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MY SUMMER OF LOVE

MY SUMMER OF LOVE

Regie Pawel Pawlikowski
Kinostart 30.06.2005

Kritiken • MY SUMMER OF LOVE

30. Juni 2005 | MY SUMMER OF LOVE • Kritik • Berliner Zeitung

Anfangs dachte Anke Springer an viel Kitsch, aber das hat sich als falsch herausgestellt. "Regisseur Pawel Pawlikowski erzählt seinen Film stilsicher und weitgehend frei von Stereotypen. Es sind schlichte und dichte Bilder, die das Verhältnis von Mona und Tamsin beschreiben. MY SUMMER OF LOVE ist keine kitschige Affäre zweier unreifer Mädchen. ... Ein großer Teil der Authentizität dieses Films ist den beiden Hauptdarstellerinnen geschuldet. Natalie Press hat mit Mona den Part des hässlichen Entleins übernommen. Das macht sie so gut, dass sie von Londoner Kritikern als beste Newcomerin 2005 ausgezeichnet wurde. Press, in Interviews ebenso lebendig wie im Film, gibt mit Mona ein ausdrucksstarkes Debüt in ihrem ersten Kinofilm. Mona ist charakterfest und zu Empathie fähig. Wer Tamsin wirklich ist, erfährt der Zuschauer erst ganz zum Schluss."

30. Juni 2005 | MY SUMMER OF LOVE • Kritik • Die Tageszeitung

Für Philipp Bühler ist der Film mehr als eine Liebes-Sommer-Geschichte. "Was in diesem Film passiert, hat keine große Bedeutung, außer für seine Beteiligten; er verlässt sich auf Stimmungen und will sich zwischen Realitätssinn und Wunschbildern nie richtig entscheiden; in seinen schlechten Momenten erscheint alles wie aus zweiter Hand, schon hundertmal gesehen und bloß imitiert; in den guten erlebt man etwas aufregend Neues, vielleicht sogar Provozierendes. ... MY SUMMER OF LOVE ist ein Film über die Liebe und ihre Tücken. Aber auch darüber, wie uns die schrecklichsten Dinge stärker machen können. Frei nach Nietzsche. Es ist ein Film wie das Gesicht von Natalie Press, von englischer, aber sicher nicht vornehmer Blässe. Mit vielen Sommersprossen als Farbtupfern."

30. Juni 2005 | MY SUMMER OF LOVE • Kritik • Der Tagesspiegel

Als reines Herzensdrama nahe am Kitsch bezeichnet Hans-Jörg Rother den Film. Der Regisseur "wollte von 'der modernen Realität' wegkommen. Das ist ihm durchaus gelungen. Mit Hilfe seines hervorragenden Kameramannes Ryszard Lenczewski und der bis in die Nebenrollen hinein überzeugenden Darsteller hat er eine eigene filmische Welt geschaffen, wo anscheinend nur Gefühle zählen und in die sich doch die miese Realität wieder hineinzwängt. Die englische Kritik hat MY SUMMER OF LOVE als besten britischen Film des Jahres 2004 ausgezeichnet: ein Tribut an Pawlikowskis unzweifelhaftes Regietalent. Unbezweifelbar ist auch die herausragende Begabung von Nathalie Press, die mit der jungen Tilda Swinton verglichen wird. Für ihre Rolle als Working-Class-Girl erhielt sie in diesem Jahr den Preis als beste Newcomerin."

30. Juni 2005 | MY SUMMER OF LOVE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Den schönsten Sweet-Sixteen-Film seit langem hat Heike Kühn gesehen. "Tragikomische Momente vermischen sich mit dem Pathos eines eigentlich Erwachsenen vorbehaltenen Melodrams, die unbekümmerten Augenblicke eines typischen Coming-of-Age-Films verzweigen sich in einem tiefer gründenden Wurzelwerk von handfesten finanziellen Nöten, sozialer Ausgrenzung, spiritueller Unbehaustheit und verwirrender Bi-Sexualität. Dabei flirren die Bilder, die Kameramann Ryszard Lenczewski einer vor Hitze zerfließenden Landschaft abgetrotzt hat, vor Lebensfreude und visueller Zärtlichkeit."

30. Juni 2005 | MY SUMMER OF LOVE • Kritik • Neues Deutschland

"Wer aber nun die Geschichte eines mutigen pubertären Coming-outs erwartet, bekommt von Pawel Pawlikowski die Bilder, nicht aber den Inhalt geliefert.", schreibt Caroline M. Buck. "Pawlikowskis freie Adaption eines Romans von Helen Cross ist ein Glücksfall, das Zusammentreffen eines enorm talentierten Regisseurs, der schon mit seinem Immigrantendrama LAST RESORT bewies, dass er sich auf leise Töne versteht, mit einer Besetzung, einer Atmosphäre und einer Musik, die ein nahezu perfektes Ganzes ergeben."

29. Juni 2005 | MY SUMMER OF LOVE • Kritik • fluter.de

Philipp Bühler hat nie so genau gewußt, wo der Regisseur hin will. "Das ist die Stärke und die Schwäche dieses Stimmungsfilms, der immerhin den renommierten BAFTA-Award ("British Academy Film Award") für den besten britischen Film 2005 gewann. Pawlikowski changiert zwischen britischem Realismus und Siebzigerjahre-Retroflair, zeigt die Tristesse der ehemaligen Bergarbeiterregion Yorkshire, schwelgt aber auch in der Traumwelt versunkener Filmidyllen, in denen junge Mädchen auf überwucherten Tennisplätzen Cello spielen. Die Musik von Goldfrapp passt da schon fast zu gut."

29. Juni 2005 | MY SUMMER OF LOVE • Kritik • br-online.de

Die explosive Liebesgeschichte beginnt für Kirsten Liese schon vielversprechender als andere Coming Out- und Coming Of Age-Geschichten. MY SUMMER OF LOVE ist "gemessen im Handlungsverlauf etwas blass geraten, verlässt sich doch Regisseur Pawel Pawlikowski ganz auf die Atmosphäre und Stimmung seiner dichten Bilder. ... MY SUMMER OF LOVE ist eine unspektakuläre, etwas simpel gestrickte Lovestory mit verstörendem Schluss und immerhin glänzenden Hauptdarstellerinnen. Eine unterhaltsame Sommerkomödie, mehr aber auch nicht."

Juni 2005 | MY SUMMER OF LOVE • Kritik • film-dienst 13/2005

Alexandra Wach ließ sich von der somnambul subjektiven Welt der heranwachsenden Heldinnen gefangen nehmen. "Man muss den Film ansehen, wie man ein Gedicht liest - ohne jene einengende Konzentration auf das sonst übliche Dekor des Genres -, um seine Aura zu genießen. Die über weite Strecken brillante Kamera von Ryszard Lenczewski registriert jede Lichtabweichung in den ausdrucksstarken Gesichtern des hervorragend besetzten Teenager-Duos, in denen sich wie von selbst die flüchtige Wahrheit des Augenblicks verfängt - einer Wahrheit, in der sich Faszination und Ekel, Obsession und Gewalt in der Schwebe halten. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht auf der Darstellung einer lesbischen Erotik, sondern auf der schlichten Anziehung jugendlicher Körper, der Sehnsucht nach einer Freundschaft fern geschlechtlicher Zuordnungen, die Orientierung und Halt bietet, auch wenn diese nur von kurzer Dauer sind."

Juni 2005 | MY SUMMER OF LOVE • Kritik • filmz.de

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