DAS SCHWIEGERMONSTER

film-zeit Film: DAS SCHWIEGERMONSTER
Regie Robert Luketic
Kinostart 26.05.2005

Inhalt • DAS SCHWIEGERMONSTER

Charlotte 'Charlie' Cantilini hat endlich den Mann ihrer Träume kennen gelernt, Dr. Kevin Fields. Es gibt nur ein Problem - seine Mutter! Herrisch, kontrollierend und unberechenbar, wurde Viola Fields vor kurzem aus ihrem Job als Nachrichtensprecherin geworfen. In der Angst die Zuneigung ihres Sohnes genau wie ihre Karriere zu verlieren, entscheidet sich Viola das glückliche Pärchen auseinander zu bringen, indem sie zur schlimmsten Schwiegermutter der Welt wird. Geholfen wird ihr bei ihren verrückten Plänen durch ihre langjährige Assistentin Ruby. Ernst wird es aber, als Charlie sich schließlich entscheidet zurückzuschlagen, und es danach aussieht, als habe Viola zu guter Letzt ihren Meister gefunden.

Kritiken • DAS SCHWIEGERMONSTER

31. Mai 2005 | Kritik • Süddeutsche Zeitung

Für Anke Sternebourg ist völlig klar, daß Jane Fonda bei ihrem Comeback bissig ist. "Nun macht sie, inzwischen auch schon mit den siebzig im Visier, als Schwiegermutterdrachen eine ziemlich gute Figur, bringt ihren grazilen und durchtrainierten Körper demonstrativ gut zum Einsatz, in glamouröser High-Society-Garderobe. Mit diabolischem Vergnügen und ohne Scheu, sich der Lächerlichkeit preiszugeben, zieht sie zwischen Hysterie und Wahnsinn ordentlich vom Leder. ... Während Fonda stets kämpferisch eigenwillig und sperrig auftrat, vor der Kamera ebenso wie im öffentlich-politischen Leben, gehört Jennifer Lopez zu den modernen Frauen, die sich wieder ganz entspannt auf traditionelle Frauenrollen einlassen."

27. Mai 2005 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Laut Peter Körte besteht der Film den sogenannten Gene-Siskel-Test nicht. Der Kritiker entscheidet sich für das Mittagessen. Der Regisseur "hat einem allenfalls mittelmäßigen Drehbuch gar nichts hinzugefügt, was bei Komödien spätestens dann klar wird, wenn sich die Nebendarsteller die besten Pointen und die lustigsten Momente schnappen und wenn man schon vergessen hat, wie der männliche Hauptdarsteller aussieht, kaum daß er den Raum verlassen hat. Es ist dann doch erstaunlich, wie Jane Fonda, die so manches überstanden hat, das mit Würde hinter sich bringt. Sie ist der Drache, der den Sohn keiner Frau gönnt, sie ist reich und tückisch, und sie scheut auch vor absurden Kostümierungen nicht zurück. Sie trägt die gußeiserne Frisur der erfolgreichen Fernsehfrau, sie wohnt fürstlich, keift, intrigiert, und doch perlen all die ranzigen Gags, die auf ihre Kosten gehen sollen, einfach an ihr ab."

26. Mai 2005 | Kritik • Berliner Zeitung

Laut Bert Rebhandl versucht Jane Fonda, sich in fortgeschrittenem Alter noch einmal ein wenig über sich selbst lustig zu machen, aber das ist mißlungen. "DAS SCHWIEGERMONSTER wirkt nicht wie ein Film, in dem Jane Fonda ihren Frieden mit Hollywood machen könnte. Allenfalls erscheint diese Komödie wie ein Waffenstillstand, für den sie einen hohen Preis zu zahlen bereit war."

26. Mai 2005 | Kritik • Die Welt

Peter Zander spricht von Pitsch-Patsch-Dramaturgie. "DAS SCHWIEGERMONSTER krankt etwas daran, daß es nicht so böse ist, wie es sein könnte. Weil es eben keine schwarze, sondern eine romantische Komödie ist und ein Happy-End herbeilügt, daß sich die Hochzeitstorten biegen."

