur im Ausnahmefall "in der Tat sogar mit Augen sehen kann", wie es Süskinds Held einmal gelingt. Tykwer muss zeigen, dass er seinen Stilwillen, den er den "Zug zum Extremen" nennt, auch auf eine historisch-literarische Vorlage verpflanzen kann; Eichinger will mit einem Budget-Einsatz von 50 Millionen Euro natürlich zuallererst den Triumph an der Kinokasse."

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