Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

ALPHA DOG

ALPHA DOG

Regie Nick Cassavetes
Kinostart 22.03.2007

Kritiken • ALPHA DOG

23. März 2007 | ALPHA DOG • Kritik • Der Tagesspiegel

ALPHA DOG hätte den moralisch und juristisch fragwürdigen Realitätsbezug gar nicht nötig gehabt, meint Christina Tilmann. "Die Geschichte, die er erzählt, ist stark – sie wäre es auch mit weniger Authentizitätsgetrommel gewesen. ... Das wird mit einer Konsequenz zu Ende erzählt, die dem Film verstörende Kälte, alttestamentarische Wucht gibt. Cassavetes lässt keinen Ausweg aus der Geschichte, deren fatalen Ausgang die Wirklichkeit vorgegeben hat."

23. März 2007 | ALPHA DOG • Kritik • Der Spiegel

Rüdiger Sturm unterhält sich mit Regisseur Nick Cassavetes über seiner Verantwortung, den Problemen heutiger Jugendlicher und dem Verhältnis zu seinem Über-Vater.

22. März 2007 | ALPHA DOG • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling bescheinigt dem Regisseur erzählerische Gerissenheit. "Nick Cassavetes Inszenierung, sein großes Interesse an der Verfolgung der Figuren bis zur Vernachlässigung der erzählerischen Linie, zugleich seine Zurückhaltung bei der moralischen Bewertung erinnern an die Filme seines Vaters John Cassavetes. Dessen Temperament hat Nick zwar nicht, dafür öffnet ihm sein Gespür für die unaufdringliche Symbolkraft seiner leeren Schauplätze eine Bedeutungsebene oberhalb des dokumentarischen Stils. Und da geht es dann doch um Fragen, die über die Personen hinausgehen - es geht um eine moralische Katastrophe und ihre gesellschaftlichen Ursachen."

22. März 2007 | ALPHA DOG • Kritik • Die Tageszeitung

Wilfried Hippen hat ALPHA DOG durch seine Ambivalenz provoziert. Der Regisseur "zeichnet ein genaues Bild des Lebensstils von Jugendlichen im heutigen Südkalifornien, und dabei ist es manchmal ist es schwer zu beurteilen, ob er diesen nun so authentisch wie nur möglich darstellt, oder spekulativ auf den voyeuristischen Blick des Publikums hin inszeniert. Aber mehr und mehr zwingt der Film zu einem genaueren Schauen, bei dem klar wird, dass alle nur aus den Medien abgeleitete Attitüden vorführen. Dahinter verbirgt sich ein erschreckendes moralisches Vakuum. Stilistisch betont Cassavetes seine semidokumentarische Methode dadurch, dass er in Zwischentiteln genaue Raum und Zeitangaben liefert und Passanten als die Zeugen beim späteren Prozesse durchnumeriert."

22. März 2007 | ALPHA DOG • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Alexandra Stäheli vergleicht den Film mit KIDS. "Anders als Clarks leicht voyeuristischer Blick zeigt uns Cassavetes das Drama dieser gewalttätigen Parallelgesellschaft aus einer allwissend-beobachtenden Perspektive (Kamera: Robert Fraisse), die nahe, aber scheinbar unbeteiligt, an den Protagonisten dieses zufälligen Verbrechens dranbleibt. Zwischen die einzelnen Handlungsstränge sind dabei an Polizeiverhöre erinnernde Interviews mit den Eltern der Täter und Opfer montiert, die das unmittelbare Geschehen reflektierend begleiten."

21. März 2007 | ALPHA DOG • Kritik • Jungle World

Nick Cassavetes' Film hinterlässt bei Markus Ströhlein einen zwiespältigen Eindruck. "Über eine lange Strecke erscheint der zweistündige Film beinahe richtungslos. Er könnte ein Teenager-Drama sein, aber auch eine Teenager-Komödie, eine filmische Sozial­studie oder ein True-Crime-Thriller. Dass Cassavetes in der ersten Stunde von ALPHA DOG den Eindruck erweckt, ziellos draufloszufilmen, erweist sich letztlich als dramaturgisch dienlich, ob Zufall oder Absicht. Der Gegensatz zwischen der langen, zwanglosen Einführung und der zentralen Szene, in der Zack mit erschreckender Zwangsläufigkeit umgebracht wird, verleiht diesem unmenschlichen Akt etwas Erschütterndes und Beklemmendes, das man im Kino selten erlebt. An diese Szene erinnert man sich."

