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ZIMT UND KORIANDER

ZIMT UND KORIANDER

Regie Tassos Boulmetis
Kinostart 28.04.2005

Kritiken • ZIMT UND KORIANDER

02. Mai 2005 | ZIMT UND KORIANDER • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Springer ist der Film wie die Folge einer Speisekarte: unterteilt in Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. "Regisseur Tassos Boulmetis überfrachtet seine Komödie an vielen Stellen in Wort und Bild. Damit gerät ZIMT UND KORIANDER eher zu einem Rührstück denn zu einer Komödie. Das mag vielleicht auch der Tatsache geschuldet sein, dass Boulmetis seine eigene Lebensgeschichte als Vertriebener verarbeitet und dabei nicht die nötige Distanz zu seinem Werk gefunden hat. Hinzu kommt, dass die Freude am Genuss als allumspannende Klammer der Handlung oft einfach nur bemüht wirkt. Zu viele Köche verderben den Brei."

28. April 2005 | ZIMT UND KORIANDER • Kritik • Der Tagesspiegel

Melancholisch ist dieser Film, meint Daniela Sannwald. "Tassos Boulmetis hat eine melancholisch Familienkomödie inszeniert. Bunte Glasfenster, milchiges Licht, in dem Staubkörner tanzen, verwischte Spuren von Gewürzpulvern - das sind die visuellen Attraktionen dieses klugen, freundlich-sinnlichen Films, der Fanis noch einmal in Istanbul mit seiner Jugendliebe zusammenführt. Und das fast ohne Rührseligkeit."

27. April 2005 | ZIMT UND KORIANDER • Kritik • fluter.de

Frank Geissler weiß es: Gutes Kochen hängt nicht zuletzt von den richtigen Gewürzen ab. "Aber zu viel des Guten kann eben auch zu viel sein, wie ZIMT UND KORIANDER beweist. Da wird mal die jüngere Geschichte Griechenlands angerissen, mal eine kindisch-heitere bis pathetische Liebesgeschichte erzählt, mal die Vielfalt der Küchenkunst als Metapher fürs Leben verwendet. Aber selbst wenn sich der griechische Film in seiner Heimat zum Publikumshit mauserte und amerikanische Großproduktionen an der Kinokasse hinter sich ließ, bleibt ZIMT UND KORIANDER doch ein etwas harmloses Rührstück - wenn auch eins mit einigen bittersüßen und augenzwinkernd humorvollen Momenten."

27. April 2005 | ZIMT UND KORIANDER • Kritik • br-online.de

Für Carlos Gerstenhauer ist ZIMT UND KORIANDER ein Film, so sinnlich und verführerisch wie ein Feinschmeckermenü. "Tassos Boulmetis wunderschöner Film ist eine gewaltige Hommage an die Menschen, die sich heute noch "Konstantinopler" nennen. Griechen, die bis Anfang der 60er Jahre in Istambul lebten und nach ihrer Flucht ins Mutterland sich nie ganz assimilieren konnten. Es ist die Begegnung mit einer Kultur, die Opfer eines dummen Nationalitätenstreites wurden und in ihren Bräuchen, Sitten und Anschauungen den ganzen Reichtum, die Vielfalt und den Irrsinn Kleinasiens in sich tragen. Es ist ein sinnlicher, süffiger Film mit feinem Humor, ein Film wie ihn nur das europäische Kino bietet."

April 2005 | ZIMT UND KORIANDER • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

April 2005 | ZIMT UND KORIANDER • Kritik • film-dienst 09/2005

Unter den Filmen, die das Ritual des Essens zum Thema haben, gehört ZIMT UND KORIANDER zu den ungewöhnlichsten, findet Michael Kohler. "Während andere Regisseure die Verführungskraft einzelner Speisen feiern oder die Gemeinschaft stiftende Funktion des Mahles betonen, legt die griechisch-türkische Co-Produktion mit kulinarischer Raffinesse eine Spur der Erinnerung in ein historisch vermintes Grenzgebiet. ... Wie das Salz in der Speise ist die Politik in ZIMT UND KORIANDER niemals offen gegenwärtig, und doch wäre der Film ohne sie nicht zu verstehen. ... Mit humoristischer Leichtigkeit mildert der Regisseur die Melancholie seiner Kindheitserinnerungen und lässt das Sujet Vertreibung und Exil so bewegend wie unaufdringlich im Alltäglichen aufgehen. Niemand wird zum Sprachrohr eines Leitartikels degradiert."

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