Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

MELINDA UND MELINDA

MELINDA UND MELINDA

Regie Woody Allen
Kinostart 23.06.2005

Kritiken • MELINDA UND MELINDA

24. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Berliner Zeitung

Marcus Rothe spricht mit Schauspielerin und Mode-Ikone Chloe Sevigny, die über eine gehörige Portion Verrücktheit verfügt.

24. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Der Freitag

Seit Woody Allen seine Filmdialoge mit Kirkegaard- oder McLuhan-Zitaten angereichert hat, kann er laut Ralf Hanselle auf eine Fangemeinde mit Fachhochschulreife bauen. "MELINDA UND MELINDA ist ein Lehrstück über das Zusammenspiel von Tragik und Komik sowie die Interpretationshoheit über das eigene Leben. ... Ist diese kleine Betrachtung über das Zusammenspiel von Glück und Unglück über weite Teile sicherlich schon hübsch anzusehen, so besteht die eigentliche Leistung des Films jedoch darin, wie Woody Allen die beiden Erzählstränge zusammengebaut hat. Wie so oft, so ist Allen auch diesmal nicht der große Geschichtenerzähler, sondern der begabte Flickenzusammenkleber. Beide Geschichten verlaufen hier nicht säuberlich nacheinander, sondern werden aufwendig parallel montiert."

23. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Berliner Zeitung

Knut Elstermann spricht mit Woody Allen.

23. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Die Tageszeitung

MELINDA UND MELINDA ist für Ekkehard Knörer die selbstreflexive und elegante Schlusspointe einer Epoche. "Vorgeführt wird Woody Allens Weltbild, mal dunkler und mal heller gefärbt. Die Unterschiede liegen eher im Detail als im großen Ganzen, das kunstvolle Spiel von Liebe, Tod und Zufall bleibt vor dem Hintergrund eines allgegenwärtigen Absurdismus eher finster. Andererseits waren Woody Allens Witze wirklich schon mal frischer als die One-Liner, die in der komischen Variante dem seine Rolle mit allerlei Allen-Manierismen auskleidenden Will Ferrell in den Mund gelegt werden. Und Allen war auch schon bösartiger, zuletzt in HARRY AUßER SICH, einem Film, in dem die Komödie und alle Bitternis, zu der Woody Allen fähig ist, überzeugend ineinander aufgehen. Interessant ist MELINDA UND MELINDA dennoch - als poetologische Selbstauskunft Woody Allens, auch als eine Art Bilanz seines bisherigen Werks."

23. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Film bestätigt für Heike Kühn Woody Allen als Meister der Tragikomödie. "Nichts Geringeres als die Frage nach dem Vorrang von Komödie oder Tragödie, nach Schicksalsergebenheit oder freiem Willen, nach Es und Ich und Überich, liegen in MELINDA UND MELINDA zwischen Salat und Steak auf dem Tisch. ... Beide Erzählungen sind die Moll- und Dur-Passagen einer großen Symphonie. Elegant ineinanderverschachtelt bedingen und erklären sie sich in der gegenläufigen Entwicklung der vielen Charaktere, die Radha Mitchell in ihrer Doppelrolle umgeben. Wie immer bei Woody Allen ist auch die Leistung eines phantastischen, jede Tonart haltenden Schauspiel-Ensembles ein Teil des Vergnügens."

23. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Junge Welt

Peer Schmitt findet die ganze Sache so was von nett. "In MELINDA UND MELINDA wiederum wird der Rahmen so flapsig und uninteressant vorgeführt wie irgend möglich. Sie kann nur Modellcharakter haben, diese zum Formalismus verkommene Versuchsanordnung, die zeigen soll, wie man aus derselben Geschichte mit gewissen dramaturgischen Kunstgriffen eine 'Komödie' oder eine 'Tragödie' basteln kann. ... Wenn in der 'komischen' Melinda-Version eine Frau einen Film mit dem Arbeitstitel 'Die Kastrationssonate' drehen will, dann war das als Ingmar Bergmann- und Frauenbewegungswitz vielleicht vor 30 Jahren annähernd komisch. Geblieben ist davon lediglich die verantwortungslose Geschmacklosigkeit. So wie dieser Witz ist der gesamte Film. Nicht übermäßig scharfsinnig und unter keinen Umständen von so etwas wie 'Theorie' oder 'Politik' oder 'Welt' berührt, das könnte seiner behaglichen Konsumierbarkeit Gewalt antun."

23. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Neues Deutschland

Marion Pietrzok hat den Film genossen. "Lakonisch ist Allens Witz wie immer, von unbemühter Leichtigkeit webt sich alles ineinander, selbst die Konstruktion der Konstruktion ist unaufdringlich. Und manches leicht Dahingesagte klingt inzwischen nach persönlicher Endzeit-Philosophie, mit wahrscheinlich ernstzunehmendem Unterton ... Die Beantwortung der Frage nach dem Komischen oder Tragischen fällt nach dem seifenblasengroßen Aufwand dann doch etwas schlicht aus: Es liegt alles im Auge des Betrachters. Es gibt keinen eindeutigen Kern. Da, wenn man es am wenigsten erwartet, das Leben ohne Warnung zu Ende ist, sollten wir es im Augenblick genießen."

23. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Die Zeit

Katja Nicodemus spricht mit Woody Allen, der auf sein Vermächtnis pfeift.

23. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Der Spiegel

Sven von Reden hatte beim doppelt sehen nur den halben Spaß. "Dass man beide Erzählstränge leicht verwechseln kann, ist natürlich Absicht. Es gehört zu Allens Markenzeichen, dass er nie eine klare Trennlinie zwischen Komödie und Tragödie gezogen hat. In MELINDA UND MELINDA wird dies allerdings zum dramaturgischen Problem: Warum soll man sich für zwei Geschichten interessieren, die Ähnliches erzählen und beide zum Ergebnis kommen, dass Komik und Tragik nie in Reinform zu haben sind?"

22. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christina Tilmann stürzt der Film Männer wie Frauen ins Glück, ein echter Woody Allen eben. "Will man bei Woody Allen wirklich entscheiden müssen, ob das Komödie oder Tragödie ist? Hat man nicht in verzweifelten Situationen mit ihm herzlich gelacht und in jedem frischen Glück den tragischen Hauch des Endes verspürt? Anders gefragt: Halb voll oder halb leer, genau das ist bei Woody Allen eben keine Frage. Die zitternde Halbheit, das Schwanken dazwischen, ist sein Metier. Ob das genug oder zu wenig ist, das bleibt eine Frage für Optimisten oder Pessimisten."

22. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte spricht mit Regisseur Wooy Allen über Krisen und die Freiheit des Künstlers, nicht auf das Weltgeschehen zu reagieren.

22. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Der Spiegel

Helene Zuber spricht mit Woody Allen über seinen neuen Film, die Raffgier Hollywoods und die Sinnlosigkeit des Leidens.

22. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • fluter.de

Woody Allen gibt sich laut Andreas Busche wieder dem intellektuellen Parlieren hin. "Die Geschichte von MELINDA UND MELINDA ist eine Art Doppelhelix. Die Prämisse des Films beruht auf der tiefsinnigen Frage nach dem Wesen von Tragödie und Komödie. Das ist natürlich vertrautes Allen-Terrain. Um diese oder ähnliche Fragen hat sich bislang jeder seiner Filme gedreht. Doch noch nie hat er sie so konsequent ausgespielt."

20. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Der Spiegel

Der SPIEGEL spricht mit Regisseur Woody Allen über die Heiterkeit, die nur eine kurze Flucht aus der Tragödie des Alltags ist.

20. Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • br-online

Endlich wieder ein typischer Woody Allen freut sich Andrea Mirbeth. "In vielem erinnert dieser neue Woody Allen an frühe Filme wie MANHATTAN oder DER STADTNEUROTIKER, eben weil sich im ewigen Finden und Verlieren beziehungsgeplagter Akademiker von der Ostküste in den letzten knapp 30 Jahren kaum etwas verändert hat. Und nach den Ausflügen ins Gauner- oder Detektivmilieu hat Woody Allen endlich einfach mal wieder einen Film über New York und seine Menschen gedreht. Herrlich. Wunderbar. Und bloß nicht verzweifeln: Aus jeder Beziehung kann eine Komödie werden!"

Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • Programmkino.de

Der Regisseur findet laut Sascha Rettig "auf sehr unterhaltsame Weise heraus, dass alles nur eine Frage der Perspektive ist. Das alles spielt sich zwar im bekannten Allen-Kosmos der New Yorker Intellektuellen mit ihren Neurosen und strapaziösen Beziehungskisten ab, pendelt aber mit der hervorragenden Radha Mitchell in der Hauptrolle auch sicher zwischen Ernst, Slapstick und Allens köstlichem Dialogwitz."

Juni 2005 | MELINDA UND MELINDA • Kritik • film-dienst

Mal heiter-romantisch, mal tragisch-melodramatisch spielt der Regisseur für Wolfgang M. Hamdorf die Geschichte durch. "MELINDA UND MELINDA ist ein erfrischender Reigen aus vielfältigen Verwicklungen in der arrivierten New Yorker Filmemacher- und Theaterszene - jenem Biotop, in dem viele von Allens besten Filmen spielen. Der Film vermittelt durch die fast schwebende Struktur sowie eine liebevoll-distanzierte Ironie das Gefühl einer heiteren Altersweisheit, gerade deshalb, weil der Regisseur die für ihn spezifischen Themen auch hier durchexerziert: Kurzlebigkeit der Liebe, Untreue und die fast masochistische Lust an unmöglichen Romanzen, die durch die Unfähigkeit zur Kommunikation noch komplizierter werden. ... sehr postmodern, gewiss nichts Neues, dafür aber elegant, witzig und unterhaltsam."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,4036