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IMMORTAL

IMMORTAL

Regie Enki Bilal
Kinostart 26.05.2005

Kritiken • IMMORTAL

20. Juni 2005 | IMMORTAL • Kritik • Junge Welt

Felix Schwenzel fragt, was ein erfolgreicher Science-Fiction heute braucht. "In Hollywood wären IMMORTAL eine Menge Kanten abgeschliffen worden, die Story wäre noch banaler, undurchsichtiger und widersprüchlicher geworden, aber die grandiosen Bilder hätte man ihm sicher gelassen. Außerdem hätte man dem Film noch einen Star spendiert und eine etwas liebevollere Marketingstrategie verpaßt. Das Filmende ist im übrigen schon an US-Produktionsmuster angepaßt: Es droht ein Happy End, weiße Tauben steigen auf, als die Schlußsequenz das Fiasko abwendet, mit einem brutalen Massaker des Taubenschwarms. Schon deswegen, aber auch wegen der gelungenen Fusion von echten und computergezeugten Darstellern und Bildern, ist der Film eine Perle."

26. Mai 2005 | IMMORTAL • Kritik • Berliner Zeitung

Intelligentes SF-Kino hat Christina Bylow gesehen. Der Regisseur "begnügt sich nicht mit der Ausbeutung diffuser Ängste und der protzigen Darstellung von 3 D-Animations-Techniken. Er hat es auch nicht nötig, New York ein weiteres Mal untergehen zu lassen, um infantile Rettungsfantasien zu bedienen. Bilal schafft mit seiner Comic-Adaption "Immortal" ein autonomes Universum, dessen Bewohner ebenso rätselhaft bleiben wie die Gesetze, denen sie sich unterwerfen. ... Die größte Suggestivkraft bezieht der Film jedoch nicht aus den Animations-Effekten, sondern aus seiner Langsamkeit. Das Ausharren auf der einzelnen Einstellung, das Abtasten - auch darin zeigt sich Bilal als eigenwilliger Autor."

26. Mai 2005 | IMMORTAL • Kritik • Der Tagesspiegel

Frank Noack findet Filme erholsam fürs Auge, bei denen man noch die Hand des Zeichners zu spüren glaubt. "Erzählt wird die abstruse, konfuse Geschichte umwerfend cool und zugleich schwermütig. Die schauspielerisch unerfahrene Linda Hardy, Miss France 1992, fügt sich perfekt in Bilals Universum. Man glaubt ihr das blaue Haar, das blaue Blut, die blauen Tränen. Charlotte Rampling, die zwar viel kann, aber nichts mehr beweisen muss, verlässt sich bei der Verkörperung einer Ärztin ebenfalls ganz auf ihre starke Präsenz. Einen schwächeren Eindruck hinterlässt der arg intensiv agierende Thomas Kretschmann als Nikopol: Ein Dressman hätte die Aufgabe besser erledigt."

26. Mai 2005 | IMMORTAL • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Enki Bilal hat kein Problem, Zutaten aus verschiedenen Mythen-Welten zu vermischen. ... Weniger gehaltvoll ist die Handlung, die sich stark an BLADE RUNNER und DAS FÜNFTE ELEMENT anlehnt, dabei aber nur Stereotypien von korrupten Politikern und dämonischen Wissenschaftlern produziert. Die Schauspieler haben vor allem eine dekorative Funktion. Sie sind Teil des Gewusels der Bilderwelt, nicht mehr. "Immortal" gibt einem das Gefühl, in einem Gemischtwarenladen zu sein, wo alles gleichermaßen bunt ist."

25. Mai 2005 | IMMORTAL • Kritik • fluter.de

Viel kruden Stoff hat Silke Kettelhake gesehen, "aber wie im Kino nicht unüblich, kann man auch hier sicher sein, dass sich die Helden noch einmal unter günstigeren Bedingungen lieben lernen werden. Vielleicht hat man sich ein bisschen zu sehr auf die Effekte der gelungenen Animation und der düsteren Kulissen verlassen. Die originale Comicserie ist eindeutig anregender als der Film. Sie ist faszinierend schön gezeichnet. Dem Film fehlen Ironie und Mehrdeutigkeit des Originals."

25. Mai 2005 | IMMORTAL • Kritik • br-online.de

Die Verfilmung kann laut Florian Kummert mit dem Comic nicht mithalten. "Der Film ist kühl, emotionslos und angefüllt mit bedeutungsschwangeren, faden Dialogen. Dazu tragen auch die Schauspieler bei. Thomas Kretschmann definiert den Begriff "hölzern" neu, so hölzern spielt er hier. Und Linda Hardy steht die meiste Zeit gelangweilt vor irgendwelchen Spiegeln und betrachtet ihr (zugegebenermaßen tolles) Make Up. Nur Charlotte Rampling versprüht eine geheimnisvolle Erotik. ... Faszinierend wird der Film nur dann, wenn er sich auf seine künstliche Welt einlässt. Bilals Szenerie ist atemberaubend, er ist ein begnadeter Comickünstler. Seine Filme enttäuschen aber, da muss sich auch IMMORTAL in die Reihe seiner lahmen Vorgänger einreihen. In einzelnen Einstellungen zeigt sich Bilals Brillanz bei der Bildgestaltung, dem Design oder der Farbgestaltung."

Mai 2005 | IMMORTAL • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Mai 2005 | IMMORTAL • Kritik • film-dienst 11/2005

Visuelle hat Michael Kohler zahlreiche klassische Vorbilder ausgemacht, "inhaltlich dominiert ein fröhlicher Eklektizismus aus religiöser Mythologie, biotechnologischer Apokalyptik, New-Age-Romantik und Elementen des Film Noir. Das Interessante an diesem hybriden Ganzen ist, wie gut es sich in die digitale Kinoästhetik einfügt. Gedanken und Bilder sind für Bilal so frei kombinierbar wie Daten in einem Rechenspeicher - ohne Rücksicht auf narrative Ökonomie und Plausibilität. Tatsächlich lässt sich für eine derartige Comic-Adaption kein besseres Medium finden."

Mai 2005 | IMMORTAL • Kritik • schnitt

Am Computer generierte Filme sind für Thomas Warnecke nichts Aufregendes mehr. "Irgendwie kommt einem alles schon bekannt vor, weil ja Science Fiction sowieso immer aus einem Mix von populären, Wissenschafts- und eben antiken Mythen besteht, vor allem aber weil IMMORTAL sich so viel Mühe gibt, wie andere Science Fiction-Filme auszusehen, allen voran METROPOLIS und BLADE RUNNER (welche beide weit weniger nachahmenswert sind als allgemein behauptet wird)."

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