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BROKEN FLOWERS

BROKEN FLOWERS

Regie Jim Jarmusch
Kinostart 08.09.2005

Kritiken • BROKEN FLOWERS

14. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Junge Welt

Barbara Schulz spricht mit Regisseur Jim Jarmusch über seine Arbeitsweise und seinen neuen Film BROKEN FLOWERS.

09. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Der Freitag

Irgendetwas ist für Andreas Busche in dem Gesicht von Bill Murray: Eine eigenartige Musikalität unter anderem. Den Film "zeichnet ein bedingungsloser Reduktionismus aus. Jarmusch hat dafür mit Murray einen ebenbürtigen Partner gefunden: einen grandiosen Minimalisten, dessen große Kunst im Auslassen besteht. In einem Film voller Leerstellen - emotionaler wie erzählerischer - ist Murray damit der perfekte Dreh- und Angelpunkt. Wahrlich ein Fels in der Brandung: ungerührt, unbewegt, ausgewaschen von den Wellenbewegungen der Zeit. ... Formal ist Broken Flowers Jarmuschs bislang konventionellster Film. Eine Charakterstudie, die ganz auf die Stärke ihres Schauspieler-Ensembles setzt. Dass Jarmusch sich um dramatische Gepflogenheiten jedoch nicht schert, lässt den Film seltsam verhalten erscheinen."

09. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Der Spiegel

Daniel Sander spricht mit Jim Jarmusch über über Hollywood-Diven, äthiopische Musik und Möchtegern-Blockbuster.

08. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Berliner Zeitung

Knut Elstermann spricht mit Regisseur Jim Jarmusch über sein Verhältnis zur Kritik und seinen neuen Film BROKEN FLOWERS.

08. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Die Zeit

Jörg Lau ist begeistert von diesem traurigen, weisen, witzigen und anrührenden Film. "Jim Jarmuschs neuer Film trägt die meisten Erkennungszeichen seines Stils, und doch ist irgendetwas anders. Zwar ist alles da - die langen Einstellungen, die reduzierten Dialoge, das Erzählen in Episoden, ein trockener Humor, den man nur mit dem unübersetzbaren Wort deadpan beschreiben kann, und natürlich irgendwie coole, aus der Bahn geratene Hauptfiguren, durch die wir uns wieder einmal Amerika von der Seite her nähern. ... So sehr dieser Film jedoch an Jarmuschs Werke der achtziger Jahre erinnert - in seiner Grundstimmung markiert er einen Bruch. Jarmuschs legendäre Filme ... waren immer auch Exerzitien in Coolness. BROKEN FLOWERS
verabschiedet sich von dieser Obsession. Zum Glück - denn der leerlaufende Stilwille drohte Jarmuschs Kreativität zu ersticken."

08. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Die Tageszeitung

Für Dietmar Kammerer spenden Regisseur und Hauptdarsteller Trost den vielen, die alles im Leben verpasst haben, und huldigen dem schwerelosen Augenblick. "Mit jedem anderen Darsteller als Bill Murray wäre das Pathos einer solchen Geschichte sofort ins Unerträgliche geschnellt. Aber Murray erweist sich einmal mehr als Meister eines mimischen Minimalismus, der noch die geringste Gestik so weit zurückschrauben kann, dass ein Zucken am Mundwinkel genügt, um Welten auszudrücken. Oder gerade nichts auszudrücken, alle Vermutungen über die potenziellen Pegelstände seines Innenlebens ins Leere laufen zu lassen. ... In BROKEN FLOWERS hat Jarmusch seine Erzählung noch weiter von manchen Ablenkungen und Manierismen befreit, um sich auf nichts als den Moment ihres Ablaufs konzentrieren zu können."

08. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Neues Deutschland

Knut Elstermann lobt die Darstellerinnen des Films. "Es sind die schönsten Momente des Films, wenn die Frauen zum ersten Mal nach so vielen Jahren dem einstigen Geliebten gegenüberstehen. Eine kurze Irritation, ein Erkennen und Erstaunen: Es braucht schon große Darstellerinnen, die in einem Bruchteil von Sekunden sichtbar machen können wie die Zeit vergangen ist. Jim Jarmusch hat sie in Sharon Stone, Jessica Lang, Tilda Swinton und Frances Conroy gefunden. ... Sonst war die Sympathie Jarmuschs mit seinen Figuren von Beginn an gesetzt und damit auch unser Mitgefühl. Diesen verschlossenen Don aber lernen wir erst im Verlauf des Films wirklich kennen, hinter seiner Schroffheit entdecken wir die Trauer. Je mehr wir begreifen, dass hier jemand einem Leben hinterher fährt, das er niemals führte, desto mehr fühlen wir mit ihm."

08. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Paarung von Bill Murrays minimalistisches Spiel mit Jim Jarmuschs gewohnt lakonischem Erzählton überzeugt Holger Römers. "Weil man so gut wie nichts über Dons Vergangenheit und die der Frauen erfährt, entfalten diese Augenblicke, in denen verpasste Gelegenheiten und geplatzte Träume zu erahnen sind, umso größere Wirkung. So gewinnt auch die von Jessica Lange gespielte Frau, die als New-Age-Psychotherapeutin für Haustiere ebenfalls einer Karikatur gleicht, zusätzliche Facetten, wenn ein knapper Dialog erahnen lässt, dass ihr Leben reichlich unerwartete Wendungen genommen hat."

08. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Sein volles Aroma entfaltet BROKEN FLOWERS erst nach dem Abspann, schreibt Volker Mazassek. "Jim Jarmusch, hoch dekorierter Veteran des amerikanischen Independent-Kinos, hat die Hauptfigur als modernen Don Juan angelegt, als Liebesnomaden, bei dem nur eins sicher ist: dass er weiterzieht. ... Bill Murray verkörpert diese tragische Figur mit einer Konsequenz, der auch seine Gegner überraschen wird. Aus seinem Spiel, dessen Kennzeichen der Wechsel zwischen Lakonik und Komik ist (zuletzt in LOST IN TRANSLATION), verschwindet der augenzwinkernde Witz. Das ist ein großer Gewinn. Murrays Don Juan ist ein Liebesritter von der todtraurigen Gestalt, der keinen Trost findet."

08. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte spricht mit dem Filmemacher Jim Jarmusch über das Pilgertum und wahre Unabhängigkeit.

08. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Junge Welt

Für Tina Heldt ist Jim Jarmusch der Komik der Langeweile verfallen. "Dem Komischsein des Films hilft natürlich auch, daß in den meisten seiner Einstellungen Bill Murray zu sehen ist. Murray, wie er mit seinen großen kleinen Schweinsäuglein skeptisch auf die bizarre Welt um ihn herum schaut oder mit einem sparsamen Stirrnrunzeln seiner tiefen Erschütterung den optimalen Ausdruck verleiht. ... so eine Leere fordert auch einem Bill Murray ganz schön viel ab. Irgendwie schafft er es, diese Leere mehr als auszuhalten, sie in ein komisches Bild des vernünftigen Alleinseins zu verwandeln. Er ist ein Meister."

07. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Berliner Zeitung

Einen tief amerikanischen Film sah Stephan Speicher. "Die Welt Don Johnston scheint in sich abgeschlossen wie ein Ei, das gibt ihr die ästhetische Perfektion und im Kunstwerk auch ihr Recht. Aber in diesem Ei lebt etwas, das heraus will, und es ist die Größe Bill Murrays, dies zu zeigen. Alle Ruhe, Skepsis, Überlegenheit können doch nicht ausschließen, was sich vor seiner Haustür, jenseits seiner Gegenwart tut und tat. Je besser der Schurke, desto besser der Film, hat Hitchcock bemerkt. Und Bill Murray ist ein fabelhafter, ein fabelhaft repräsentativer Schurke."

07. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • fluter.de

Eine mal absurde, mal tieftraurige, mal tragikomische Odysee durch den US-amerikanischen Alltag sah Thomas Winkler. "Wieder einmal fragt man sich, warum Jarmusch einem das erzählt, was er einem erzählt. Und wieder einmal merkt man dann schnell, dass seine Filme so sind, wie sie sind, weil das Leben so belanglos und gleichzeitig so bedeutend ist, wie es ist. Folglich scheren ihn Genre-Regeln wenig, aber dafür setzt er umso souveräner seine bewährten Stilmittel ein: Sparsam bis zur Selbstaufgabe hat Jarmusch seinen Helden in Szene gesetzt und ihm nur wenige Zeilen Dialog gegeben, dafür aber Blicke und Betonungen und Sprechpausen, die mehr sagen, als Worte jemals könnten. Spielen muss Murray das kaum, aber das macht er ganz großartig."

07. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • fluter.de

Ula Brunner schreibt eim Porträt über Jim Jarmusch.

06. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Der Tagesspiegel

Das entspannte Melodram hat Jan Schulz-Ojala überzeugt. "In mancher Hinsicht erinnert Jim Jarmuschs BROKEN FLOWERS an DON'T COME KNOCKING, den neuen Film von Wim Winders, und es ist schön, dass nun beide in fast verwandtschaftlicher Nähe im Kino zu sehen sind. ... Wo der eine große Gefühle in großartigen Bildern inszeniert, geht der andere unauffällig aufmerksam auf Wanderschaft; die womöglich nachhaltigeren Einsichten stellen sich dann von selber ein. Nur einmal, als sie ihren Helden in entscheidenden Augenblicken eine Kreisfahrt gönnen, sind die beiden großen Regie-Solisten in einer visuell-philosophischen Idee ganz vereint. Da sitzen und stehen sie, Sam Shepard und Bill Murray, und können nicht anders: Die Kamera fokussiert sie, und um sie herum verschwimmt schon wieder, was sie - einen Augenblick lang - für die Welt halten mögen."

