Inhalt • FALSCHER BEKENNER
Der 18jährige Armin hat gerade die Mittlere Reife hinter sich und erstickt langsam am Wohlwollen seiner Mutter, an den Erwartungen seines Vaters, an der tödlichen Langeweile des Vorstadtlebens. Er beginnt, wahllos anonyme Bekennerbriefe zu schreiben, zuerst zu einem Unfall, bei dem er Zeuge wurde, dann zu Verbrechen, von denen er liest. Was als Spiel beginnt, wird bald zur Obsession. Bald reicht es ihm nicht mehr, nur so zu tun, als sei er schuld...
Kritik • FALSCHER BEKENNER • 11. Mai 2006 • film-dienst 10/2006
Irritierend vielschichtig ist der Film für Ulrich Kriest, das "Porträt einer indifferenten Generation, sondern ein recht umfassendes und schlüssiges Bild einer Gesellschaft, der die eigene Mitte bereits vor Jahrzehnten abhanden gekommen ist. ... Hochhäusler zeigt die Bundesrepublik als Konglomerat von Nicht-Orten: In die Jahre gekommene Vorstadt-Architektur, Autobahnen, Schnellrestaurants, Tennishallen und Brachland. Autoritäten sind dekonstruiert, an ihre Stelle sind die netten Eltern getreten, die sich ein wenig sorgen und ansonsten ihren eigenen Hobbies nachgehen, ältere Brüder, die reibungslos funktionieren, für die Rebellion keine Option mehr ist."