Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

SOMMER VORM BALKON

SOMMER VORM BALKON

Regie Andreas Dresen
Kinostart 05.01.2006

Kritiken • SOMMER VORM BALKON

06. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz berichtet von der Premierefeier des gefeierten Films. Das Kritikerlob füllt die Gästeliste.

06. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Junge Welt

Für Richard Oehmann ist der Film nicht sexy, nicht turbulent und nur bei genauer Betrachtung romantisch. "SOMMER VORM BALKON, der neue Film von Andreas Dresen, ist keine liebliche Sommerposse. Ganz trostlos ist er auch nicht. Mitunter scheint es, also wolle Dresen nach DIE POLIZISTIN und HALBE TREPPE nun der Frank Capra der Hartz-IV-Ära werden. Um Klischees kommt er dabei nicht herum. Weitgehend verzichtet er aber auf jene billigen Tricks und Schnörkel, mit denen Unterhaltungskino sonst so bestritten wird, ist eben nur ein bißchen trivial, ein bißchen kummervoll und ein bißchen niedlich, streckenweise dabei immerhin ziemlich wahrhaftig.
Durch Dresens gewohnt gute Schauspielerführung und die knappen, präzisen Dialoge Wolfgang Kohlhaases wirken die Figuren ungemein lebensecht."

06. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Der Freitag

Laut Barbara Schweizerhof ist SOMMER VORM BALKON ein Film für alle, die der Spezialeffekte im Kino müde sind. Aber die Kritikerin will mehr von Andreas Dresen. "Die Gegensätzlichkeit der beiden Hauptfiguren macht ein Problem des Dresen'schen Realismus sichtbar. Er will dem Leben bei der Arbeit zuschauen, aber er will damit auch ein Publikum gewinnen und deshalb soll alles ganz unangestrengt und wie von leichter Hand wirken. Richtig tragisch werden dürfen die Dinge nicht. Was dazu führt, dass sie manchmal allzu klein wirkt, die Welt dieser filmischen Wirklichkeit. Man kommt sich darin irgendwie knapp gehalten vor, fast wie auf Diät."

05. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Wolfgang Paul hat der Film das Zeug, ein Klassiker zu werden. Dresen und Kohlhaase fügen "die witzigen und die anrührenden Momente zusammen. Dresens Gespür für Situationen ist es zu verdanken, dass Schauspieler harmonisch neben Laien spielen und alles so ausschaut wie in einer Dokumentation. Mit seinem Improvisationstalent und seinem Faible fürs Spontane ("Gleich mal mitdrehen!") ist er ohnehin einzigartig im deutschen Film. SOMMER VORM BALKON ist sein Meisterwerk, und wenn wir einen Wunsch äußern dürfen, dann den, dass nicht viel Zeit vergehen möge bis zur nächsten Zusammenarbeit von Wolfgang Kohlhaase und Andreas Dresen."

05. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Die Tageszeitung

SOMMER VORM BALKON ist laut Anke Leweke ein sehr beiläufiger Film über raue Zeiten und die Liebe. Sie porträtiert den Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase. "Auch wenn es sich bei SOMMER VORM BALKON um einen Film handelt, der, wie man so leichthin sagt, seine Geschichte und Figuren auf der Straße gefunden hat, ist er doch voller Kinomomente. Es geht um große Gefühle, die auch in ihrem sozialen Licht erscheinen."

05. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Neues Deutschland

Für Marion Pietrzok sind es die Blicke von Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase, denen Dresen durch die Handkamera Andreas Höfers Augen gibt. "Eine wunderbar dichte Geschichte von den Leuten nebenan, mit so einzigartigem trockenem Humor und traumsicheren Pointen. Da haben sich zwei Zauberer gefunden, die nicht Illusionstheater schaffen, sondern eine Echtheit herstellen, in der das Ernste, Tragische erträglich erscheinen. Der Autor und der Regisseur, der den Text fast Wort für Wort übernommen hat, lassen den Figuren ihre Würde, schenken ihnen feinfühlig Be-Achtung und Anteilnahme. Als wäre es ein tieflotender Dokumentarfilm - so genau in Detail und Stimmung, so unmodern zynismusfrei, so befreiend, weil ehrlichen Herzens."

04. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Der Spiegel

Für Christian Buß ist SOMMER VORM BALKON der erste echte deutsche Wiedervereinigungsfilm: "eben gerade weil die Wiedervereinigung gar nicht explizit verhandelt wird. Der Osten und der Westen, hier treffen sie in einem noch nicht auf Hochglanz sanierten Teil des Prenzlauer Bergs aufeinander. Kalkül und Solidarität - Kohlhaase und Dresen erzählen davon ohne jeden sozialromantischen Touch. ... SOMMER VORM BALKON ist ein Film, der mit den Gefühlen seiner Figuren nicht hausieren geht - und das Publikum trotzdem für sie vereinnahmt."

04. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Stephan Speicher ist so das Leben. "Es wird wunderbar gespielt in diesem Film, bis in die Nebenrollen. Jede Figur trägt ihr einzelnes Schicksal; jeder Schauspieler zeigt, wie schwer es ist, aber sentimental wird es nie - zu schnell, zu sicher sind die Dialoge. Auch dies aus einem Berlin, wie man es ersehnt: Genauigkeit und Seele, man richtet sich ein. Wo die Liebe es schwer hat, gibt es doch das Sich Kümmern. Und das ist nichts Geringes."

04. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal spricht mit Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase über seine Arbeit an dem Film.

04. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Frankfurter Rundschau

Vignetten eines Kinos der Post-Schröder-Ära hat Rüdiger Suchsland wahrgenommen. SOMMER VORM BALKON ist "ein sommerlicher Film, warmherzig in jeder Hinsicht, wie man das von diesem Filmemacher gewohnt ist. ... Sehr entspannt, von mediterraner Musik durchzogen, beginnt diese Sommergeschichte vom Überleben in schweren Zeiten, die beim Filmfestival von San Sebastian im vergangenen September ihre Premiere erlebte. Und doch dominiert von Beginn an das Bittersüße, ein melancholischer Ton, fern von aller falschen Versöhnlichkeit. ... SOMMER VORM BALKON liefert dichte, dabei ungewohnte Eindrücke aus dem Berlin der Gegenwart, ist durchzogen von Running Gags, einem humorvoll-melancholischen Grundton und viel schnoddrigem, "typisch Berliner" Witz."

04. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Der Tagesspiegel

Wie Lars von Törne behauptet, dürfte der Film den Berliner Helmholtzplatz berühmt machen.

04. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • epd-film 01/2006

Der Regisseur überrascht Jörg Taszman immer wieder. "Auch wenn Dresen nach eigenem Bekunden eine leichte Sommerkomödie gedreht hat, ist Sommer vorm Balkon nicht frei von tragischen und traurigen Momenten. Die soziale Realität wird nie ausgeklammert. Optimal erscheint seine Zusammenarbeit mit Wolfgang Kohlhaase, der nach seinen DEFA-Filmen wie SOLO SUNNY und der Zusammenarbeit mit Volker Schlöndorff bei DIE STILLE NACH DEM SCHUSS erneut beweist, dass er wie kein anderer im deutschen Kino authentische Dialoge und scheinbar banale Lebenssituationen (be)schreiben kann, die, obwohl sprachlich leicht überhöht, nie abgehoben wirken."

04. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • fluter.de

Rührend findet Jenni Zylka die Sommerstory. "In SOMMER VORM BALKON lernt man mehr über Frauen, Männer, Beziehungsstress, Suff und Depressionen als in sämtlichen Hollywoodtragikomödien zusammen. Statt der üblichen kitschigen Freundschaftsschwüre hat Dresen komische und reale Dialoge gesetzt, statt utopischer Jobs-in-der-Medienbranche gibt es Arbeitslosigkeit und Altenpflege inklusive Arschabwischen, statt Traummännern und Traumfiguren laufen selbstbewusste Knallchargen wie Trucker-Ronald oder fast verblühte Thekenkräfte mit Lebenserfahrung umeinander herum."

04. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • fluter.de

Nana A. T. Rebhan spricht mit Andreas Dresen über deutsche Realitäten.

04. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • br-online.de

Der Film hat laut Margret Köhler alles, was eine Komödie braucht: eine Portion hinreißenden Humor, ein Quentchen Traurigkeit und eine Prise Hoffnung. "Man möchte dem Trio immer weiter zusehen, wie es sich in falsche Vorstellungen verrennt und sich am Vorläufigen festklammert. Weitab vom Gefälligkeitskino wird hier die ganze Palette der Gefühle mit einer Träne im Knopfloch herunterbuchstabiert. ... Dresen zeigt Menschen, die probieren, mit ihrer Einsamkeit klarzukommen und Gefühlskatastrophen ohne größere Blessuren zu überstehen. Ein zusätzlicher Trumpf ist die herrlich-kitschige, aber passende Schlagermusik, wenn Marianne Rosenberg trällert "Er gehört zu mir" oder Nana Mouskouri mit frisch-munterem "Guten Morgen Sonnenschein" das Geschehen begleitet und leicht karikiert."

04. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • br-online.de

Margret Köhler spricht mit dem Regisseur über Einsamkeit und Gefühlskatastrophen.

02. Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz spricht mit Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase, der mit Filmen wie BERLIN - ECKE SCHÖNHAUSER, SOLO SUNNY und SOMMER VORM BALKON wunderbare Geschichten geschreiben hat.

