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WHISKY

WHISKY

Regie Pablo Stoll
Juan Pablo Rebella
Kinostart 05.05.2005

Kritiken • WHISKY

04. Mai 2005 | WHISKY • Kritik • Die Tageszeitung

Große Kunst im Kleinen hat Ekkehard Knörer gesehen. "WHISKY ist ein Film, der am Detail arbeitet und mit einer Geste Seelenlandschaften andeutet. Jacopo, das Zentrum dieser Geschichte, bleibt rätselhaft bis zuletzt, ein stilles Monument der Unerlösbarkeit. Einer, der Glück schenken, aber nicht mehr finden kann. WHISKY ist in der Zeitform fortgesetzter Gegenwärtigkeit erzählt. Er wird nicht hinterrücks psychologisch, er verlässt sich auf das, was Maschinengeräusche und Hotelflure zu sagen und zu verschweigen haben. In Gesten und Blicken verhalten die Figuren sich zueinander. Es gibt nicht mehr und nicht weniger zu sehen, als das, was es zu sehen gibt. WHISKY lehrt, wie die kluge Bescheidenheit der Mittel zur großen Kunst im Kleinen führt."

04. Mai 2005 | WHISKY • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz spricht mit dem Regisseur Pablo Stoll über die Lust am Stativ, über Punkrock und die Angst vorm Älterwerden.

04. Mai 2005 | WHISKY • Kritik • Der Tagesspiegel

Eines der Meisterwerke des Jahres ist WHISKY für Jan Schulz-Ojala. "Traurig erloschen und ungemein bezwingend ist der Mikrokosmos, in den dieser Film führt - und doch, auch in erloschene Menschen kann das Leben zurückkehren, es braucht dafür nur Zeit und vielleicht ein bisschen Glück. ... Todtraurig das. Und wie zärtlich zugleich. Nicht zärtlich zwischen den Menschen, zumindest nicht gleich, und ganz bestimmt nicht so, wie wir uns das jetzt vorstellen mögen. Nein, zärtlich im Blick auf diese Figuren, die alles hinter sich zu haben scheinen, nur war dieses Alles eigentlich nichts. Zärtlich und genau: Jede Szene hat ihren exakt bestimmten Rahmen, ihre fein austarierte Zeit. Und die Kamera steht starr wie eine jener uralten Photographen-Apparaturen, vor denen sich die seltsamsten Säugetiere der Welt namens Mensch bewegen. ... Ein Traum von Film. Makellos."

04. Mai 2005 | WHISKY • Kritik • Neues Deutschland

Eine Liebesgeschichte, eine Geschichte von Einsamkeit erzählt WHISKY, meint Marion Pietrzok. "Die Genauigkeit der langsamen Bilder, die Sprache der Details, die ganz kleinen Gesten und Momente, die die Regisseure zu Ereignissen werden lassen, aus all dem bezieht der Film seine Spannung. Lakonisch, mit respektvollem Mitgefühl, mit sanftem Witz erzählt - eine Feier der Melancholie."

04. Mai 2005 | WHISKY • Kritik • fluter.de

Die Menschen in diesem Film kommen ohne Worte aus, schreibt David Siems, und doch ist der Film sehr beredend. "WHISKY ist eine ganz wunderbare, zarte und absurde Komödie über Intimität und Einsamkeit. Manchmal weiß man nicht, ob man weinen oder lachen möchte, so bitter wirken die alltäglichen Situationen, in denen Jacobo und Marta scheinbar gefangen sind. Der Ausbruch aus ihrer Monotonie erfüllt auch die Zuschauenden mit großer Erleichterung. Ein Film für alle, denen die kleinen Momente und Gesten am wertvollsten sind."

04. Mai 2005 | WHISKY • Kritik • br-online

Eine lakonische Komödie aus Uruguay ist auch für Kirsten Liese außergewöhnlich. "Die beiden uruguayischen Regisseure Juan Pablo Rebella und Pablo Stoll erzählen langsam, leise und mit einer an Aki Kaurismäki erinnernden stoischen Komik von Marotten und Sehnsüchten älterer Menschen. Mag man zunächst auch wenig Anteilnahme für den schlecht gelaunten Jacobo und die stille, unterwürfige Marta mitbringen - der Film entwickelt seine Figuren mit so viel Einfühlungsvermögen und Glaubwürdigkeit, dass man sich doch für sie zu interessieren beginnt und jede kleine Veränderung mit Spannung erwartet. ... Besonders die großartigen schauspielerischen Leistungen von Andrés Pazos und Mirella Pascual tragen den Film, aber es ist auch insgesamt ein traurig-schönes, stimmig inszeniertes Kammerspiel, in dem die subtil beobachteten Gesten mehr verraten als die sparsam eingesetzten Dialoge."

April 2005 | WHISKY • Kritik • film-dienst 09/2005

Für ist WHISKY "eine melancholische Betrachtung über den Sinn des Lebens, bei der trockener Humor und eine feine, bis ins kleinste Detail präzise atmosphärische Beschreibung den philosophischen Diskurs über das Altern der Illusionen und die Unfähigkeit, das Leben aus der alltäglichen Absurdität des immer Gleichen hinaus zu führen, ersetzen. Der ruhige Film über die Einsamkeit lebt von einer trockenen Situationskomik, die stark an Jim Jarmusch oder Aki Kaurismäki erinnert, weniger indes an regionale Klischees des südlichen Amerikas. ... Mit Liebe zu mimischen und szenischen Details und subtiler Skurrilität bauen die Regisseure Juan Pablo Rebella und Pablo Stoll geschickt die psychologischen Spannungen, gegenseitigen Aversionen, Zuneigungen und Träume zwischen den drei Protagonisten auf , wobei die Figuren nie vordergründig komisch sind und nie durch den Humor diskreditiert werden."

April 2005 | WHISKY • Kritik • filmz.de

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