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KILOMETRE ZERO

KILOMETRE ZERO

Regie Hiner Saleem
Kinostart 25.05.2006

Kritiken • KILOMETRE ZERO

29. Mai 2006 | KILOMETRE ZERO • Kritik • DieTageszeitung

Der Regisseur setzt laut Barbara Schweizerhof eine besondere Mischung aus Tragik und Komik ein, in der Landschaft und agierende Personen eine poetische Symbiose eingehen. "Absurde Situationen sind Saleems Spezialität. Stets bleibt die Kamera unbeweglich; vor ihr entfalten sich in beklemmender Bedächtigkeit Tableaus unhaltbarer Zustände. Hauptdarsteller Nazmi Kirik als Ako macht dazu das an Buster Keaton erinnernde Dead-Pan-Face, und als Running Gag fährt immer irgendwo eine Saddam-Hussein-Statue mit Grußarm durchs Bild. ... In KILOMETRE ZERO aber verleihen die gleichen Stilmittel dem Geschehen etwas Unwirkliches, Entrücktes. Was auch daran liegen mag, dass man heute unter "Befreiung" im Irak etwas anderes versteht als damals."

27. Mai 2006 | KILOMETRE ZERO • Kritik • Frankfurter Rundschau

Lasse Ole Hempel hat es den Atem verschlagen. "KILOMETRE ZERO ist ein Film über die Sehnsucht nach der Heimat, die der gebeutelte Ako nach tagelanger Fahrt und einigen Konflikten endlich wiedersehen darf. Ein Blick über die Landschaft, ein paar lose Steine, die der Heimkehrer durch die Luft segeln lässt - aus Akos Gesicht lassen sich Unbeugsamkeit und Ironie ablesen, ein feiner lakonischer Humor, der hilft, die widrigen Umstände nicht zu sehr an sich heran zu lassen. ... [Der Film ist] frei von Verbitterung und hat viel Komisches zu bieten, bezaubert aber vor allem durch poetische Bilder."

24. Mai 2006 | KILOMETRE ZERO • Kritik • Berliner Zeitung

Harald Jähner mag das groteske Roadmovie, eine Reise durch ein psychisch und physisch verwüstetes Land. "Der Film ist teils bittere Schwejkiade, teils absurdes Theater. Die Leere der Wüste gibt eine geradezu beckettsche Bühne ab für einen Sarg und zwei Menschen, die sich aus Gründen spinnefeind sind, die fernab dieses Ortes und ihrer eigentlichen Charaktere liegen. KILOMETRE ZERO ist ein struppiger, spannender Film mit kleinen Schwächen und großen, faszinierenden Bildern. Man ist ja schon dankbar, vom Irak mal mehr als ein paar Schnipsel im TV zu sehen."

23. Mai 2006 | KILOMETRE ZERO • Kritik • fluter.de

Silke Kettelhake ist nicht wirklich begeistert: "Viel Konfliktpotenzial, das Hiner Saleem leider wie in seinem ersten Film WODKA LEMON zugunsten verharmlosender Skurrilitäten verschenkt. Zudem kann sein Ako nicht glaubwürdig vermitteln, was es bedeuten muss, plötzlich mit Frau und Kind flüchten zu müssen. Geht etwas schief, verzieht er sein Gesicht wie ein kleiner verwöhnter Junge kurz vor einem Trotzanfall. Skurril im Sinne einer Jahrmarktsgaukelei ist auch das Casting des Kindes: Es schielt so sehr, dass sein Gesicht aus zwei auseinander driftender Hälften zu bestehen scheint. Hoffentlich bezahlt Hiner Saleem dem Kind vom Erlös seines Films wenigstens eine Augenoperation."

23. Mai 2006 | KILOMETRE ZERO • Kritik • film-dienst 11/2006

Ein kurzweiliges Road Movie sah Reinhard Lüke, "das die politischen Verhältnisse unter der Diktatur Saddam Husseins mit einem eigentümlich lakonischen Humor aufs Korn nimmt, der hie und da auch vor der Groteske nicht zurückschreckt ... Für das Massensterben im Krieg findet der Film immer wieder subtile Bilder, die ohne Schlachtgetümmel und zerfetzte Körper auskommen. ... Unter teilweise abenteuerlichen Bedingungen im Irak nach Saddam gedreht, besticht das Werk durch sein dezidiert filmisches Konzept, das ihm zu Recht die Ehre eines Wettbewerbsbeitrags bei den Filmfestspielen in Cannes einbrachte."

05. Mai 2006 | KILOMETRE ZERO • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Makabren Humor und surreale Szenen sah Martin Girod. Der Regisseur "schildert die ständige Angst vor der Willkür und den Zwangsrekrutierungen, die der männlichen Bevölkerung nur den Schritt in den Guerillakampf oder ins Exil als Alternativen lassen. Diesem erschütternden Rückblick vermag Saleem durch sein Talent für makabren Humor und fast surreale Szenen ab und zu Glanzlichter aufzusetzen. Die Demütigung der Kurden steigert er gar zum makabren Slapstick."

13. Mai 2005 | KILOMETRE ZERO • Kritik • Der Spiegel

Für Lars-Olav Beierbemüht sich der Regisseur sehr angestrengt "um skurrilen Humor, doch viele der Gags wollen - pardon - nicht so recht zünden. Mehrfach lässt Saleem einen LKW, auf dem sich eine Saddam-Hussein-Statue befindet, zusammen mit den Leichentransportern durchs Bild fahren: damit auch niemand übersieht, für wessen Ruhmessucht die Männer ihr Leben lassen. In einer Szene hält eine Kuh unmittelbar vor einem der Leichenwagen, bleibt kurz stehen - und erleichtert sich. Schauspieler, soll Hitchcock mal gesagt haben, seien Rinder. Dieses Rind jedenfalls hat seinen Einsatz auf den Punkt genau getroffen."

13. Mai 2005 | KILOMETRE ZERO • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die viele Schnoddrigkeit, mit der der Regisseur das kurdische Problem und das Schicksal des eigenen Volkes beleuchtet, hat Daniel Kothenschulte ratlos gemacht.

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