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THE CORPORATION

THE CORPORATION

Regie Mark Achbar
Jennifer Abbott
Kinostart 16.06.2005

Kritiken • THE CORPORATION

17. Juli 2005 | THE CORPORATION • Kritik • Berliner Zeitung

Für Christian Esch bietet der Film ein Psychogramm des modernen Großunternehmens. "Der Grundgedanke des Films ist von so naiver Einfachheit, dass er von Michael Moore stammen könnte. Aber Achbar ist nicht Moore. Er will nicht radikal vereinfachen, er will eine komplexe Interpretation unseres Wirtschaftssystems vermitteln (sie stammt von dem Rechtswissenschaftler Joel Bakan), dass nämlich die Rechtskonstruktion der Kapitalgesellschaft den Baufehler des Kapitalismus darstellt, und dass dieser behoben werden könnte. Das ist Stärke und Schwäche des Films. ... Er darf nicht frei assoziieren, er muss belegen. Moore, in seinen eigenen Filmen, hat diesen Anspruch gar nicht; er will hemmungslos und unfair sein. Diese Freiheit erlaubt es ihm, in guten Momenten jedenfalls, die bildhafte Überzeugungskraft von Kunst zu erreichen. Achbar erreicht die Überzeugungskraft eines guten globalisierungskritischen Sachbuchs."

16. Juni 2005 | THE CORPORATION • Kritik • Die Tageszeitung

Für Andreas Busche attestiert THE CORPORATION den Großkonzernen eine schwere Persönlichkeitsstörung. "Die lakonische Distanziertheit, die "The Corporation" mit seinem betont ruhigen und elliptisch konstruierten Bilderfluss entwickelt, kontrapunktiert formal sehr effektvoll das Skandalon enthemmten Gewinnstrebens. Die Macher haben sich auf keine Experimente eingelassen, und die Montage von Talking Heads und Archivmaterial entfaltet einen hypnotischen Groove. Als politische Analyse hingegen greift Achbars und Abbotts Ansatz etwas zu kurz."

16. Juni 2005 | THE CORPORATION • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben fragt, ob ein Film über Kapitalgesellschaften geht. Es geht: "THE CORPORATION lässt Verfechter wie Kritiker dieser Entwicklung zu Wort kommen, stellt sich aber selbst deutlich gegen die Verabsolutierung des Kapitalismus als neue Weltreligion. Dabei verbindet der bewegt geschnittene Film Interviewstücke mit reichhaltigem Archivmaterial, eigenen Animationen und einer Stimme, die in samtweichem Ton knallharte Analysen vorträgt. Angelpunkt ist immer die Frage nach der Verantwortung für den sozialen und ökologischen Weltzustand."

15. Juni 2005 | THE CORPORATION • Kritik • fluter.de

Der Aufhänger der Dokumentation ist für Andreas Busche griffig und leicht zugänglich. "Mit einer Länge von zweieinhalb Stunden ist "The Corporation" eine umfassende - wenn auch keinesfalls erschöpfende - Exegese von "Corporate Culture", die dank ihrer formalen Mittel (kurze Einstellungen von "Talking Heads" verschnitten mit fantastischem Archivmaterial und einem unterkühlten Minimaltechno-Soundtrack) eine fast Mantra-artige Qualität erreicht. Mit über 40 Gesprächspartnern aus der Wirtschaft ... und der so genannten Protestbewegung ... erreicht der Film eine Informationsdichte, die nicht leicht zu verarbeiten ist."

18. Juni 2004 | THE CORPORATION • Kritik • Der Spiegel

Für Thomas Hillenbrand zeichnet der Film ein düsteres Bild moderner Konzerne. "Alles in allem ist THE CORPORATION ein sehenswerter Film. Zwar ist Achbar wie auch Moore häufig mehr Propagandist als Dokumentar, aber er geht mit dem Thema und den handelnden Personen fairer und differenzierter um als sein amerikanisches Pendant. Selbst überzeugten Marktwirtschaftlern muss mulmig werden, wenn der Rohstoffhändler Carlton Brown im Plauderton seinen ersten Gedanken nach den Anschlägen vom 11. September beschreibt: 'Um wie viel', sei es ihm durch den Kopf geschossen, 'ist der Goldpreis gestiegen?'"

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