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SIN CITY

SIN CITY

Regie Robert Rodriguez
Quentin Tarantino
Frank Miller
Kinostart 11.08.2005

Kritiken • SIN CITY

12. August 2005 | SIN CITY • Kritik • Der Spiegel

Rüdiger Sturm spricht mit Mickey Rourke über die Gründe für sein Karrieretief, sein zwiespältiges Verhältnis zu Hollywood und die Undurchschaubarkeit Gottes.

11. August 2005 | SIN CITY • Kritik • Der Tagesspiegel

SIN CITY ist keine Comicverfilmung, sondern die Fortsetzung des Comics mit anderen Mitteln, schreibt Sebastian Handke. "Es sind blutdurstige Rachestücke aus Terror, Sehnsucht, Wahnsinn und Humor, dargeboten in einem eleganten visuellen Stil - mit einigen Farbtupfern, vorzugsweise Dunkelrot. Das Ergebnis: ein ausgelassenes Schlachtfest, pulp fiction in der schwärzesten Form. Doch, anders als Tarantinos zynisches Zitatkino, bleibt SIN CITY eine schlichte, tiefromantische Moritat, der die Todessehnsucht ihrer einsamen Helden aus allen Bildern tropft. Manchmal blutrot. Meist aber weiß wie Schnee."

11. August 2005 | SIN CITY • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi spricht mit Filmstar Mickey Rourke über Monster, Masken und seine Rolle als Marv.

11. August 2005 | SIN CITY • Kritik • Frankfurter Rundschau

Im Vergleich zu SIN CITY sehen alle Comic-Verfilmungen plötzlich nach Kindergeburtstag aus, findet Volker Mazassek. "Wie die meisten genialen Ideen ist auch Robert Rodriguez' Grundüberlegung denkbar einfach. Er nimmt die Comic-Ästhetik mit ihren Farben, ihrem Tempo, ihren Überzeichnungen ernst und übersetzt sie in bewegte Bilder. [ ] Der Film ist ein Schauspiel aus Licht und Schatten, scharfen Konturen, stolpernden, schnellen Rhythmen - und ausgeklügelten Farbwertigkeiten. Farbe wirkt hier wie eine scharfe Waffe oder ein süßes Gift, je nachdem. Auf der inhaltlichen Ebene findet die Optik ihre Entsprechung in den tiefen Emotionen, die den Figuren eigen sind. Miller hat die starke emotionale Prägung des Film Noir in seinen Geschichten auf die Spitze getrieben. Gewalt, Niedertracht und sexuelle Begierde sind der Motor der Stadt ohne Gnade, aber auch Einsamkeit, Verlorenheit und Sehnsucht."

10. August 2005 | SIN CITY • Kritik • Berliner Zeitung

Als Albtraum im Retrodesign bezeichnet Harald Jähner den Film. "Das Besondere an SIN CITY liegt nicht in diesen schon hundertfach variierten Geschichten. Eindrucksvoll ist vielmehr die Technik: Erstmals wurde hier ein Comic vorlagengetreu Bild für Bild umgesetzt. Die Schauspieler agierten vor einem green screen, einem neutralen Hintergrund, in den die Stadträume und Spelunkenwände später digital eingezeichnet wurden. Mit Frank Millers Hilfe, der hier als Co-Regisseur arbeitete, wurde der harte Zeichenstil in das bewegte Medium übernommen. So entsteht ein Mix aus filmisch-naturalistischen und wie mit Tusche und Stift gezeichneten Bildelementen."

10. August 2005 | SIN CITY • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche hat schlechte Manieren und die Neigung zum Sadismus in dieser etwas humorlosen und sklavischen Verfilmung ausgemacht. "SIN CITY ist Rodriguez' Verbeugung vor zwei Genres, in denen Mann noch Mann sein konnte: dem Film Noir der Vierzigerjahre, in dem die Geschlechterrollen so klar verteilt waren wie danach nie wieder, und so genannten "Postwar Pulps", speziell auf eine männliche Leserschaft zugeschnittene "Abenteuer"-Romane. ... Doch Rodriguez Obsession, Millers Vorlage bis ins kleinste Detail gerecht zu werden, schnürt SIN CITY spätestens ab der Hälfte die Luft ab. Die notorische Humorlosigkeit dieses Pulp-Universums (es ist vor allem das kehlige Lachen des Folterknechts, das aus SIN CITY zu vernehmen ist) kann keinen Lustgewinn verschaffen. Mag das Genre Comicverfilmung mit SIN CITY auch zu seltener formaler Reife gefunden haben, so droht die Form mit dem Inhalt auch schon wieder zu regredieren."

10. August 2005 | SIN CITY • Kritik • fluter.de

Frank Geissler ist begeistert: "SIN CITY zeigt in Vollendung, was die Technik zu bieten hat. Rodriguez und Miller ließen ihre Akteure vor 'Green Screens' agieren und die düster-dreckige Großstadtkulisse erst hinterher am Computer entstehen. Das Ergebnis ist überwältigend, denn zum ersten Mal wirkt eine Comicverfilmung tatsächlich so, als seien die einzelnen Bilder des Comics zu einem zweistündigen Daumenkino zusammengebastelt und dann auf Leinwandgröße aufgeblasen worden. ... Die blutrünstige Story mit (ganz) leisem melancholischen Unterton, die auf drei von Millers Geschichten basiert, muss man nicht lieben. Aber der Look des Films, die vom Wetter gegerbten und vom Leben gezeichneten Stargesichter vor prasselnden und wie hingepinselt wirkenden Regenmassen - all das brennt sich unauslöschlich in die Netzhaut ein."

