| Regie | Robert Luketic |
| Kinostart | 26.05.2005 |
Laut Bert Rebhandl versucht Jane Fonda, sich in fortgeschrittenem Alter noch einmal ein wenig über sich selbst lustig zu machen, aber das ist mißlungen. "DAS SCHWIEGERMONSTER wirkt nicht wie ein Film, in dem Jane Fonda ihren Frieden mit Hollywood machen könnte. Allenfalls erscheint diese Komödie wie ein Waffenstillstand, für den sie einen hohen Preis zu zahlen bereit war."
Für Volker Massazek ist die Besetzung mit Jane Fonda eigentlich ein Coup. "Doch die Wirkung verpufft, weil die Rolle zu sehr als Witzfigur angelegt ist. Selten nur kann Fonda brillieren, etwa als sie einer Britney Spears sehr ähnlichen Hupfdohle an den Kragen geht, die die Intelligenz einer Mikrobe hat. Dass Violas Rolle so angelegt ist, kommt Jennifer Lopez sehr entgegen. Sie beeindruckt bekanntlich weniger aus schauspielerischen denn aus anatomischen Gründen, worauf im Film natürlich angespielt wird."
Der Film war bereits nach 15 Minuten für Daniel Haas unerträglich. "Die krude Ansammlung von Geschlechterklischees beweist vor allem eines: Hollywood kennt keine Gnade mit Frauen über 40. ... Unter Robert Luketics Regie aber verkommt Fondas Filmfigur zur hysterischen Alten, die von Szene zu Szene bloßgestellt wird. Mit ans Feindselige grenzender Schärfe wird hier ein Charakter auf die Einsicht eingedampft: Alleinstehende Frauen über 40 sind ein gesellschaftliches Übel, das die unschuldige Umwelt an der sozialen und libidinösen Entfaltung hindert. ... So ist "Schwiegermonster" kein Mutterdrama, sondern Hebammenkunst: Geburtshilfe gut eingespielter Rollen- und Geschlechterklischees zu Beginn des neuen Jahrtausends. Eine Doku hätte es allerdings auch getan."
Für Philipp Bühler gibt es Gründe, Jennifer Lopez nicht zu mögen. Diese zu suchen, könnte durchaus komisch sein, aber "nicht mit den beschränkten Mitteln dieses unfassbar schlechten Machwerks, dessen Drehbuch nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich von einer Anfängerin geschrieben wurde. Wer danach noch immer Lust auf Schwiegermütterwitze verspürt, ist mit jedem Witzebuch aus der Grabbelkiste besser bedient."
Hollywood rüstet sich für den Kampft Alt gegen Jung, behauptet Sascha Westphal. Dazu paßt, daß Jane Fonda gegen Jennifer Lopez antritt. "Während die Gags der frivolen Sexkomödien der 60er Jahre, durch die Jane Fonda zunächst berühmt geworden ist, die Risse im sozialen Gefüge ihrer Zeit offenbarten, sollen die abstrusen Slapstick-Nummern, die Luketic mehr oder weniger lustlos aneinanderreiht, möglichst alle realen Konflikte verdecken. Aber sie brechen doch immer wieder durch. Jane Fonda gibt ihrer Figur alleine durch ihre Präsenz eine biographische und gesellschaftliche Dimension, die die an sich hermetische Plastik- und Kitschwelt des Films sprengt."
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Voller Spannung ist Jörg Gerle dem ersten Auftritt von Jane Fonda gefolgt. "Dass Jennifer Lopez inzwischen ständig das schusselige Schneewittchen spielt, das zufällig seinen Prinzen trifft, ist mittlerweile scheinbar festgeschrieben; dass der sicherlich nicht untalentierte Michael Vartan neben seinem guten Aussehen nichts zum Gelingen des Films beitragen darf, ist schade; dass sich aber Jane Fonda als Knallcharge verkaufen lässt, die sich nicht entblödet, die Lopez im Dalai-Lama-Kostüm zu erschrecken, ist ein Trauerspiel. Das Drehbuch, dessen Dialoge bitter enttäuschen, verlässt sich ganz auf die Präsenz seiner Stars, und Regisseur Kochoff inszeniert mit zu wenig Pepp, sodass der Film zahn- und krallenlos zum müden Schwank verkommt."