Januar 2006 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • film-dienst 01/2006

Laut Ulrich Kriest gelingt dem Film auf denkbar unspektakuläre Weise Spektakuläres: "Der Film fängt Alltagsrealität ein, erzählt auf sehr empathische Weise von Hoffnungen und Enttäuschungen, von Liebe und Verlust, vom Leben und auch vom Sterben. Verengt man seine Perspektive aufs streng Dichotomische, dann erzählt der Film stringent zwei sehr unterschiedliche Geschichten: eine von Liebe, Freundschaft und Solidarität, eine andere von Enttäuschung, Arbeitslosigkeit, Gewalt und Einsamkeit. SOMMER VORM BALKON wählt die Vermittlung beider Seiten, folgt seinen Figuren mit Interesse und einem Gespür fürs Komische durch einen Alltag, der die Figuren atemlos macht oder endlosen Leerlauf bietet. Denkt man all diese Widersprüche zusammen, erhält man ein komplexes Gewebe, das in der Summe den Kontingenzen ähnelt, die man gerne 'das Leben' nennt."

30. Dezember 2005 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Begründung der Jury der Evangelischen Filmarbeit: Film des Monats

"Lakonisch nimmt der Film die Lebenssituation von zwei Frauen in den Blick. Mit Souveränität, Humor und detailliertem psychologischen Verständnis entwickeln Regisseur und Drehbuchautor über Alltag und Milieu, soziale Lage und individuelle Hoffnungen der Haupt- und Nebenfiguren hinaus ein Bild der gegenwärtigen Wirklichkeit, das Unscheinbares und Unauffälliges sichtbar macht. Brillante Dialoge, exzellente schauspielerische Leistungen und die Sympathie für menschliche Sorgen und Nöte verbinden sich zu einer Gesellschaftskomödie, die an große Vorbilder wie Woody Allen erinnert. Es sind die kleinen Gesten, an denen die Freundschaft hängt. Trotz Arbeitslosigkeit und Beziehungsstress bieten die Sommerabende auf dem Balkon das Refugium, das trägt. Bei allem Realismus lebt der Film von einer Anteilnahme, die über die nüchternen Alltagsanforderungen hinausweist."

29. Dezember 2005 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Die Zeit

Andreas Dresens sonniger Milieu-Film hat Christoph Dieckmann gefallen. "Eine schöne Kraft durchwirkt die Filme des Andreas Dresen, ein Realismus der höheren Art. Er zeichnet seine Menschen bis zur Drastik, aber liefert sie nicht aus. Er begnadigt, er gibt Liebe. Er versteht die Alten wie die Kinder. ... So ist das Leben. So könnten alle Dresen-Filme heißen. Dresen sagt, sein Freund und Kollege Günter Reisch habe Sommer vorm Balkon als Beschreibung eines Übergangs bezeichnet: vom Sozial- zum Individualstaat, von der Fürsorgegesellschaft zu Verhältnissen, die jeden auf sich selbst verweisen. Die dazugehörige Beklemmung erzeugt der Film mit Charme und ohne Eifer."

14. November 2005 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker porträtiert den Regisseur Andreas Dresen, in dessem Film SOMMER VORM BALKON der alten Prenzlauer Berg eine Hauptrolle spielt.

12. November 2005 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Berliner Zeitung

Regine Sylvester spricht mit Regisseur Andreas Dresen über das Glück des Wanderers, den Menschen an der Klippe und über einem heiteren Film über die Einsamkeit.

01. November 2005 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Die Tageszeitung

Für das Thema Arbeitsosigkeit hat der Film eher Betroffenheit bei Barbara Schweizerhof ausgelöst. Der Regisseur zeigt sein Mitgefühl für seine nicht in allen Lagen sympathischen weiblichen Hauptpersonen. Typisch ist "der Hang zur Bescheidenheit der filmischen Mittel, der wie zwangsläufig eine gewisse Versöhnlichkeit mit einschließt."

20. September 2005 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Berliner Zeitung

Rüdiger Suchsland hat sich SOMMER VORM BALKON angeschaut, der gerade beim Filmfestival in San Sebastian vom Publikum beklatscht wurde. In der bittersüßen, von mediterraner Musik durchzogenen Sommergeschichte vermittelt das Filmteam "dichte, ungewohnte Eindrücke aus dem Berlin der Gegenwart, durchzogen von einem humorvoll-melancholischen Ton und viel schnoddrigem Witz. Ganz beiläufig entsteht so auch das tragikomische Porträt einer Gesellschaft, die von innerer Unsicherheit geprägt ist, ohne sich wirklich am Abgrund zu befinden."

07. Januar 2005 | SOMMER VORM BALKON • Kritik • Die Tageszeitung

Uwe Rada hat einen Helmholtz-Platz gesehen, der nicht nur hinzugewonnene, sondern auch verlorene Heimat ist.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,41001