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METROPOLIS

METROPOLIS

Regie Fritz Lang
Kinostart 12.05.2011
Genre Science Fiction, Drama, Fantasyfilm

Kritiken • METROPOLIS

10. Mai 2011 | METROPOLIS • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Thorsten Funke stellt fest: "Man sollte dennoch nicht erwarten, einen völlig neuen Film zu sehen. Die stärksten Szenen – der Schichtwechsel mit den zwei stumpf in verschiedener Richtung dahintrottenden Arbeiterkolonnen, die Hochhaus-Kulissen, die Arbeit in der Maschinenhalle, das Zeigerrad – sind alle schon vorhanden gewesen. Die ideologieverdächtige Kitschigkeit des Drehbuchs von Thea von Harbou bleibt natürlich auch und ist weiter der Grund, warum dieser visuell so bestechende und stilbildende Film in die seltsame Kategorie "ungeliebte Meisterwerke" gehört."

12. Mai 2011 | METROPOLIS • Kritik • Die TAZ

Wilfried Hippen ist begeistert, dass das Meisterwerk wieder im Kino zu sehen ist. "Die restaurierte Fassung von Fritz Langs Metropolis (Metropolis Trailer) ist ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk, und dass zum Glück nicht versucht wurde, die Risse (die unterschiedliche Bildqualität) und Lücken (eine immer noch fehlende Sequenz, auf die mit Zwischentiteln hingewiesen wird) zu kaschieren, verstärkt nur die Aura des Films."

12. Mai 2011 | METROPOLIS • Kritik • Berliner Zeitung

Daniel Kothenschulte vermisst das Ursprüngliche. "Das Kinoerlebnis, was diese neue Fassung bietet, ist mit dem von 1927 kaum zu vergleichen, und das nicht nur wegen der schlechten Bildqualität der eingefügten Teile, an die man sich überraschend schnell gewöhnt. Was dieser Version vor allem fehlt, ist der für einen Stummfilm essenzielle Live-Charakter durch die vor Ort gespielte Filmmusik."

10. Mai 2011 | METROPOLIS • Kritik • getidan.de

Lohnt es, sich den Film anzusehen, fragt sich Peter Claus. "Viele Kritiker und viele Filmfreaks beantworten die Frage mit einem enthusiastischen "ja". Dem kann ich nicht so ohne weiteres folgen. Auch ich finde es beeindruckend, was Fritz Lang und Team vor weit mehr als einem halben Jahrhundert tricktechnisch und in der Ausstattung vollbracht haben. Auch ich sehe zehn, fünfzehn Minuten mit Entzücken architektonische und technische Zukunftsentwürfe, die manches, was in später erfolgreichen Science-Fiction-Abenteuern geboten wurde, in den Schatten stellen. Aber dann beginne ich mich schlichtweg zu langweilen."

09. Mai 2011 | METROPOLIS • Kritik • schnitt.de

Asokan Nirmalarajah schreibt: "METROPOLIS (METROPOLIS Trailer) bleibt auch beim erneuten Schauen ein Faszinosum, aufwendig produziert und voll spektakulärer Bilder, ästhetisch aufregend, inszenatorisch mitreißend und regelrecht sprudelnd vor wilder Imagination und irrsinniger Ambition. Einige der Kritikpunkte, die sich der Film bereits bei der Uraufführung gefallen lassen mußte, greifen sicherlich immer noch. So ist das ausladende Skript von Langs damaliger Frau Thea von Harbouch immer noch ziemlich unsinnig, überfrachtet mit hysterischen Figuren, wirren Handlungssträngen und albernen Dialogen – wie eine heutige Fernsehsoap mit mythischem Überbau."

05. Mai 2011 | METROPOLIS • Kritik • Das Manifest

Benjamin Hahn ist immer noch begeistert. "Ohne es zu wissen, hat Fritz Lang mit seinem Film so etwas wie den Urahn der Sommerblockbuster geschaffen und war damit seiner Zeit weit voraus. Sehr weit, wie man am desaströsen Einspielergebnis erkennen kann. Hat man sich aber als heutiger Zuschauer an das Fehlen von gesprochener Sprache gewöhnt, dann entdeckt man in METROPOLIS einen überraschend jung gebliebenen Film, der trotz seines salomonischen Alters von immerhin 84 Jahren frisch und agil wirkt. Selbst die Effekte, gerade bei solchen Filmen immer die Achillesferse, wirken nicht gerade altbacken."