26. Mai 2005 | Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Volker Massazek ist die Besetzung mit Jane Fonda eigentlich ein Coup. "Doch die Wirkung verpufft, weil die Rolle zu sehr als Witzfigur angelegt ist. Selten nur kann Fonda brillieren, etwa als sie einer Britney Spears sehr ähnlichen Hupfdohle an den Kragen geht, die die Intelligenz einer Mikrobe hat. Dass Violas Rolle so angelegt ist, kommt Jennifer Lopez sehr entgegen. Sie beeindruckt bekanntlich weniger aus schauspielerischen denn aus anatomischen Gründen, worauf im Film natürlich angespielt wird."

26. Mai 2005 | Kritik • Der Spiegel

Der Film war bereits nach 15 Minuten für Daniel Haas unerträglich. "Die krude Ansammlung von Geschlechterklischees beweist vor allem eines: Hollywood kennt keine Gnade mit Frauen über 40. ... Unter Robert Luketics Regie aber verkommt Fondas Filmfigur zur hysterischen Alten, die von Szene zu Szene bloßgestellt wird. Mit ans Feindselige grenzender Schärfe wird hier ein Charakter auf die Einsicht eingedampft: Alleinstehende Frauen über 40 sind ein gesellschaftliches Übel, das die unschuldige Umwelt an der sozialen und libidinösen Entfaltung hindert. ... So ist "Schwiegermonster" kein Mutterdrama, sondern Hebammenkunst: Geburtshilfe gut eingespielter Rollen- und Geschlechterklischees zu Beginn des neuen Jahrtausends. Eine Doku hätte es allerdings auch getan."

25. Mai 2005 | Kritik • fluter.de

Für Philipp Bühler gibt es Gründe, Jennifer Lopez nicht zu mögen. Diese zu suchen, könnte durchaus komisch sein, aber "nicht mit den beschränkten Mitteln dieses unfassbar schlechten Machwerks, dessen Drehbuch nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich von einer Anfängerin geschrieben wurde. Wer danach noch immer Lust auf Schwiegermütterwitze verspürt, ist mit jedem Witzebuch aus der Grabbelkiste besser bedient."

23. Mai 2005 | Kritik • Frankfurter Rundschau

Hollywood rüstet sich für den Kampft Alt gegen Jung, behauptet Sascha Westphal. Dazu paßt, daß Jane Fonda gegen Jennifer Lopez antritt. "Während die Gags der frivolen Sexkomödien der 60er Jahre, durch die Jane Fonda zunächst berühmt geworden ist, die Risse im sozialen Gefüge ihrer Zeit offenbarten, sollen die abstrusen Slapstick-Nummern, die Luketic mehr oder weniger lustlos aneinanderreiht, möglichst alle realen Konflikte verdecken. Aber sie brechen doch immer wieder durch. Jane Fonda gibt ihrer Figur alleine durch ihre Präsenz eine biographische und gesellschaftliche Dimension, die die an sich hermetische Plastik- und Kitschwelt des Films sprengt."

Mai 2005 | Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Mai 2005 | Kritik • film-dienst 11/2005

Voller Spannung ist Jörg Gerle dem ersten Auftritt von Jane Fonda gefolgt. "Dass Jennifer Lopez inzwischen ständig das schusselige Schneewittchen spielt, das zufällig seinen Prinzen trifft, ist mittlerweile scheinbar festgeschrieben; dass der sicherlich nicht untalentierte Michael Vartan neben seinem guten Aussehen nichts zum Gelingen des Films beitragen darf, ist schade; dass sich aber Jane Fonda als Knallcharge verkaufen lässt, die sich nicht entblödet, die Lopez im Dalai-Lama-Kostüm zu erschrecken, ist ein Trauerspiel. Das Drehbuch, dessen Dialoge bitter enttäuschen, verlässt sich ganz auf die Präsenz seiner Stars, und Regisseur Kochoff inszeniert mit zu wenig Pepp, sodass der Film zahn- und krallenlos zum müden Schwank verkommt."

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