21. März 2007 | ALPHA DOG • Kritik • Der Spiegel

Laut Andreas Borcholte versucht der Regisseur eine Milieustudie aus der Suburb-Hölle Kaliforniens - und drehte eine gelackte Klischee-Revue. Er scheint sich "mehr für Lichtregie und glänzende Teenager-Körper zu interessieren als für die dramatische Tragweite der Geschehnisse. ALPHA DOG pendelt zwischen Pulp-Fiction-Slapstick und Reality-TV hin und her, der Zuschauer hat es schwer, einen ästhetischen oder moralischen Standpunkt auszumachen. Wessen Perspektive ist relevant? Die der durchgeknallten rich kids, die nicht wissen, was sie tun? Oder die der hysterischen Eltern des entführten Jungen, die ihre Gleichgültigkeit mit Tränenausbrüchen kompensieren?"

20. März 2007 | ALPHA DOG • Kritik • br-online.de

Bei Gunnar Mergner hat die Spannung dank ständiger Wiederholungen eher nachgelassen, statt dass sie sich gesteigert hätte. "Kein neues Element wird da eingeführt, sondern nur gezeigt, wie viele Chancen verstrichen, Zack Mazursky doch noch freizulassen. Das fast zweistündige geistlos-bekiffte Palaver aller Beteiligten stärkt dabei zwar die These von der verkommenen Jugend, aber der ständige Leerlauf der Story und das zunehmend nervige Overacting der Schauspieler machen ALPHA DOG dann doch vor allem nur schwer konsumierbar."

20. März 2007 | ALPHA DOG • Kritik • critic.de

Thorsten Funke ist enttäuscht: "Mit seinem wummernden Soundtrack und dem machohaften Gebaren seiner Figuren entzieht er sich einer kühlen Analyse zugunsten von Schauwerten. Die lustvoll in Szene gesetzten Muskelspiele und physisch wie psychisch brutalen Riten der Jugendlichen überdecken das soziale Drama, das Alpha Dog hätte werden können. ... Wo Bruce Willis als Johnnys Vater noch mit Gusto den selbstgerechten Kleinkriminellen geben kann, wird Sharon Stone, die die Mutter des ermordeten Jungen spielt, am Ende unter einer lächerlich dicken Schicht Schminke und Gummi versteckt. Darin ist das Verhältnis des Films zu seiner der Wirklichkeit abgerungenen Geschichte gut getroffen: Er bearbeitet sein Material wie ein Stück Gummi, aber es wird nie eine Form daraus."

13. März 2007 | ALPHA DOG • Kritik • film-dienst 06/2007

Ulrich Kriest hat die Darsteller beobachtet: "Interessant ist, dass der eigentliche Hauptdarsteller Emile Hirsch von seinen Kollegen Ben Foster und Anton Yelchin glatt an die Wand gespielt wird, wobei Foster das Kunststück gelingt, seine physische Präsenz auch dann noch zu behaupten, wenn er sich aus dem Film längst verabschiedet hat. So bleibt er als imaginäres Movens der Handlung so in Erinnerung, wie er wohl auch Johnnys Handeln prägt. Auch Popstar Justin Timberlake gelingt eine überraschend subtile Darstellung ... Nicht nur in seiner Musik, auch in seiner darstellerischen Prägnanz zeigt sich Timberlake vergleichbaren Popstars wie Britney Spears, Beyoncé oder Jennifer Lopez deutlich überlegen."

01. Juli 2005 | ALPHA DOG • Kritik • Der Spiegel

Es gibt Streit um den Film. "Zwar wurden die Namen der beteiligten Personen geändert, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, ist Hollywoods Verteidiger James Blatt aber dennoch ungehalten: Die ermittelnden Staatsanwälte und Polizisten sowie potenzielle Zeugen sollen mit Regisseur Nick Cassavetes gesprochen und so bei der Herstellung des Films geholfen haben. Zudem falle der Beginn der Hauptverhandlung im kalifornischen Santa Barbara in etwa mit dem Kinostart des Films zusammen."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,42085