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DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS

DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS

Regie Philippe Lioret
Kinostart 16.06.2005

Kritiken • DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS

18. Juli 2005 | DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Film reanimiert sehr intelligent für Sascha Westphal das Genre des Melodrams. "Der Rhythmus der Geschichte passt kaum ins gegenwärtige Kino, nicht einmal ins französische, das schon immer sein eigenes Tempo hatte. Aber Liorets Rückbesinnung auf die Genretraditionen der 30er und der frühen 40er Jahre widersetzt sich den vorherrschenden Strömungen des populären Kinos genauso wie den letzten Ausläufern der Nouvelle Vague. ... DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS markiert einen Triumph künstlerischer Beharrlichkeit und Integrität. Liorets unbeugsames Festhalten an den Traditionen eines verdrängten Genres gipfelt in einer grandiosen Auferstehung. Der Weg für eine Renaissance des Melodrams ist geebnet."

18. Juni 2005 | DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS • Kritik • Die Tageszeitung

Durchkomponiertes Gefühlskino ist DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS für Claudia Lenssen. "Ein Film mit Sandrine Bonnaire kann gar nicht schlecht sein. Ihr dunkler Blick macht ernst mit den rätselhaftesten Gefühlen, ihr eigenartiger Gang fasziniert, das Lachen ist nie gefällig oder affektiert. Sie ist keine Gefühlsvirtuosin à la Juliette Binoche, keine Charaktermaske à la Isabelle Huppert, teilt aber mit den beiden aus der oberen Liga französischer Stars die Gabe, gute Rollen auszusuchen. ... Der Autor und Regisseur Philippe Lioret gibt sich jedenfalls als Angehöriger einer Generation zu erkennen, die auf der Suche nach der verlorenen Zeit der Sechzigerjahre vom viel beschworenen französischen Kosmos der einfachen Leute Abschied nimmt und doch zugleich seine Sehnsucht danach beschwört."

17. Juni 2005 | DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS • Kritik • Der Tagesspiegel

Als zartes Drama bezeichnet Kerstin Decker den Film. Für den "küstenkühlen Blick darf man Philippe Liorets Film lieben. Und für das Andeutungshafte. Moderne Menschen hängen oft dem Glauben an, das Leben bestehe aus lauter Ist-Sätzen, aus lauter aussprechbaren Wahrheiten und Entscheidbarkeiten. Was, wenn es im Gegenteil aus lauter Andeutungen und Unentscheidbarkeiten besteht? Sandrine Bonnaire war eben noch - in Patrice Lecontes INTIME FREMDE - die schöne, erotisch vertrackte Patientin eines Psychologen, der in Wirklichkeit ein Steuerberater war. Hier glaubt man ihr, zartgliedrig und doch windgehärtet und viel weniger beredt, die Inselfrau."

17. Juni 2005 | DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS • Kritik • Der Freitag

Der Film hält sich für Gerhard Midding beeindruckend feinfühlig an die Regeln des Melodrams. "Der Film hat eine Aura des Unzeitgemäßen, Anachronistischen. Sie ist ihm nicht unbequem, er trägt sie gar mit einem gewissen Stolz. DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS scheint vor allem deshalb aus der Zeit zu fallen, weil er das Genre des Melodrams nicht revidiert oder unter ironische Vorzeichen stellt. Seine neurotischen Abgründe, die in den fünfziger Jahren Meister wie Douglas Sirk, Vincente Minnelli oder Nicholas Ray fesselten, meidet er. Er schreibt das Genre fort; seine Konventionen haben sich für den Regisseur Philippe Lioret längst noch nicht erledigt. ... Mit gleichsam ungeschlachter Subtilität befördert Lioret die Gefühle seiner Figuren an die Oberfläche. Jede verborgene Regung wird auf Sichtweite gebracht, jeder Zwischenton soll deutlich hörbar sein. Ein redlicher Glaube an die Gültigkeit der Genretradition spricht daraus, der ebenso ungebrochen wie aufgeklärt ist."

16. Juni 2005 | DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS • Kritik • Berliner Zeitung

Gerhard Midding spricht mit dem französischen Regisseur Philippe Lioret.

16. Juni 2005 | DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker ist beeindruckt von der Schauspielerin Sandrine Bonnaire, die tief und geheimnisvoll spielt. Auch sonst überzeugt ihn der Film. "Wie Lioret hier die Szenerie aufbaut: der Leuchtturm, das Meer, der Fremde - das bekommt eine eigene Poesie, die wie impressionistisch hingetuscht bleibt und sich nicht erklärt. ... Überflüssig, ja störend wirkt die konstruierte Rahmenhandlung, die den eigentlichen Film zur großen Rückblende macht. Eindrucksvoll aber bleibt es, dem Leuchtturm zuzusehen. Mitten im stürmischen Meer hält er stand. Eine Liebeserklärung an einen Berufsstand, der inzwischen ausgestorben ist."

15. Juni 2005 | DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS • Kritik • fluter.de

Gefühlskino à la française hat Silke Kettelhake gesehen. "Es ist und bleibt ein gegenseitiges Verhältnis, dass das Kino mit nicht mehr ganz jungen, melancholisierenden Zuschauerinnen unterhält. Ein Verhältnis wie ein scheel verdecktes offenes Geheimnis, das in DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS beflissen bedient wird; ein bisschen peinlich zwar, aber mit ganz, ganz viel Gefühl: Das Zurückzucken vor der Leidenschaft, das kleine Quentchen Moral, das Sich-gehen-Lassen, das ist er, der Stoff für allerlei Frauenträume. Nur für den Moment, ohne etwa Konsequenzen zu ziehen. L'amour, ein Wunschtraum."

15. Juni 2005 | DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS • Kritik • br-online

Thilo Wydra hat ein gestochen scharfes Drama gesehen. DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS "ist ein kleiner französischer Film, unaufwendig, mit nur einem einzigen Drehort, und von Kameramann Patrick Blossier in leisen Tableaus fotografiert, die oftmals Stilleben gleichen. DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS, das ist ein gestochen scharfes Drama über "les choses de la vie", wie ein alter Claude-Sautet-Klassiker heißt, über die Dinge des Lebens, über die verschiedenen Anfänge und Enden im Leben. Liebe, Eifersucht, Neid, Trennung, Tod werden hier auf unprätentiöseste und hoch authentische Weise inszeniert. Da ist auch in der Dramaturgie kein Zuviel, nichts Überzogenes. Alles ist erdig und stimmig in sich. So wie auch das Ensemble der Akteure."

Juni 2005 | DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Juni 2005 | DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS • Kritik • film-dienst 12/2005

Andrea Dittgen entdeckt die raren Qualitäten des Films. "Einfache Bilder und Symbole - besonders bilderstark sind die Szenen hoch oben auf der Licht-Etage des Leuchtturms -, gepaart mit ruhigen Bildern und einer genauen Zeichnung der Charaktere, machen den Film, der im Original schlicht 'L'équipier', der 'Teamkamerad', heißt, zu einem vielschichtigen Drama, das ganz von der inneren Spannung lebt. Sandrine Bonnaire hält als einzige fröhliche und integrative Figur den Film zusammen und verkörpert diese Rolle perfekt. ... Auch wenn vieles den Anschein hat, dokumentarisch zu sein: Alles in diesem Film ist Fiktion oder basiert auf Recherche."

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