| Regie | Lars von Trier |
| Kinostart | 12.05.2005 |
Sven von Reden schreibt über die gesamte Europa-Trilogie, die der Geschichte des Idealismus und der falschen Missionare folgt.
EPIDEMIC ist für Andreas Thomas vielleicht der sperrigste Trier-Film. "Wissenschaft und Fortschritt bringen Unglück und Verderben, aber »Erkenntnis führt zu einem religiösen Ende«, sagt der Lars im Film. Wenige Jahre später konvertierte Trier zum Katholizismus, stellte die zehn Keuschheitsgebote vom »Dogma 95« auf und drehte seither fast durchweg Filme über Märtyrerinnen. Filme, die auch einem größeren Publikum gefallen ..."
Philipp Bühler hat einen Trend im experimentellen Frühwerk hoffnungsfroher Filmschaffender entdeckt: Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. "Mit den Mitteln des "hypnotischen" Erzählens reflektiert der spätere Meister (DOGVILLE) hier die eigenen Probleme des Filmemachens, insbesondere die verzweifelte Suche nach neuen Ideen und Geldgebern - kein Wunder also, dass er sich in blanken Horror rettet. Aber auch einige Kernthemen des dänischen Regisseurs tauchen bereits auf."
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Für Hans Messias ist EPIDEMIC der Schlüssel zu von Triers filmischem Universum. "Denn vieles, was hier nur angedeutet wird, findet erst später Vertiefung und Ausformung. Nicht nur das Sujet deutet das morbide "Kingdom" an, auch Udo Kier tritt bereits in Erscheinung. Das Wasser hat seine lebensspendende Kraft verloren, fungiert eher als 'geronnene Zeit'; auch ein Tupfer Religion darf nicht fehlen, wenn auch hier nur als Drehbucheinfall, um etwas Humor in die Tragödie zu bringen. Nicht zu vergessen die Produktionsbedingungen und die Arbeitsmethodik, die sich wie Vorstudien zu 'Dogma' ausnehmen."