Inhalt • CACHÉ
Der Pariser Fernseh-Moderator Georges und seine Frau Anne bekommen eines Tages einige Überwachungsvideos zugeschickt, die ein Unbekannter vor seinem Haus aufgenommen hat. Georges hat ein düsteres Geheimnis, das durch die Videos allmählich enthüllt wird ...
Für Volker Mazassek haust in den Michael Haneke-Filmen das Grauen. "Es gibt keinen Halt, nur Mutmaßungen. Und das ist es wohl, was Haneke will: den Betrachter verunsichern, damit er seinen Augen nicht traut, so wie es Hitchcock gelehrt hat. Der Zweck ist jedoch zugleich Mittel. Das Misstrauen in die Bilder schärft die Aufmerksamkeit und stärkt den Impuls, die absichtlichen und unabsichtlichen Zeichen zu deuten. Denn natürlich erzählt Haneke auch etwas, auch wenn er Themen nur hintupft. Es geht um frühe Schuld, die einen nicht loslässt, um Migration und Fremdenhass und wohl auch um die koloniale Vergangenheit Frankreichs. Der österreichische Filmemacher versteht es meisterhaft, den Zuschauer mit Unbehagen in dieser Melange rühren zu lassen."