Inhalt • DIE BLAUE GRENZE
Die deutsch-dänische Grenze, "Die Blaue Grenze", ist jene zwischen den Lebenden und den Toten. Der Vater des 20jährigen Momme Bief kann mit seinem ihm entfremdeten Sohn keinen Frieden schließen. In und um Flensburg sucht er die Träume des ruhelosen Sohnes auf. Als dieser die Liebe seines Lebens trifft, eine Grenzgängerin aus dem Dänischen, scheint es keineswegs ausgeschlossen, dass diese Begegnung aus dem Jenseits gestiftet wurde. Frustriert ist Kommissar Poulsen, als ihm ein Fall nicht übertragen wird. Er recherchiert auf eigene Faust und begegnet dabei der geheimnisvollen Nachbarin Frau Marx, die ihn in die Geheimnisse der "blauen Zone" einführt. Auch Poulsen winkt neues Liebesglück...
Kritik • DIE BLAUE GRENZE • 21. November 2005 • film-dienst 24/2005
Felicitas Kleiner ist von der suggestiven Reise ins Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark, ins Niemandsland zwischen Leben und Tod angetan. "Sowieso lohnt es schon wegen der exzellenten Darstellerriege, sich DIE BLAUE GRENZE anzusehen: wegen des Wiedersehens mit Hanna Schygulla, aber auch wegen des bemerkenswerten Hauptdarstellers Antoine Monot jr. als Momme. Herausragend auch Jost Siedhoff als Großvater ... Der Film besticht als bildgewaltige, sorgfältig komponierte und doch offene Reflexion über menschliche Grenzerfahrungen, wobei die skurrile Komik, die sich immer wieder Bahn bricht, die Melancholie konterkariert und die hoffnungsvolle Liebesgeschichte zwischen Momme und Lena den großen Themen Sterben und Verlust entgegengehalten wird."