12. Februar 2010 | METROPOLIS • Kritik • neues-deutschland.de

Für Katharina Dockhorn hat METROPOLIS (METROPOLIS Trailer) von seiner Aktualität nichts eingebüßt. "Metropolis lebt. Kalte Geometrie. Metropolen verweigern uns weiterhin den emotionalen Einklang mit gebauter Welt. Wo Großstädte ihren modernsten ästhetischen Reiz zeigen, sind sie zugleich am unbewohnbarsten. Man begreift sofort, dass man fehl am Platze ist und dass die moderne Stadt einer zeitlosen, unnatürlichen Verbindung entsprang: Ihre Eltern sind ein kalter Mathematiker und Alice im Wunderland. Wie das Land der Träume, in dem Alice umherwandert, ist die Stadt ein Irrgarten des Absurden, eine Geschichte ohne Vergangenheit und Zukunft. Das Vergangene existiert nicht mehr, das Zukünftige ist bereits überholt."

12. Februar 2010 | METROPOLIS • Kritik • diepresse.de

Für Christoph Huber bleibt METROPOLIS (METROPOLIS Trailer) der definitive Fantasiefilm, auch wenn er den Amerikanern zu wirr war. "Ein Mythos des Kinos war durch eine Serie von Zufällen doch Wirklichkeit geworden: Denn berühmt wurde METROPOLIS (METROPOLIS Trailer) als Ruine. Fritz Langs Großfilm über die vertikale Zukunftsstadt war schon wegen der Kosten auch für den Export vorgesehen: Den Amerikanern war die spektakuläre Mischung von bahnbrechender Tricktechnik, monumentalen Bauten, mythischem und politischem Brimborium zu wirr. Der Symbolismus laufe Amok, hieß es bei Paramount, das den Film um eine halbe Stunde kürzen ließ, was die Handlung gravierend veränderte. Die Fassung sahen Wells und der spätere Regisseur Luis Buñuel, der eine Kritik publizierte: „Metropolis ist nicht ein Film. Metropolis ist zwei Filme, an der Hüfte zusammengewachsen, aber mit gegensätzlichen intellektuellen Ansprüchen"."

11. Februar 2010 | METROPOLIS • Kritik • artechock.de

Für Rüdiger Suchsland ist die Geschichte um die Produktion von METROPOLIS (METROPOLIS Trailer) selbst ein Krimi. "Das Schicksal des 1925/26 in Berlin gedrehten Films (Hauptrollen: Gustav Fröhlich und Brigitte Helm) ist für sich schon ein Abenteuer. Von den immens schwierigen, überteuerten und in vieler Hinsicht chaotisch verlaufenen Dreharbeiten ganz abgesehen – man kann darüber etwa im Katalog zur Fritz-Lang-Retrospektive 2001 auf der Berlinale ausführlich lesen –, verlief auch die weitere Werkgeschichte wie ein Krimi."

11. Februar 2010 | METROPOLIS • Kritik • sueddeutsche.de

Christian Mayer blickt zurück und fragt, wie METROPOLIS (METROPOLIS Trailer) bei seiner Uraufführung beim Publikum ankam. "Die Kritik ist hin- und hergerissen: Die einen sehen in Langs Film ein ermüdendes Melodram, das in einem mittelalterlichen Totentanz kulminiert, die anderen bewundern die großartigen Architekturbilder und die visionäre Darstellung eines Terrorsystems, in dem der Mensch zum Apparat degradiert wird."

11. Februar 2010 | METROPOLIS • Kritik • berlinonline.de

Die rekonstruierte Premierenfassung von Fritz Langs METROPOLIS (METROPOLIS Trailer) ist für Daniel Kothenschulte noch heute sehenswert. "Der Wunsch nach einer Wiederbeschaffung von Metropolis scheint auf den ersten Blick in eine Zeit des Rekonstruktions-Booms zu passen. Doch hier geht es nicht um ein Luftschloss als künstliches Stadtschloss, sondern um eine seriöse Rekonstruktion mit "Originalteilen" unter strenger Beachtung der Gebrauchsanweisung. Nur in einem Punkt wich man bewusst davon ab: 1927 lief der Film zwei Bilder in der Sekunde schneller, ein verfremdender Effekt, der heutige Zuschauer irritiert."