10. August 2005 | SIN CITY • Kritik • fluter.de

Jenni Zylka schreibt einiges über die Hintergründe zu dem Film.

10. August 2005 | SIN CITY • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte ist überaus angetan: den Regisseuren ist die perfekte Comicverfilmung gelungen - und eine digitale Hommage an den Film noir. SIN CITY ist "in seiner episodischen Struktur, seiner bis ins Absurde stilisierten Gewalt und seinem haarsträubendem Humor 'Pulp Fiction' in Vollendung - ein grandioses Stilexperiment von Cineasten für Cineasten. Alles, ob Action, Horror oder Gewalt, hat hier nur einen einzigen Zweck: sich selbst zu zelebrieren. Echter Schmerz, spürbares Leid finden sich nur in jenen vereinzelten Farbtupfern wieder: Manchmal dürfen die harten Kerle auch rotes Blut vergießen. Kein Subtext und keine Moral verbergen sich unter dieser ebenso brillanten wie oberflächlichen Inszenierung. Alles ist eins zu eins an SIN CITY, die Botschaft ist das Bild."

09. August 2005 | SIN CITY • Kritik • Der Spiegel

Andreas Renner spricht mit dem Autor und Zeichner Frank Miller über die originalgetreue Verfilmung seiner "Sin City"-Bücher, Gewalt- und Lustphantasien und seine Jugend als Außenseiter.

August 2005 | SIN CITY • Kritik • film-dienst 16/2005

Frank Mehring sieht viele Anklänge an den klassischen film noir. Außerdem erhält der Regisseur erstmals "vollkommene Kontrolle über sein Kunstwerk - ein Vorrecht, das bis dato nur Malern und Schriftstellern vorbehalten war. ... Ein postmoderner Mix aus Straßenkreuzern der 1950er-Jahre und zeitgenössischen Mercedes oder Ferraris, aus Femmes fatales der klassischen Tonfilm-Ära und fetischistischen Dominas der britischen Punkszene, aus Samurai-Schwertern und hochmodernen Handfeuerwaffen kennzeichnen das Filmgebilde als Rhapsodie der entfesselten Fantasie. So entsteht mit Mitteln der digitalen Videoproduktion ein großer Kinofilm, der die Grenzen zwischen Pulp, Pop und Pop Art verwischt. Das Ergebnis zeugt von Mut, Eigenständigkeit und dem Willen, Erzählstrukturen jenseits der Konventionen auszutesten. Mit seiner Transferleistung vom Comic zum Film avanciert Rodriguez quasi zum Roy Lichtenstein der Filmkunst."

21. Juli 2005 | SIN CITY • Kritik • br-online.de

Als ein visuelles Meisterwerk mit vielen Stars betitelt Margret Köhler SIN CITY. "Die Balladen aus dem düsteren Herz der Stadt sind fantastisch anzusehen, ein visuelles Meisterwerk. Die Brutalität wirkt in schwarz-weiß weniger exzessiv, nur manchmal lockern grelle Farbtupfer die Optik auf. Blutrote Lippen, blutrote Kleider knallen ins Auge des Betrachters - Kunstgewerbe auf hohem Niveau. Man mag viel herumreden von großer amerikanischer Popkultur-Tradition der Pulp-Geschichten und die Werte des "Film Noir" beschwören. Das alles trifft nur in Maßen zu. SIN CITY ist ein Ort extremer Kontraste, bewohnt von Unverbesserlichen, Unberechenbaren und Unersättlichen. Die Figuren bleiben comic-ähnlich und ohne Tiefe. Wer sich an stilisierter Ästhetik erfreuen mag, ist hier gut aufgehoben."

19. Mai 2005 | SIN CITY • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte hat der Film in eine schwarzweiße Welt voller Gewalt und moralischer Abgründe geführt. Mickey Rourke feiert ein grandioses Comeback. "In SIN CITY fließt so absurd viel Blut, dass man sich am Ende nicht mehr wundert, dass die Figuren ganze Kugelsalven wegstecken können, bevor sie überhaupt nur eine Grimasse ziehen. Abgerissene Gliedmaßen, sprechende Leichen, durchbohrte Köpfe und Straßennutten, die wie Amazonen über ihr Revier wachen, gehören zur Ausstattung des Comics, das Robert Rodriguez nun auf die Kinoleinwand gebannt hat. ... Das Resultat ist so nah am Original wie bisher keine Comicverfilmung zuvor und erschafft eine gänzlich neue Visualität: In seine gestochen scharfe Schwarzweiß-Welt tupft Rodriguez immer wieder kleine Farbakzente. ... Aber so faszinierend und aufreizend die visuelle Wucht dieses Films auch sein mag, am Ende hat man lediglich das Gefühl, eine besonders große (aber auch eine teuflisch leckere) Portion Popcorn verdrückt zu haben."

19. Mai 2005 | SIN CITY • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte ist skeptisch, ob dieser Film Cannes-Kunstweihen verdient. "Bruce Willis spielt den einen guten Polizisten in einem Neo-Noir-Ambiente, dem die Tonspur pausenloses Sinnieren über eine schlecht erfundene Welt abverlangt. Dabei sind immerhin echte Wahrheiten, wie die Beobachtung, moderne Autos sähen aus wie Elektrorasierer. Was für ein toller Bogart könnte der so würdig vergammelnde Willis heute sein, aber nicht nur SIN CITY ist eine verkehrte Welt ... Immerhin hat SIN CITY ein schönes Design in hartem Schwarzweiß, hergestellt auf hochauflösendem Video. Das Blut wurde extra koloriert."

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