| Regie | Stephen Herek |
| Kinostart | 09.06.2005 |
"Schade, denn viel Potenzial wird hier verschenkt. Das gilt in erster Linie für die Darsteller Tommy Lee Jones, Anne Archer und Cedrick The Entertainer, die mit einem durchdachteren Drehbuch ihre Qualitäten besser hätten ausspielen können. So aber bleibt das Ergebnis durchschnittlich. ... Die Cheerleader-Darsteller mit Popsängerin Christina Milian an der Spitze können ihren Schauspieler-Kollegen allerdings nicht das Wasser reichen. Das Gefälle ist irritierend groß. Hinzu kommt, dass der Film zwischen Slapstick und bierernster Action hin und her schlingert. Das funktioniert nicht."
Frank Geissler kann dieser allzu formelhaften Actionkomödie nicht viel abgewinnen. "Tommy Lee Jones ist als knurrige texanische Schnodderschnauze fast so launig-liebenswert, wie es früher Walter Matthau in seinen Filmen war. Aber dass selbst der Gastauftritt des selbst ernannten Unterhaltungsgaranten Cedric the Entertainer nur mäßig komisch ausfällt, ist bezeichnend."
Für Heidi Reutter beweist Tommy Lee Jones erneut sein komödiantisches Talent. Er spielt die antiheroische Figur des anachronistischen, wertekonservativen texanischen Rangers perfekt. "DER HERR DES HAUSES unter der routinierten Regie des Komödien erprobten Stephen Herek ist sympathische, gepflegte Mainstream-Unterhaltung. Oder, anders formuliert: Ex-MAN IN BLACK betritt neues, überaus irdisches Terrain - einen Hühnerstall."
Anfangs war Frank Brenner gar nicht begeistert, der Film ließ Schlimmstes erahnen. "Doch allen Unkenrufen zum Trotz werden die Gags im Laufe des Films tatsächlich besser. Die Zielgruppe kann dabei dann auch noch was lernen, denn eine Moral muß natürlich transportiert werden."
Jörg Gerle bedauert, daß sich keiner mehr Gedanken macht bei den Filmkomödien. "Sinn und Zweck sucht man in dieser Komödie aber vergebens: Alles ist möglich, Hauptsache es scheint, zumindest im ersten Augenblick, abgedreht und witzig. ... Die Beliebigkeit der Gags und das Desinteresse am eigentlichen Thriller-Sujet erschöpft bald die Aufnahmefähigkeit, die höchstens noch von zweifelhaften Höhepunkten (Tommy Lee Jones im Disco-Look auf Rollerskates) gefordert wird. ... Das Finale ist dermaßen abwegig, dass es in einer Persiflage sicher Lachsalven provoziert hätte. Dummerweise besitzt der Film keinen Funken Selbstironie, sodass am Ende nur die Erkenntnis bleibt, mal wieder den schlechtesten Film des Jahres gesehen zu haben."
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