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MALEN ODER LIEBEN

MALEN ODER LIEBEN

Regie Arnaud Larrieu
Jean-Marie Larrieu
Kinostart 15.06.2006

Kritiken • MALEN ODER LIEBEN

16. Juni 2006 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • Die Tageszeitung

Ekkehard Knörer hat nachgeforscht: "Die Mehrzahl der Kritiker fand das immerhin im letzten Jahr im Wettbewerb von Cannes gezeigte Werk einfach nur belanglos, manchem aber schien es gerade in seiner Harmlosigkeit radikal. Die hier entwickelte erotische Vision jedenfalls hat ungefähr die Sprengkraft der Floskel "für alles aufgeschlossen" in einer Annonce im Heiratsmarkt der Zeit. Wer immer schon mal genau wissen wollte, was sich dahinter verbirgt, für den ist MALEN ODER LIEBEN der perfekte Film. Ein wunderbares Datemovie für befreundete Ehepaare mittleren Alters ist er eventuell auch."

16. Juni 2006 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • Der Freitag

Der Film liefert laut Gerhard Midding einen ironischen Gegenentwurf zur strengen Libertinage der 68er. "Die Utopie der freien Liebe ist im Kleinbürgertum angekommen, und sie erweist sich dort als durchaus lebbar. Diese kleine Subversion ist mit einer solch hintergründigen Gelassenheit inszeniert (in der sich gleichsam die Gediegenheit des Milieus mit der Weisheit der Natur vereinigt), dass man auf Anhieb gar nicht merkt, wie kühn MALEN ODER LIEBEN von geläufigen dramaturgischen Konventionen abweicht. Den Partnertausch haben die Brüder Larrieu nicht als heikle Drei- oder Vierecksgeschichte konstruiert, sondern als die Liaison zweier intakter Paare."

15. Juni 2006 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • Der Spiegel

Komödien über Swinger-Pärchen können leicht in die Hose gehen, doch den Regie-Brüdern gelingt eine poetische Beziehungshumoreske, meint Christian Buß. "Dass MALEN ODER LIEBEN allerdings zu keinem Zeitpunkt wirklich in den handelsüblichen Klischees französischer Lebensart aufgeht, ist natürlich auch den beiden Hauptdarstellern zu verdanken, die wie ihre beiden Figuren mit den Jahren immer abenteuerlustiger geworden sind. Der verschlossene Instinktmensch Daniel Auteuil, der sich mit jedem seiner Filme ein bisschen mehr öffnet, und die melancholische Komödiantin Sabine Azéma, die mit jedem ihrer Filme geheimnisvoller wird, bringen eine ungeheure Dynamik in die stille Swinger-Romanze."

15. Juni 2006 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Thomas Abeltshauser spricht mit Schauspielerin Amira Casar über den Film MALEN ODER LIEBEN und über ihren starken Willen.

15. Juni 2006 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann ist nicht ganz begeistert: "Man isst gut, man trinkt viel, hört schöne alte Platten, geht in die Pilze oder zum Golf. In Frankreich heißt das Provinzkleinbürgertum – hierzulande wirkt so was dagegen schon ziemlich großbürgerlich und sehr französisch noch dazu. Dass diese Menschen in ihrem Landhaus keine wichtigen Probleme haben, dass ihr so moderates Gelangweiltsein eher ein Luxusproblem ist, lässt auch den Film der Brüder Larrieu zumindest für hiesige Augen recht unerheblich erscheinen. Etwas mehr Feuer hätte es sein dürfen, wenn schon ganze Bauernhäuser in Schutt und Asche fallen und das Leben der Beteiligten dazu."

14. Juni 2006 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Gerhard Midding unterhält sich mit der Schauspielerin Sabine Azéma über das Alter und den Film MALEN ODER LIEBEN.

