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NACHBARINNEN

NACHBARINNEN

Regie Franziska Meletzky
Kinostart 28.04.2005

Kritiken • NACHBARINNEN

29. Mai 2005 | NACHBARINNEN • Kritik • Der Tagesspiegel

NACHBARINNEN ist für Martin Schwickert "ein überfälliges Geschenk an die Schauspielerin Dagmar Manzel, die im Kino oft nur in markanten Nebenrollen zu sehen ist. Dies ist ganz ihr Film. ... Natürlich hat dieser Debütfilm Schwachstellen. Die TV-Ästhetik etwa - aber wann hat man zuletzt im Fernsehen ein solch liebevoll eingerichtetes Setting gesehen, in dem nicht nur DDR-Wohnkultur und West-Innovationen unmerklich miteinander verschmelzen, sondern sich zwischen Kakteensammlung und tapezierter Stubentür auch der spröde Charakter der Hauptfigur manifestiert? Meletzky kennt sich aus im ostdeutschen Hausgemeinschaftsmilieu, in dem die Grenzen zwischen sozialer Kontrolle und Geborgenheit fließend sind; und es ist schön, dass ihr Osten - wie bei Andreas Dresen - mehr ist als skurrile Kulisse für föderal geförderte Allerweltsfilme."

28. April 2005 | NACHBARINNEN • Kritik • Berliner Zeitung

Es ist alles ganz ohne Naturalismus-Grobheiten, sondern hintergründig und wie nebenher eingerichtet in dem Film, meint Carmen Böker. Der Regisseurin gelingt ein "konzentriertes, unmanieriertes Erstlingswerk, das die Protagonistin nicht mit der Moralkeule zur Läuterung treibt und auch nicht zynisch scheitern lässt: Hier kommt jemand langsam zu sich, so ist das im Allgemeinen eben nach Rückschlägen. Eine ganz einfache, sehr schöne Geschichte darüber, dass zur Liebe leider auch gehört, das Leiden ertragen zu müssen."

28. April 2005 | NACHBARINNEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Franziska Meletzky geht in ihrem Regiedebüt der Annäherung der beiden Frauen nach, die sich nach Zuwendung sehnen, in ihren Bemühungen aber hilflos bleiben. So sehr das Milieu in einem Leipziger Vorort getroffen sein mag: Die Geschichte selbst leidet unter der hölzernen Inszenierung. Die renommierten Hauptdarstellerinnen stecken in einem Korsett, das ihnen kaum Entfaltungsmöglichkeiten gibt. Und den Dialogen hätte gelegentlich ein Script-Doktor gut getan. So findet das Kammerspiel keinen Rhythmus und verharrt immer wieder in kontemplativen Stillleben."

27. April 2005 | NACHBARINNEN • Kritik • fluter.de

Nana A. T. Rebhan hat entdeckt, daß die Regisseurin das Milieu genau kennt, welches sie schildert, deshalb ist es auch so stimmig. "Da gibt es neben diversen Nachbarn den kumpelhaften Conny, hervorragend gespielt von Jörg Schüttauf. Er ist der vermeintliche Verehrer Doras und vielleicht weiß sie am Ende des Films seine zaghaften Annäherungsversuche zu schätzen. Das Publikum bleibt dies jedoch verborgen, denn der Charakter Doras ist und bleibt verschlossen - bis zuletzt. Dagmar Manzel verkörpert die kantige Paketbotin perfekt. Grazyna Szapolowska - die in ihrer Heimat Polen ein Star ist - mimt überzeugend die verängstigte Nachbarin, deren Lebenslustigkeit langsam wieder erwacht."

April 2005 | NACHBARINNEN • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

April 2005 | NACHBARINNEN • Kritik • film-dienst 09/2005

Ein sehr zurückgenommenes, fast schon skizzenhaftes Kammerspiel hat Ulrich Kriest gesehen. "Vieles in Franziska Meletzkys Filmhochschul-Abschlussarbeit verbleibt im Ungefähren oder Klischeehaften und scheint viel mehr Resultat eines originellen Drehbucheinfalls denn von psychologischer Stringenz. Insbesondere Grazyna Szapoloeska, die Darstellerin der Jola, spielt derart unbeteiligt, dass man die Faszination, die sie auf Dora ausüben soll, nur schwer nachvollziehen kann. Geheimnisvoll und doch irgendwie selbstsicher und patent soll die Polin wohl sein, doch im direkten Vergleich mit dem prägnanten und präzisen Spiel Dagmar Manzels bleibt sie blass."

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