06. September 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Der Spiegel

Christian Stöcker philosophiert über den Blick von Bill Murray. "Erst nach und nach merkt man, dass BROKEN FLOWERS, obwohl Jarmusch ihn um Murray herumgebaut hat, eigentlich ein Ensemblefilm ist- und ein exzellenter dazu. Große Leinwand-Damen hat der Regisseur auf seinen Helden losgelassen, neben Julie Delpy und Sharon Stone auch Jessica Lange und Tilda Swinton. Kaputt sind sie gar nicht, diese Blumen, ein kleines bisschen welk vielleicht, aber immer noch sehr schön. ... Eine Antwort aber bleibt der Film schuldig, und so gelingt Jarmusch ein Kunststück: Am Ende ist der Zuschauer ebenso versonnen, so ratlos-heiter wie Murrays Gesicht."

30. August 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • film-dienst 18/2005

Manchmal erscheint Murrays Stoizismus Holger Römers als Masche. "Zum Glück gibt es aber immer wieder Momente, in denen Jarmusch seine coole ironische Distanz aufgibt, um kurz die Oberflächen seiner Figuren aufzubrechen. ... Weil man so gut wie nichts über Dons Vergangenheit und über die der Frauen erfährt, entfalten diese Augenblicke, in denen verpasste Gelegenheiten und geplatzte Träume zu erahnen sind, umso größere Wirkung."

29. August 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • br-online.de

Margret Köhler lobt BROKEN FLOWERS als "etwas ganz Neues in Thematik und Dramaturgie, aber bewährt in intelligentem Witz und der spannenden Gratwanderung von Menschen knapp am Abgrund vorbei". Die Kritikerin lobt besonders Bill Murray: "Sein skeptischer Blick, das Phlegma, die Angst vor der Ungewissheit und realer Vereinnahmung, das sichtbare seelische Aufatmen, wenn er sich draussen wieder in Freiheit fühlt, die Getriebenheit und die innere Unruhe - man möchte nicht die kleinste Szene dieses Meisterwerks voller Andeutungen missen. In dieser ganz persönlichen Reise in die Vergangenheit, an deren Ende Melancholie über verpasste Gefühle steht, spielt Jarmusch mit Klischees und Skurrilitäten, verliert aber nicht einen Moment an Glaubwürdigkeit. Kultiger geht's wirklich nicht. BROKEN FLOWERS ist das Beste, was uns in diesem Kinojahr passieren konnte."

19. Mai 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala ist das Road Movie BROKEN FLOWERS ein leiser Cannes-Höhepunkt. "Und ein Fest für Schauspieler(innen!) noch dazu. Bill Murray geht mit seinem unwiderstehlichen LOST IN TRANSLATION-Gesicht durch Begegnungen, wie sie ein Aki Kaurismäki nicht lakonischer hätte erfinden können, und Sharon Stone, Frances Conroy, Jessica Lange und Tilda Swinton sekundieren ihm: zärtliche, seelenverlorene, charmante, furios verbrauchte Echos einer Welt, in der Gegenwart nicht besonders viel, Vergangenheit aber gar nicht zählt."

18. Mai 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier ist begeistert von den Schauspielern, die alle Bill Murray die Bälle zuspielen. "Natürlich ist diese Lakonie, diese hohe Kunst des Nichtstuns spätestens seit LOST IN TRANSLATION Murrays Markenzeichen, das zur Masche zu werden droht - und doch kann man sich daran so schnell nicht satt sehen. Auf die seltsamen Veränderungen seiner früheren Freundinnen, mit denen Don auf seiner Reise konfrontiert wird, ihre zum Teil grotesken Lebensverhältnisse, gibt es wohl keine angemessenere Reaktion als den Blick eines Mannes, der zwar in einem fort so tut, als sei ihm nichts Menschliches fremd, tatsächlich aber kaum fassen kann, was er sieht."

18. Mai 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Anke Westphal muß Jim Jarmusch beim Dreh dieser lakonischen Komödie glänzend aufgelegt gewesen sein. "Wobei Bill Murray als Hauptdarsteller die größte Aktie an diesem Genre-Attribut hat. Mit jener unbewegten Miene, die einem aus Sophia Coppolas LOST IN TRANSLATION vertraut ist, und mit einem vitalen Befremden, das man so an Murray noch nicht gesehen hat, tappt er durch diesen Film - und durch das Amerika von heute. ... Es geht ja darum, sich seiner Vergangenheit und dem eigenen Versagen zu stellen, und so hat denn auch bei Jarmusch aller trockener Witz - der Film ist zum Knuspern komisch - jene melancholische Note, ohne die ein gültiger Querschnitt durch US-amerikanische Milieus nicht denkbar ist."

18. Mai 2005 | BROKEN FLOWERS • Kritik • Die Tageszeitung

Christina Nord hat eine melancholische Meditation in ruhigen Bildern gesehen. Da Bill Murray die Hauptrolle spielt, "nimmt es nicht wunder, wenn sich alles Melancholische komödiantisch einfärbt. Murrays versteinertes Gesicht muss nichts tun, und schon hat er das Publikum auf seiner Seite; einfach nur reglos in der Bildmitte sich positionieren muss er sich, und schon bringt er jeden zum Lachen. ... Am Ende weiß man nicht, wer der Sohn, wer der Vater und wer die Mutter ist. Doch Jim Jarmusch hat nach langer Pause wieder einen Spielfilm gedreht."

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