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STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH

STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH

Regie George Lucas
Kinostart 19.05.2005

Kritiken • STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH

21. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Junge Welt

Deutlicher geht es nicht, meint Peer Schmitt. "Eines muß man
George Lucas wirklich lassen, aus dem fast zufälligen Posthippie-Nazi-Chic der ersten STAR WARS-Filme (das eindrucksvolle Modedesign der Sturmtruppen usw.) hat er für den letzten Coup ein wahrlich meisterhaftes Bild gewonnen: Wie sich die halbverkohlte Fastleiche eines Menschen in den schwarzgerüsteten dunklen Vater des schwarzen Ordens verwandelt und schließlich schwer von der Last der Macht schnaufend vom Operationstisch erhebt, um der Galaxie endlich Frieden und Wohlstand (d. h. viele Leichen) zu schenken. Deutlicher geht's nicht. 30 Jahre Arbeit nur für dieses eine Bild: der ästhetischer Triumph des Faschismus. Begeisterndes Mittelalter, wie zu erwarten war."

19. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Berliner Zeitung

Jens Balzer spricht mit George Lucas über den Abschluss seiner STAR WARS-Saga.

19. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Berliner Zeitung

Christian Aust spricht mit Natalie Portman, die fast zehn Jahre im STAR WARS-System verbracht hat.

19. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Neues Deutschland

Knut Elstermann ist enttäuscht. "Mir, dem die jugendliche Star-Wars-Prägung fehlt, fällt es unendlich schwer, das Alberne, Hochtrabende der geschraubten Dialoge zu überhören, dieses aufgesetzt Wichtige. Sicher, DIE RACHE DER SITH hat einige großartig düstere Szenen, etwa der Wandel von Anakin zum finsteren Darth Vader - in Cannes mit ergriffenem, leisen Beifall bedacht. Aber wenn man nüchtern auf den Film sieht, wundert man sich nur über die Monotonie der Stahlgewitter, den Stumpfsinn der Dialoge und die Gigantomanie der Schauplätze, dieser Riesenstädte, in denen kein Platz mehr ist für die liebevollen, alltäglichen Details der frühen Filme."

19. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Die Zeit

Für Katja Nicodemus wird im Kinosaal unverschleiert Politik betrieben. "In STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH entpuppt sich die Figur des kriegstreiberischen und oft in Reagan-Zitaten sprechenden Kanzlers Palpatine als präsidiale Karikatur. Mit der Aushebelung galaktischer Rechte und der Instrumentalisierung äußerer Feinde für innenpolitische Zwecke neigt sich die Pixel-Saga unaufhaltsam in Richtung der finalen Botschaft: Der wahre Feind der amerikanischen Demokratie hockt in ihrem Innern."

19. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Die Zeit

Als die düsterste aller Episoden bezeichnet Adrian Pohr Teil 3. "Jetzt, im dritten Teil, hat Lucas alles richtig gemacht. Die Seitenfiguren wurden an den Rand gestellt, der Fokus liegt auf den handlungstragenden Hauptcharakteren. Selbst beliebte Anhänger der späteren Heldengruppe um Luke Skywalker und Han Solo wie der jaulende Fellberg Chewbacca und Palaver-Roboter C3PO werden nur am Rande gezeigt. Lediglich der fiepsenden Navigationseinheit R2-D2 - mittlerweile zum Action-Helden mutiert - bleibt ein bisschen mehr Aktionsraum. Es dreht sich alles um Anakin Skywalker, den der aufsteigende Imperator Palpatine zur dunklen Seite der Macht verführt."

18. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Die Tageszeitung

Jan Distelmeyer sieht die eigene Größe der Episode in der Entstehung des Bösen. "Bei aller Kritik, die zu Recht und gerade von Fans an den neuen Episoden I und II geübt worden ist: Das Science-Fiction-Gesamtwerk mit einem dreiteiligen Bildungsroman abzurunden, der die vorgegebene Setzung von Gut und Böse nachhaltig in Frage stellt, gibt STAR WARS eine eigene Größe jenseits von Kassenrekorden und Merchandise. ... Kein anderer Blockbuster dieser Tage erzählt mit so antiquiertem Rhythmus seine Geschichte - die unverwüstliche Parallelmontage, Eins-zwei-Wechselschnitt zum nächsten Schauplatz, ist seit 1977 die treibende narrative Kraft dieser Filme."

18. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Daniel Kothenschulte wird Anakin Skywalker endlich zum Phantom der Weltraumoper. Der Regisseur setzt "alles daran, sein endzeitliches Drama wie eine wagnerianische Super-Götterdämmerung aussehen zu lassen. Die Mehrheit der Szenen spielt in der Dämmerung, digitale Tautropfen legen sich auf die fein ausgerechneten Texturen. Erste oder letzte Sonnenstrahlen simulieren Kameraoptiken, die in der elektronischen Endfertigung gar nicht existieren. ... Ein amerikanischer Kritiker hat für den Look der STAR WARS-Filme bereits den Begriff des "Barocken Nerdismus" vorgeschlagen. Tatsächlich kann man sich gut vorstellen, wie emsige Sammler mit dicken Brillengläsern alle Einzelbilder von STAR WARS: EPISODE III liebevoll in kleine Klarsichthüllen schieben. Daran also stirbt die Republik: Sie ertrinkt in Schönheit."

18. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • fluter.de

Für Ernst Kramer hat der Regisseur einiges vergessen: Aus seiner Vorliebe "wurde jedoch mit den Jahren eine Art unbeirrbare Fixierung, ein Fluch. Denn offenbar vergaß er darüber, dass der Zuschauer nicht nur von bombastischen Schauwerten, sondern von lebendigen Elementen wie guter Story, sympathischen Charakteren und flotter Erzählweise unterhalten werden will. ... Ironischerweise macht die beste Figur in diesem schwerfälligen Ballett blutleerer Kostümständer, deren einzige Aufgabe es ist, endlose Standard-Dialoge in Appartements, Stützpunkten und Regierungsgebäuden zu führen, um die nächste Actionsequenz einzuleiten, der komplett digital erstellte Jedimeister Yoda."

18. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Jungle World

Eine unerträglich pseudokomplexe Angelegenheit ist STAR WARS für Andreas Hartmann geworden. "Dabei hat der krude Plot, den er sich für die EPISODE III ausgedacht hat, eine ähnliche Aufgabe wie das Rahmensetting eines eigentlich banalen Computerspiels: Er dient bloß der Legitimation, andauernd Kampf- und Actionszenen aneinanderzureihen, die kaum Sinn haben, aber Sinn haben sollen. Dabei möchte man es als williger STAR WARS-Anhänger manchmal lieber gar nicht so genau wissen. Wenn es kracht und rumpelt und das Kino, samt seinen technischen Möglichkeiten, dank der Höchstleistungen der Special Effects, seiner wahren Bestimmung als Überwältigungsapparat zugeführt wird, ist man schon glücklich."

17. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Berliner Zeitung

Als gewaltiges Schlachtengemälde bezeichnet Jens Balzer den letzten Teil der Saga. "Das Finale seiner "Star Wars"-Geschichten, die Schlussbilder seines filmischen Lebenswerks hat George Lucas in ein Universum verlegt, in dem es kein Zentrum mehr gibt, kein Oben und Unten, kein Davor und Danach. Wo die Story sich vordergründig in der Vollendung einer linearen Erweckungsgeschichte gefällt, ist in den Bildern, in denen diese sich zeigt, jede Linearität aufgehoben: das falsche Geschichtsbild des Messianismus ist der Wahrheit der ewigen Wiederkehr gewichen. In der Reduktion seiner Story auf die reine Verschwendung, in der entschiedenen Dekonstruktion seiner bisherigen Epik feiert George Lucas den schönsten Triumph: Wenn alles so kam, wie man es kommen sah, beginnt die Geschichte von Neuem."

17. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Der Spiegel

Für Martin Wolf findet die ganze Sache ein vollverdientes Ende. "Wenn die Jedi-Ritter ihre rührende Missionarsprosa aufsagen, geht trotzdem keines der güldenen Worte verloren. Denn stets ist der jeweilige Sprecher groß im Bild, wie in einem Hollywood-Film aus den vierziger Jahren. Und Natalie Portman, eigentlich eine gute Schauspielerin, grimassiert als Anakins Gattin Padmé gar wie in einem Stummfilm. Allerdings hat sie lange auch nicht viel mehr zu tun als dekorativ herumzustehen in ihrem Liebesnest, das aussieht wie ein Sechs-Sterne-Hotel in Dubai. Der überzeugendste Darsteller ist der fiepende, aber ansonsten stumme Roboter-Oldtimer R2-D2."

17. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • br-online

Als würdevollen Abschied bezeichnet Gunnar Mergner den letzten Teil der Saga. Der Regisseur entfaltet "noch einmal mit voller Orchestrierung das ganze Panorama menschlicher Tragödien: Verrat, Liebe, Tod und Geburt liegen eng beieinander. ... Die letzte Stunde ist intensiv, vor allem düsterer, als alles, was man in der Saga bislang geboten bekam. Das Abschlachten der Jedi, der Verfall Anakins bis hin zum finalen Duell mit seinem Lehrmeister Obi-Wan in den Lavaströmen des Planeten Mustafar - das alles zu erzählen, darauf hat Lucas die letzten zwei Filme gewartet. Das merkt man. Selbst wenn er ein naiver Geschichtenerzähler ist, der nicht gerade eine Gabe für gute Dialoge hat: Diese letzte Stunde ist tragisch und packend."

16. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • telepolis.de

Für Peter V. Brinkemper liefert dieser Teil den ultimativen Schlüssel zur Macht. "George Lucas hat ein wütendes, energisches Finale Furioso geschrieben und inszeniert, das die gewollten stilistischen "Kinderkrankheiten" der früheren Filme, die Kindheits- und Jugendperspektive (Teil I und II), abstreift und den Übergang von Anakin Skywalker auf die dunkle Seite der Macht in aller Konsequenz, schrittweise und vielschichtig darstellt. ... Die persönliche wie politische Perspektive des Films erzeugt eine Dichte, die auf die anderen "Star Wars"-Teile abstrahlt. Episode III ist vergleichbar mit der endlich detaillierten, lupenreinen Explosion eines Todesterns, dessen Bruchstücke in den anderen Folgen wieder auftauchen und heillos Sinn spenden."

15. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke hat den Übergang von der Tragödie in den Mythos gesehen, der dem Regisseur kaum besser hätte gelingen können. "Wer sich vor dem Kinobesuch noch einmal mit der Saga vertraut macht, wird einen sagenhaften Grusel erleben, wenn sich die Fäden zum Knoten schürzen und der schwarze Ritter erscheint; wenn sich das Vader-Motiv aus dem Orchesterwirbel herausschält und mit voller Wucht einschlägt. Anders als im Mythos spielt das, was gesagt und wie es gesagt wird, in der Tragödie durchaus eine Rolle. Und da liegt das Problem. Lucas kann Welten erschaffen und Kriege entfesseln, aber bei einer Liebesgeschichte ist er überfordert."

14. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Der Spiegel

David Kleingers fragt sich, wieso wir trotz Trash-Ästhetik und Merchandise-Terror immer noch wild auf George Lucas' filmgewordene Gelddruckmaschine STAR WARS sind? "Es ist ein unauflösbares Dilemma: So sehr die einzelnen STAR WARS-Filme Teil einer gutgeölten Bedeutungsmaschine sind, die jedwedes Bedürfnis nach Sinnstiftung erfüllt, so sehr sind sie auch ein Schwarzes Loch der Kulturkritik, das gierig jede Interpretation schluckt und zum Multiplikator seiner sogartigen Selbstbewerbung macht."

14. Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • Die Zeit

Für Stefan Schmitt zeigt STAR WARS: EPISODE III, daß digitales Kino möglich ist. Von Dreh und Projektion ohne Zelluloid profitieren als Erste überraschenderweise kleine Kunstkinos und die Werbewirtschaft.

Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Mai 2005 | STAR WARS: EPISODE III - DIE RACHE DER SITH • Kritik • epd-film

Georg Seeßlen fragt, was nebenbei so alles kaput gegangen ist. "Vielleicht kann man sagen, dass DIE RACHE DER SITH, in dem "erzählt" wird, wie aus dem Jedi Anakin Skywalker Darth Vader wird und das Imperium die Macht übernimmt, der beste Film der Prequel-Trilogie ist. Bei der Qualität der beiden Vorläufer will das aber nicht allzu viel heißen: Selbst im Fandom haben die neuen Star Wars-Filme nie wirklich Begeisterung ausgelöst. Höchstens die Stars und die Computereffekte können beeindrucken; der Vermarktungsmaschine des Lucas-Imperiums kann sowieso niemand entgehen."

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