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GARDEN STATE

GARDEN STATE

Regie Zach Braff
Kinostart 26.05.2005

Kritiken • GARDEN STATE

06. Juni 2005 | GARDEN STATE • Kritik • Berliner Zeitung

Patrick Heidmann porträtiert den 30jährigen Regisseur und Schauspieler Zach Braff, der mit GARDEN STATE gerade Hollywood zeigt, wie man Erfolg hat. "Es ist im krisengeschüttelten Hollywood schon eine bemerkenswerte Ausnahme, wenn ein Debütfilm, der von allen großen Studios mangels kommerzieller Aussichten abgelehnt und nur mit der Hilfe eines privaten Investors finanziert wurde, auf Anhieb mehr als das Zehnfache seiner Kosten einspielt."

28. Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler gibt dem Film viel Lob. "Garden State ist weit davon entfernt, ein perfekter Film zu sein, und doch ist gerade die Unbekümmertheit sein größtes Kapital. Zach Braff, ein Darsteller aus der Krankenhaus-Sitcom Scrubs, führt nicht nur zum ersten Mal Regie, er verfilmt auch sein eigenes Drehbuch und spielt die Hauptrolle. Zum Glück weiß Braff zwischen seiner Figur und sich selbst zu unterscheiden. Während Largeman auf ebenso heillose wie sympathische Weise orientierungslos erscheint, findet sein trotz der Ämterhäufung erstaunlich uneitel inszenierender Regisseur genau in dieser Eigenschaft sein Thema: Es geht um die Familie als Geburtsort der eigenen Identität und um das Gefühl, aufgebrochen, aber nirgendwo angekommen zu sein."

26. Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • Die Tageszeitung

Für Dietrich Kuhlbrodt besitzt GARDEN STATE ungeschützten Charme und linkische Glaubwürdigkeit. "GARDEN STATE arbeitet mit Bildern, mit Minierzählungen, Anekdoten ohne Pointe, fremdartiger Beleuchtung, narzisstischer Beobachtung. Und mit latenter Komik. ... Ichsein und das Drumherum als fremd und seltsam wahrnehmen, dann müssen Kontakte mit der Parallelwelt inszeniert werden. Der Film-Largeman spielt nicht nur einen TV-Seriendarsteller, Darsteller-Autor-Regisseur Zack Braff ist selbst ein solcher ("Scrubs"), glaubwürdiger geht's nimmer. Dass GARDEN STATE sein Spielfilmdebüt ist, das muss man jedoch schlucken."

26. Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • Der Tagesspiegel

Ergreifend ist der Film, schreibt Julian Hanich. "Der US-Independentfilm liebt bekanntlich die Sonderlinge, deren way of life sich auf den verlassenen Seitenstraßen abspielt. Manchmal paart sich diese Neigung zum Schrägen mit Witz und visuellem Einfallsreichtum (der in seiner Verspieltheit ans Niedliche grenzen kann). ... Wer als Zuschauer vorhat, dem beizuwohnen, sollte sich wappnen: Der Film entwickelt einen wirbelsturmartigen Sog hin zu jenem Gefühlszauber, der allem Verliebtheitsanfang innewohnt. Nach 109 Minuten tritt man benommen aus dem Kinosaal."

26. Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Story ist laut Birgit Roschy "dem Klischee von Independent-Filmen verpflichtet und hakt die üblichen Stationen männlicher Selbstfindung ab. ... Doch Brach, der auch als Schauspieler in der TV-Serie "Scrubs" auftritt, hat nicht nur einen Blick für absurde Alltagsdetails wie etwa den abgerissenen Einfüllstutzen am Auto des zombiehaften Andrew. Auch seine Geschlechtsgenossen beobachtet Brach mit kühlen Blick und inszeniert wie nebenbei skurrile Momente, die ziemlich lebensecht wirken. Ausnahmedarsteller wie Ian Holm (Bilbo in HERR DER RINGE) als verkrampfter Psychiater-Vater und Peter Sarsgaard (KINSEY) als seltsamer Jugendfreund sind zwar überzeugender als Brach, der sein großäugig-starres Gesicht etwas zu selbstverliebt vor die Kamera hält."

25. Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • Berliner Zeitung

Knut Elstermann hat langsam erkannt, was im Leben des Protagonisten schief gelaufen ist. "Anders als in den artverwandten, immer etwas angestrengt bizarr wirkenden Komödien von Wes Anderson, regiert bei Zach Braff eine kräftige Traurigkeit, eine ungefilterte Melancholie. Und da Braff sich nicht weiter um die Ökonomie der Zeit oder des Witzes kümmert, wird sein Film immer ernster, und in einigen der schönsten Augenblicke steht die Zeit dann völlig still. Dann halten auch wir - wie in der wunderbaren Kaminszene - fast regungslos in den Momenten inne, da die Figuren endlich bei sich selbst angekommen sind. ... Es gehört zu den angenehmen Seiten eines letztlich doch unberechenbaren Geschäftes, dass eine kleine Tragikomödie über den Charme der Erfolglosigkeit zu einem Kino-Überraschungshit werden kann."

25. Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • fluter.de

Als wahrer Glücksfall hat sich der Film für Frank Geissler entpuppt. "GARDEN STATE besteht aus einer Aneinanderreihung [von] Anekdoten und Momente, die sich zwar oft im Nirgendwo verlaufen, aber trotzdem unwiderstehlich ehrlich sind. Ein wenig vielleicht wie ein Mixtape voller Popsongs, die zunächst für sich allein stehen, aber am Ende doch ein stimmiges Ganzes bilden. ... [Der Film ist] nicht wahnsinnig bedeutsam, und sicherlich nicht perfekt - aber so stimmungsvoll und originell, dass man hinterher ein unbeschreibliches Glücksgefühl verspürt."

25. Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • br-online.de

Eine Mischung aus schwarzer Komödie und Selbstfindungsdrama hat Margret Köhler gesehen. "Allerdings mangelt es bei diesem sensibel inszenierten Regiedebüt noch an Perfektion. Obwohl gerade das Unfertige und Brüchige durch leicht morbiden Charme überzeugt, die sympathische Mixtur aus schwarzer Komödie und Selbstfindungsdrama tritt leider etwas auf der Stelle. Die wechselnden Stimmungen unterstreicht ein ausgezeichneter Soundtrack.
"

Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • film-dienst 11/2005

Holger Römers hat einige Vorbilder für den Film ausgemacht. "Das ist der originellste Aspekt des Films, dass die Vorstadtprovinz nicht als seelenloses Niemandsland dargestellt wird. New Jersey, das sich mit dem Beinamen GARDEN STATE schmückt, erscheint als verzauberter Garten. ... Angesichts von so viel Skurrilität ist Kitsch nicht fern, und gegen Ende nehmen die 'Lektionen fürs Leben' überhand. Aber die Botschaft des 'Carpe diem' wird mit ehrlich wirkender, entwaffnender Naivität unterbreitet - zumal schnoddrige Nonchalance für einen Ausgleich sorgt. Wenn Mark vom Tod von Andrews Mutter erfährt, antwortet er nicht etwa mit einer Beileidsfloskel, sondern mit einem schlichten: 'Fuck'."

Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • schnitt

Als Debütfilm bietet GARDEN STATE für Daniel Bickermann eine streckenweise erstaunliche Souveränität. "Braff überzeugt im Alleingang mit herrlich absurden Dreh-buchideen, die er in einer selbstsicheren, eigenständigen Regiehandschrift auch umzusetzen weiß. Heraus kommen dabei manchmal absurde, manchmal melancholische, manchmal brüllend komische Schauplatzideen, Bildkompositionen und Charaktere. ... So entsteht mit Hilfe fröhlicher Leichenfledderei, geologischer Mysterien und dem sicherlich anrührendsten Hamsterbegräbnis der Zelluloidgeschichte ein kleines Filmjuwel: absurd, aber nie abgehoben, schwermütig ohne je seine Komik zu verlieren, denkbar kompliziert, aber eigentlich ganz einfach. Eine Melanchomödie eben."

Mai 2005 | GARDEN STATE • Kritik • epd-film 6/2005

Frank Arnold bezeichnet GARDEN STATE als sympathisch-skurriles Regiedebüt. "Seine lakonische Erzählweise akzentuiert Garden State immer wieder durch kleine Momente der Irritation: das Diplom an der Decke des Psychiaterzimmers, das Hemdenmuster, das identisch ist mit dem Tapetenmuster. Eher selten sind solche Momente im Dialog angesprochen, bisweilen auch gar nicht hervorgehoben, sondern der Aufmerksamkeit des Zuschauers anheim gestellt - wie die Tatsache, dass eine junge Frau haufenweise Schallplatten in ihrem Zimmer hat. Zach Braff, hier zu Lande bekannt durch die Krankenhaus-Comedy-Serie "Scrubs" (im vergangenen Jahr auf Pro Sieben ausgestrahlt), der Largeman mit wunderbarem Stoizismus verkörpert, hat mit Garden State jedenfalls ein originelles Kinodebüt als Autor und Regisseur vorgelegt."

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