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DIE PERLENSTICKERINNEN

DIE PERLENSTICKERINNEN

Regie Eleonore Faucher
Kinostart 19.05.2005

Kritiken • DIE PERLENSTICKERINNEN

19. Mai 2005 | DIE PERLENSTICKERINNEN • Kritik • Die Tageszeitung

Für Annett Busch bedient der kontemplativen Blick des Debütfilm dann leider doch nur die Sehnsucht nach den einfachen Dingen im Leben. "Man mag das Seufzen der Arthouse-Seelchen förmlich hören ob all der gut ausgeleuchteten Haute-Couture-Stickereien, all der Perlen und Ornamente, und, ja, ob der stundenlangen Handarbeit an einem so unglamourösen, abgelegenen Ort. ... In welchem Kontext die Kleider später vorgeführt werden und wie die Verbindungen und Auftragsgeschäfte zwischen Modezentrum und Peripherie tatsächlich verlaufen, muss man nicht zeigen. Doch die komplette Ausblendung erweckt den Eindruck, die Mini-Produktionsstätte in Rhône-Alpes sei die letzte Bastion einer Welt, wo Mensch und Arbeit noch eins sind. Da hat die Romantisierung schon längst begonnen."

19. Mai 2005 | DIE PERLENSTICKERINNEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Es glänzt, schillert, glitzert in DIE PERLENSTICKERINNEN schreibt Christiane Peitz, aber die Schönheit der Bilder ist zugleich das Problem des Films und der Regisseurin. "Sie kokettieren damit. Seht nur, wie erlesen ich bin - eine Ästhetik des Narzissmus. ... Vor lauter Schauwert und Symbolik vernachlässigt die Regisseurin die Glaubwürdigkeit der Figuren und die Sinnfälligkeit der Geschichte. Dass in einem Dorfmädchen eine große Künstlerin schlummert, dass die mürrische Madame Claire einfach aufnimmt - schon möglich. Aber man müsste es erzählen und glaubhaft in Szene setzen. Den PERLENSTICKERINNEN fehlt die Bodenhaftung: ein hübsches, selbstgefälliges Märchen."

19. Mai 2005 | DIE PERLENSTICKERINNEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

DIE PERLENSTICKERINNEN findet laut Sascha Westphal die Zukunft im Vergangenen. "Eléonore Faucher ist eine Revolutionärin des Kinos, so wie es einst Truffaut und Godard, Rivette und Rohmer waren. Das heißt: Zuallererst ist sie eine Traditionalistin, also eine Konservative. Die Perlenstickerinnen, ihr erster langer Spielfilm, führt uns zurück in die Zeit, als die Regisseure der Nouvelle Vague selbst noch ganz am Anfang standen. ... So wie Madame Melikian und Claire in der Kunst der Perlenstickerei zusammenfinden, so verbinden sich Tradition und Revolte in Fauchers Debütfilm. Die Vergangenheit ist die Zukunft, nicht nur des Kinos. Nur eine Rückbesinnung auf das, was einmal war, kann der Entfremdung entgegenwirken."

19. Mai 2005 | DIE PERLENSTICKERINNEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Der Film vermag vor allem durch seine Farbkomposition zu gefallen. Claires tiefrote Haare ziert mal ein blaues Kopftuch, mal ein grüner Turban. Sie erinnert in ihrer leisen Verzweiflung an Vermeers MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING, das Scarlett Johansson jüngst zum Leben erweckte. Dazu gesellen sich die Erdtöne der Landschaft und der Glanz der Stickereien. So bunt ist das Leben, selbst wenn es ganz dick kommt."

18. Mai 2005 | DIE PERLENSTICKERINNEN • Kritik • fluter.de

Weiblicher und französischer geht es kaum für Jenni Zylka. "Geradezu lyrische Szenen, in denen wunderschöne Frauen still wunderschöne Perlen an wunderschöne Stoffe sticken, bestimmen diesen hübsch altmodischen und eleganten Film. ... Die Schönheit des Films und seiner Darstellerinnen ist so auch ein bisschen seine Schwäche: Wie viel stärker würde man mit den Protagonistinnen und ihren wirklich existenziellen Nöten und Sorgen mitfühlen, wenn zum Beispiel Ken Loach die Bilder in bester britischer Underdog-Manier einfach realistisch, schiefnasig und pickelig gemalt hätte."

18. Mai 2005 | DIE PERLENSTICKERINNEN • Kritik • br-online

Margret Köhler ist diese ruhige Reflexion über das Leben zu Herzen gegangen. "Mit großer Intensität aber auch mit großer Langsamkeit entwickelt die Newcomerin verschiedene Handlungsstränge, ohne ihre beiden Heldinnen aus dem Auge zu verlieren. Manchmal gelingt ihr eine visuelle und fast magische Zauberei, wenn sie den Blickwinkel durch das transparente Tuch auf die Stickerinnen richtet, dann wieder folgt eine Nahaufnahme der nächsten, was nicht unbedingt als Zeichen formaler Brillanz zu deuten ist. Dagegen stimmt die Emotionalität."

Mai 2005 | DIE PERLENSTICKERINNEN • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Mai 2005 | DIE PERLENSTICKERINNEN • Kritik • film-dienst 10/2005

Der Regisseurin gelingt laut Stefan Volk weibliche Variation des Themas 'Freundschaft zwischen jung und alt'. "Ihr im Wortsinn 'stiller' Film entfaltet eine einfühlsame Bildersprache, die keinen kinoschönen Momenten hinterher jagt, sondern sich von der Geschichte und ihren starken (und stark gespielten) Charakteren treiben lässt. ... Wie aus einem Guss, oder besser organisch, entfaltet die Geschichte ihr Eigenleben; die Kamera wirkt dabei wie eine zwar aufmerksame und kluge, aber diskrete Beobachterin."

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