14. Juni 2006 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • fluter.de

Eine späte hedonistische Utopie sah Nana A. T. Rebhan. "In der zweiten Hälfte wird der Film stillos, wie auch das Verhalten des Ehepaars. William und Madeleine tauschen erneut Partner, diesmal mit einem Swingerpärchen, die sich im Nachhinein als raffiniert und routiniert erweisen. Damit verliert MALEN ODER LIEBEN seine filigrane Sinnlichkeit und Leichtigkeit. Die poetische Suche rutscht in peinliche Seichtigkeit ab. Schade, denn die Regiebrüder Jean-Marie und Arnaud Larrieu wissen eigentlich sehr gut, wie man eine leichtfüssige, romantische und dabei stets unterhaltsame Komödie inszeniert."

12. Juni 2006 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • br-online.de

Der Film stellt Fragen, die er allesamt unbeantwortet lässt, kritisiert Thilo Wydra. "Dadurch wirkt der nahezu inhaltsfreie Film geschmäcklerisch, wirkt auch in seinen artifiziellen Dialogen gewollt. Nichts glaubt man, weder dem einen noch dem anderen Paar. Und dass die ach so metaphorisch benannten Nachbarn Adam und Eva (der blinde Adam und die Fleisch gewordene paradiesische Verführung!) das dem Leben abhanden gekommene Paar Madeleine und William in dieses durch prätentiöse Swinger-Allüren zurückführen sollen - bitte nein. Ein paar nett-hübsche Aufnahmen französischer Landschaft und ein architektonisch interessantes Bauernlandhaus als Dekor reichen da schlicht und einfach nicht aus."

08. Juni 2006 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • film-dienst 12/2006

Für Alexandra Wach ist MALEN ODER LIEBEN eine Liebeskomödie wie ein sommerlicher Regenschauer: belebend, aber auch schwül und ermüdend. Wie die Hauptdarsteller "die späte Aufgeregtheit ins jugendlich Rauschhafte steigern, zwischen Neugier und Furcht changieren und zum Schluss ihren Frieden mit der unbekannten Facette ihrer sexuellen Neigungen schließen, entschädigt für manche allzu hedonistische Detailverliebtheit und romantisierende Verklärung eines scheinbar nie abbrechenden Liebhaber-Reservoirs. Ihre humorvolle Ode an die Vorteile einer von Schuldgefühlen und Moral abgekoppelten freien Liebe inszenieren die Brüder Larrieu augenzwinkernd und ganz in der Tradition des libertären französischen Liebesdiskurses."

10. März 2006 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Daniele Muscionico schreibt, wie sie es findet, wenn sich vier Menschen im besten Alter einen Ménage-à-quatre einrichten? "Im Grunde wohl nicht besonders erbaulich, zumal eine Reifeprüfung unter Pensionisten-Swingern mit einer Starbesetzung wie dieser auf den ersten Blick nach Kalkül aussieht. Doch trotz dem aufdringlich missionarischen Gestus, den der Film wiederholt annimmt - Grillen zirpen, Wolken dräuen, Granatäpfel drohen zu platzen, wenn der Herbst der Liebe seinen Höhepunkt erreicht -, den Brüdern Larrieu ist mit PEINDRE OU FAIRE L'AMOUR eine erfrischende Komödie geglückt. Denn wer sie hören kann und sehen, der wird sie lieben: die ironisch-doppelbödigen Dialoge der Ehepartner auf neuen (Ab-) Wegen, die pastos-pastoralen Kommentare von Saint-Saëns bis Brel, die sämtliche grossen französischen (Kino-)Emotionen bemühen."

19. Mai 2005 | MALEN ODER LIEBEN • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte hat zum zweiten Mal in Cannes geschmunzelt. "Die Gebrüder Larrieu inszenierten ihren vierten Spielfilm als sehr humorvolles und naturalistisches Beziehungsdrama, das leichtgängig von der Befreiung aller Zwänge erzählt. So wie sich der blinde Adam nächtens sicher durch die Wälder bewegt, so sicher verführt er auch Madeleine und William zum Gebrauch der Lüste. Jeder malt sich sein eigenes Lebens- und Sittenbild, heißt die etwas zu verträumte Botschaft von PEINDRE OU FAIRE L'AMOUR, der dennoch bejubelt wurde."

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