11. Februar 2010 | METROPOLIS • Kritik • tagesspiegel.de

Die tragende Rolle der Musik in METROPOLIS (METROPOLIS Trailer) betont Ulrich Amling. "Zum Beispiel beim Showdown. Der jugendliche Held Freder und Rotwang, der diabolische Erfinder der Maschinenfrau, kämpfen um das Schicksal der Stadt. Eine Prügelszene auf Leben und Tod, hoch oben auf dem Dachfirst einer gotischen Kathedrale. Unten verfolgen die Arbeiter den Kampf. Plötzlich erkennt Fredersen, der Chef von Metropolis: Mein Sohn ist ja dort oben. Das akustische Kampfgetümmel erstirbt, Schock liegt in der Musik und bleibt dort, auch wenn es optisch munter mit dem Kampf weitergeht. Der Zuschauer sieht nun durch die Augen des bangenden Vaters – ein musikalischer Perspektivwechsel, der dem wiedererstandenen METROPOLIS (METROPOLIS Trailer) auch seine emotionale Tiefe zurückgibt."

21. Januar 2010 | METROPOLIS • Kritik • Berliner Zeitung

Nach 83 Jahren ist Fritz Langs METROPOLIS (1927) (METROPOLIS (1927) Trailer) auf der Berlinale erstmals wieder vollständig zu sehen. Jens Balzer schreibt über die Hintergründe.

04. Juli 2008 | METROPOLIS • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz fragt Regisseur Volker Schlöndorff, warum METROPOLIS (1927) als der wichtigste deutsche Beitrag zur Filmgeschichte gilt.

03. Juli 2008 | METROPOLIS • Kritik • Der Tagesspiegel

Andreas Conrad ist begeistert über den Fund von Szenen im Archiv. "METROPOLIS, das ist Fritz Langs Vision einer Klassengesellschaft, die über ihren Gegensätzen fast untergeht und mit der naiv-utopischen Losung "Der Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein" zuletzt doch zur Versöhnung mit sich selbst findet. Heute zählt der Film laut Unesco neben der Gutenberg-Bibel und Goethes Nachlass zum deutschen Weltdokumentenerbe."

03. Juli 2008 | METROPOLIS • Kritik • Die Zeit

In der Zeit wird der Fund von Szenen zum Film rekonstruiert.

03. Juli 2008 | METROPOLIS • Kritik • Der Spiegel

Filmhistoriker David Kleingers schreibt über den Utopieklassiker, der bald wieder in seiner Urfassung zu sehen sein könnte. "Fast alle retrospektiven Gedanken zu dem kinematografischen Mammutprojekt, mit dem die Ufa damals unter der Leitung des legendären Produzenten Erich Pommer Hollywood heimleuchten wollte, mussten allerdings mit einer grundlegenden Einschränkung niedergeschrieben werden: Sie bezogen sich nicht auf das Original der Uraufführung, sondern auf die radikal gekürzten Fassungen, die kurz nach der enttäuschenden Premiere in Umlauf gebracht wurden. Fast ein Viertel des Films ging durch diese wirtschaftlich motivierten Eingriffe verloren, die nachfolgende Generationen von Archivaren und Filmhistorikern zu einer akribischen Spurensuche motivierten."

27. März 2007 | METROPOLIS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Fritz Langs Kultfilm METROPOLIS gibt es mit brandneuer Musik von Martin Matalón in der Alten Oper Frankfurt zu sehen. Hans-Klaus Jungheinrich ist begeistert. "METROPOLIS ist auch mit seiner Mischung von visionärer Größe und wüster Kolportage: Vollblutkino. ... Unter der Leitung von François-Xavier Roth unterzogen sich 14 Mitglieder des Ensemble Modern der anstrengenden Aufgabe, dem Dauer-Furioso der Bilder akustisch und überwiegend geräuschhaft Paroli zu bieten. Besonders gelungen dabei vor dem Filmfinale eine längere Stillezone: Sie ließ für einige Augenblicke geradezu schockhaft das Phänomen Stummfilm zur Realität werden."

01. März 2007 | METROPOLIS • Kritik • Metropolis

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